Hausschwamm-Forum
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319. lois
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Guten Tag!
Ich wollte aus alten Gerüstbohlen eine Sandkiste für meine Tochter bauen. Sind Gerüstbohlen i.d.R. mit gesundheitsschädlichen Mitteln behandelt worden? Wenn ja, kann ich durch einen Farbanstrich verhindern, das schädliche Mittel austretet?

Ein großes Lob für die klasse Seite und das kompetente Wissen!

Mit freundlichen Grüßen, Lois
Liebe(r) Lois,
Gerüstbohlen 30 mm sind i.d.R. aus Fuchte und nicht behandelt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

318. Brigitte Lange
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Hallo, im Erdgeschoss in der Diele haben wir einen seltsamen Befall festgestellt, den ich trotz stundenlanger Recherche nirgends finde.
Hauptsächlich im Stromkasten und auf der mit Flüssigrauhfaser gestrichenen Wand.
Wie kann ich Ihnen Fotos einstellen? Es scheint ja zu gehen.
Ich würde gern wissen, was das ist.
Viele Gruesse B.L.
Liebe Brigitte L.
ich hab gewartet aber keine Bilder erhalten...
Gruß Hans-Joachim Rüpke

 

317. Dietrich Boles
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Hallo,

im Haus (Baujahr 1770) meiner Eltern in 58762 Altena (Märkischer Kreis) habe ich gestern Befall mit echtem Hausschwamm feststellen müssen. Kennen Sie einen Bausachverständigen für Hausschwammbefall in diesem Gebiet?

Viele Grüße

Dietrich Boles.
siehe e-mail

 

316. Sebastian Herzog
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Lieber Hans-Joachim Rüpke,

Danke für Ihre Antwort,

dieses Holz lag auf dem Stallfussboden und der Fussboden hat auch ein paar Erscheinungen von diesem Pilz. Ich habe das Holz ausgeräumt und verbrannt. Der Fussboden ist etwas feucht. Ist das Hausschwamm? Wissen Sie zufällig ober dieser weiter durch den Fussboden wuchert?

Danke für ihre hilfe.
Lieber Sebastian,
solche Fragen beantworten sich nur, wenn eine sichere Pilzbestimmung vorliegt.
Gebäudepilze lassen i.d.R. nur mikroskopisch sicher bestimmen. Dazu muß ich eine Probe haben. Näheres zum Procedere und zu den Kosten finden Sie unter
http://www.holzfragen.de/seiten/b_insekt.html
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

315. Sebastian Herzog
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Hallo,

Diesen Stumpf habe ich bei meinen Eltern, beim ausräumen, im Stall gefunden, es sind noch ein paar mehr befallen und auf dem Boden sind kleinere Stelle zu erkennen.

Kann mit jemand helfen, was das für ein Pilz ist? Besteht Gefahr für das Gebäude, wir überlegen gerade alles mit Adolit M einzusprühen? Ist das übertrieben?


Danke für die Hilfe
Lieber Sebastian,
das ist nichts Schlimmes. Vermutlich soll es Brennholz werden?
Einfach zerkacken und an der Luft trockenen. Der Pilz stirbt dann ab.
Und dann ab in den Kamin. Eine Anwendung von Bioziden ist in diesem Fall
gesundheitlich ohne jeden Sinn und wäre auch eine Belastung der Umwelt und ist deshalb auch nicht zugelassen.
Es besteht für eine trockene Baukonstruktion keine Infektionsgefahr.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

314. FKoler
Das hat mit dem Bild irgendwie nicht geklappt, hier jetzt direkt der Link



Was könnte das sein? Details siehe mein vorheriger Post.

313. FKoler
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Guten Tag,

in unserem Haus kam in der Kellerdecke folgendes zum Vorschein:

[img=<a href="http://s897.photobucket.com/user/jharko target="_blank"><img src="http://i897.photobucket.com/albums/ac171 border="0" alt=" photo decke_zps95b385c3.jpg"/></a>]

Könnte das ein Hausschwamm sein oder ein anderer "gefährlicher" Pilz? Es scheint v.a. auf den Schilfrohren zu sein, an den Balken erkenne ich eher nichts (wobei die Decke nicht ganz geöffnet ist, denn eigentlich wollten wir die Decke hier erst später sanieren). Auch tote Spinnen im Keller sind "weiß wattiert", also irgendwie geschimmelt.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Frage.

Mit freundlichen Grüßen,

F Koler
Lieber F.K.,
das kann man nicht sicher sagen. Es ist besser am Holz zu suchen und da möglichst nahe der Außenwand. Grundsätzlich werden Pilze anhand ihres Mycels oder Fruchtkörper an einer Probe indentifiziert.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

312. karsten huschke
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Guten Tag Herr Rüpke,
erst mal vielen Dank für die Möglichkeit, sich auf diesem Weg kompetente Hilfe zu holen !
meine Frage :
ich stecke in der Vorbereitung zu einer Sanierung wegen Hausschwamm.
Ein Türrahmen (Außentür)ist befallen, zwischen Mauerwerk und Holzrahmen hat sich ein Fruchtkörper entwickelt. Das Türblatt hatte zwar Kontakt, scheint aber nicht direkt befallen.
Es ist auf dem weißen Holz nur eine rötliche Verfärbung zu sehen( von den Sporen?).
Kann dieses Türblätt noch weiter benutzt werden ?
Oder muß es auch ausgetauscht werden ?
Vielen Dank ,
Karsten Huschke
Lieber Karsten,
bewegliche Türen und Fenster sind oft noch unversehrt; ganz sicher, wenn sie wegen der Luftfugen infolge der kapillaren Trennung schneller trocknen können, als der Rahmen mit kapillar wirksamen Mauerwerkskontakt.
Sie müssen sowieso, zuerst und grundsätzlich ein trockenes Umfeld herstellen. Da sollte die Tür bleiben können. Wenn Sie sicher gehen müssen, könnten Sie die Tür auch auf Letaltemperatur aufheizen.
Also wichtig ist, die Wasserzufuhr Ursache abzustellen und die Trockenheit auf Dauer wieder herzustellen. Für den Übergang ist es im Mauerwerk nötig, Schwammsperrmittel einzubringen, um die Entwicklung in dem sicher noch länger feuchten Mauerwerk zu stoppen. Bei Ihrem Vorgehen bleibt ein Restrisiko, was Sie tragen können bzw. müssen, wenn Sie sich nicht sklavisch an die Regelsanierung halten. Anschließend müssen Sie einfach mehr kontrollieren.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

311. Jens Fehrenberg
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Guten Tag Herr Rüpke,
herzlichen Glückwunsch zum Lehrauftrag an unserer HAWK, an der ich über 30 Jahre BAUKONSTRUKTION gelehrt habe!
Meine Frage: Halten Sie es für möglich, dass ein in einem alten Fachwerkhaus vorhandener ruhender Echter Hausschwamm nach einer Innendämmung mit Weichfaserplatten (Fabr. Pavadentro) auch diese Platten befällt?
Gruß vom "Kollegen Fehrenberg"
Lieber Kollege,
ich werde Sie morgen mal anrufen, das ist eine Frage, bei der ich die Einbausitaution und bzw. die Gebrauchsklaseneinschätzung abfragen muß.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

310. Emil
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Hallo,

wir sind gerade am Hausbauen. Rohbau ist soweit fertig, die vorgefertigten Wände wurden vor ein paar Tagen aufgestellt. Alles ist trocken und lüftet.

Doch eine Sache beunruhigt mich: An einigen Brettern des Rauspunds, welcher zur Aussteifung diagonal aufgebracht wurden, ist auf der Rückseite "schwarzer Staub" zu sehen. Es sind Innenwände (warm auf warm). Was ist das?

Bild hier: http://img560.imageshack.us/img560/5889/mqhf.jpg


Kann das so bleiben? Die Zwischenräume werden mit Holzflex (Steico) gefüllt, die andere Seite auch mit Rauspund verschlossen und die Wand beidseitig mit Lehmbauplatten verkleidet.

Vielen Dank für eine Antwort an eine gesundheitsbewusste Familie!
Emil

309. Werner Friede
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

zuerst möchte ich Ihnen ein großes Kompliment für Ihre Internetseite "holzfragen.de" aussprechen!
Mit Hilfe dieser Inhalte erhielt ich erst genügend Informationen, um meine Fragen an Sie formulieren zu können.

Hier die Vorgeschichte:
Im Rahmen von Renovierungsarbeiten wurde die alte Steinterrasse durch eine Holzterrasse ersetzt (Juni 2013).
Nach intensiver Beratung durch den örtlichen Holzfachhandel wurde als Holz Walaba (Stauseeholz) gewählt. Die Umsetzung wurde von einem Gartenbauunternehmen ausgeführt. Nach Fertigstellung sind mir diverse helle Holzanteile in den Terrassenbrettern aufgefallen. Wie ich mittlerweile gelernt habe, ist dies Splintholz.

Zum Thema Splintholz hat der Holzlieferant meinem Terrassenbauer die folgende Antwort schriftlich gegeben:

"Splintanteile in Walaba sind jedoch kein Reklamationsgrund and schmälern die Qualitat der Terrassendielen in keiner weise."

Durch die Informationen in Ihrem Webauftritt bin ich mir unsicher, ob die Aussage des Holzlieferanten korrekt ist, oder nur zur "Beruhigung" des Kunden dient.

Nach meinem "angelesenen" Verständnis ist Walabaholz mit seiner Dauerhaftigkeitsklasse (Resistenzklasse) 1 eines der Hölzer mit bester Resistenz.
Die Beanspruchung für Holz einer freiliegenden Terrasse ist der Gefährdungsklasse 3 (3.2) zuzuordnen. Damit ist das Walabaholz gut geeignet jedoch nur, wenn es splintfrei ist.
Splintholz wird grundsätzlich in die Dauerhaftigkeitsklasse 5 eingestuft. An einigen Stellen des Splintholzes der verbauten Terrassenbretter ist "Würfelbruch" (wurde offensichtlich bereits so geliefert) zu erkennen. Diese Tatsache zeigt mir, dass auch Splintholz von Walaba nicht dauerhaft ist.
Daher wächst in mir die Befürchtung, dass die Splintholzanteile in den Terrassenbrettern in einigen Jahren zu faulen beginnen werden. Damit wären die Holzbretter und das Erscheinungsbild (Sichtholz) der Terrasse deutlich beschädigt.

Hier nun meine Fragen:
1. Darf Terrassenholz mit Splintanteil verbaut werden?
2. Ist meine Befürchtung berechtigt, dass die Splintholzanteile in der Terrasse in einigen Jahren verfault sein werden?
3. Hat der Holzlieferant mit seiner schriftlichen Aussage (s.o.) recht oder habe ich etwas übersehen?


Für jegliche Auskunft Ihrerseits bin ich sehr dankbar.
Bereits jetzt herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

Viele Grüße

Werner Friede
Lieber Werner,
zu Ihren Fragen:
1. Darf Terrassenholz mit Splintanteil verbaut werden?
Wenn der Splintanteil nicht höher ist als 5%, ja oder wenn es vertraglich vereinbart ist das dass Material bauseits gestellt wird auch.
2. Ihre Befürchtung, dass die Splintholzanteile in der Terrasse in einigen Jahren verfault sein werden ist wohl anzunehmen, um so schneller und sicherer, wenn die Oberflächen direkt bewittert ohne Gefälle verbaut sind.
3. Der Holzlieferant mit seiner schriftlichen Aussage (s.o.) recht "Splintanteile in Walaba sind jedoch kein Reklamationsgrund and schmälern die Qualitat der Terrassendielen in keiner weise", wenn es sich z.B. auf den zulässigen Splintanteil von 5% bezieht. Oft ist die Materielbestellung, die vermutlich alle wichtigen technischen Beschreibungen zu gewünschten Eigenschaften offen gelassen hat, das Haupthindernis, um eine Reklamation einfach und stichhaltig durch die Bestellung belegen zu können.

Sie müßten hier auch die Rechtsfragen aus den ganz verschiedenen Vertragsverhältnissen "Sie - Holzhändler zu einer Kaufsache (BGB)" und "Sie und Ausführender zu einer Werkleistung (VOB oder BGB?)" mitberücksichtigen, was aber nicht mein Metier ist.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

308. Müller
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Guten Abend Herr Rüpke,
Auch ich finde dieses Forum sehr interessant, da wir uns auch mit der Problematik Hausschwamm auseinandersetzen müssen.
Als Bautechniker bin ich zwar vom Fach, allerdings leider nicht im Bereich EH.
Dennoch beschäftigt mich das ganze , da in meinem Mietshaus (BJ33) leider ein Wasserschaden aufgetreten ist.
Im Zuge dieses Schadens ist ein EH aufgetreten und als solcher auch bestimmt worden.
Nach dem ich dann 2 Sanierern, (fast schon ein Sarkastisches Wort) ihre massiv
(Wasserschaden= Versicherung = Teuer)überteuerten Angebote mal auseinanderdividiert habe (ich mache Rechnungsprüfung/Angebotserstellung ect. beruflich) bin ich zu dem Entschluß gekommen die Sache mal in Ruhe anzugehen ohne mich durch div. Horrorgeschichten ablenken zu lassen.
Zu den Fakten:
DAs Wasser ist auf eine Abdichtung gelaufen und hat dort natürlich gestanden.Irgendwo war dann eine Spore....und der Schwamm begann zu wachsen.
Es Wurde eine Vorsatzschale befallen (unter Fliesen zw. Kleber und Fliese, sowie die dahinter liegende OSB Platte. die dahinter liegende Backsteinwand wurde durchwachsen.
Im Bodenbereich (AUfbau nicht regelgerecht;o(..) bestehend aus
v.U.n.O
Lehm,Schotter 6 cm, Pe-Folie,80 mm PUR Dämmung,22 mm OSB,10 mm Trockenestrich, Flüssigfolie, 10 mm Trockenestrich,Kleber/Fliesen
War die OSB Platte komplett Feucht und konnte von Hand zerbrochen werden.
Es wurden der komplette Putz im Bad , die Backsteinwand und der Boden entfernt.
Ferner wurden die Holzständer(Wände z. Innenraum) (Trocken) auf 1,5 m Höhe abgeschnitten.
Ich denke mit der TRockenlegung sollte das wesendliche getan sein...neuer Fußbodenaufbau (Beton/Abdichtung/Glasschaumschotter/Abdichtung/Trockenestrich)
Meine Sorge gilt dem Im Lehm steckenden Rest des Schwammes...der Lehm ist halt Lehmfeucht und auch in 50 cm Tiefe unter alten Steinen ist immer noch eine Art weißes Myzel zu finden.
Wie verhält sich dieses Myzel?
Der alte Fußbodenaufbau (siehe oben)ist erst 5 Jahre altund befindet sich auch in dem angrenzenden Raum...(20 m²) er ist oberhalb der PE Folie Trocken zw. 2 und 12 %)
Was mache ich mit diesem....Beobachten? Entfernen?...
Wenn ich mir die Sache "schön denke" dann war der Wasserschade die Ursache für das Schwammwachstum . Ich kann natürlich nicht ausschließen das nicht irgendwo noch Sporen lauern.
Natürlich wird auch eine Chemische Behandlung erfolgen.
Ich möchte halt den Umfang so eingrenzen das eine Sanierfirma auch ein faires Angebot machen kann.
Ich bedanke mich schon im Vorraus für eine Antwort.
mfg Müller
Lieber Herr Müller,
die Reste des Mycels sind, wenn es eine ordentliche = trockene Baukonstruktion vorhanden ist, oder nun endlich hergestellt wird, nicht besorgniseregend, da sich der Pilz dann nicht mehr weiterentwickeln kann. Gleiches gilt auch für die allzeit und immer vorhandenen (ubiquitär) Sporen des Echten Hausschwamms. Die muß man als sowieso und immer vorhanden begreifen und muß das einfach akzeptieren.
Der alte Fußbodenaufbau muß durch einen konstruktiv regelgerechten Fußbodenaufbau mit Abdichtung nach DIN 18195 entsprechend dem vorhandenen Lastfall ersetzt werden.
Der natürliche Erdboden darf nicht mit Schwammsperrmittel behandelt werden, dies ist verboten. Schwammsperrmittel werden nur im Mauerwerk als Durchwuchssperren eingebracht.
Ziel einer Schwammbekämpfung ist primär rein konstruktiv, die Baukonstruktion regelgerecht herzustellen und danach allzeit trocken zu erhalten. Die chemischen Maßnahmen betreffen a) den Zeitraum "von noch feucht bis es trocken ist" sowie b) verbleibende Gefahrenbereiche im Mauerwerk (z.B. infolge eines möglicherweise nicht genau einschätzbaren Tauwasseranfalls). Praktischerweise würde man, wenn man die Feuchteursache nicht in den Griff bekommt, einen anderen, zweiten möglichen Weg gehen, das Holz im Gefahrenbereich ganz zu verbannen. Der Echte Hausschwamm würde ohne ausreichende Nahrung genauso sicher sterben müssen, wie ohne die zu seiner Entwicklung nötige ausreichende Feuchte. Es gäbe also immer zwei Wege. Wenn die Herstellung einer trockenen Baukonstruktion aus irgend einem mir unbekannten Grund nicht machbar sein sollte und ein durch Feuchte gefährdeter Bereich an der Bausubstanz hingenommen werden kann, muß man dort alles Holz verbannen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

307. Roswitha Gebhardt
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Guten Abend Herr Rüpke,
ich finde dieses Forum sehr interessant, da wir uns auch mit der Problematik Hausschwamm auseinandersetzen müssen.
An einer Stelle ging der Hausschwamm von der befallenen Außenwand auf ein Unterteil der Anbauwand (Holz) über, also er klebte nicht "nur" an dem Mauerwerk, sondern auch an der Rückwand der Anbauwand. Bedeutet das nun, dass ich die gesamte Schrankwand entsorgen muss? Das befallene Schrankteil ist fast mittig von einer 5m Anbauwand.

Vielen Dank für Ihre Anwort und viele Grüße
Roswitha Gebhardt
Liebe Roswitha,
was da zu machen ist, kann ich aus der ferne schlecht empfehlen, ohne die besonderen Bedingungen Ihres Falles genau zu kennen.
Zunächst ist alles weitere abhängig, dass auch die Ursache des Befalls abgestellt wird und Trockenheit vorherrscht. Dann ist eine Weiterentwicklung des Pilzes nicht mehr möglich. Im Mauerwerk wird als Durchwuchsperre für den Zeitraum, bis das Mauerwerk ausreichend trocken ist, eine chemische Schwammsperrmittel eingebracht.
Bei der Schrankwand ist vermutlich der befallene Teil zu entsorgen. Der Schrank muß dann später von der Außenwand entkoppelt (mit Abstand hinter und unterlüftet) stehen. Es ist erforderlich, das die Wand auch hinter dem Schrank durch die Raumluft ausreichend erwärmt werden kann. Das scheint hier, wenn die Wand dicht verbaut war, vermutlich ein Teil der Befallsursache oder zumindest befallsfördernd gewesen zu sein. Die ist aber unter dem zuvor gemachten Vorbehalt der fehlenden Orskenntnis zu verstehen.
Viel Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

306. Dietrich Kolk
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Guten Tag, Herr Rüpke,

ich fand hier bis vier Milimeter große blassbraune, im Licht gelbe, gallertig-feste Pilz-Fruchtkörper mit glatter Oberfläche auf unbehandelten Lärchenholz-Terrassendielen im Dachgeschossbereich.

Foto: http://tinyurl.com/lbfhtb8

Die Unterkonstruktion stand leider einige Monate unbemerkt mehrere Zentimeter im Wasser, weil sich eine Abdeckfolie seitlich aufgerollt hatte (Tropenholz-Restholzklötze, darüber zwei Lagen unbehandelte glatte Lärchendielen, darauf die gerillten Terrassendielen mit 28 mm Dicke; waagerechte Konstrukion insgesamt 5m breit, längsverlegt). Der Abfluss ist jetzt wieder gesichert. Im Sommer werden die Dielen eigentlich knalltrocken (Südwestseite).

Jetzt sind an mehreren Stellen die besagten Pilze v. a. sichtbar in den Spalten zwischen den Dielen und auch an der Lärchenunterkonstruktion aufgetreten, aber nur diese eine Art. Die Ausbreitung scheint vor allem von den Längsseiten in Längsrichtung der Dielen zu erfolgen. Ins Kernholz scheint der Pilz nicht vorzudringen. Das befallene braunfaule Holz ist feucht so fest wie trockeneres Roggenbrot. Schätzungsweise ein Zehntel der sichtbaren Dielenkanten sind befallen. Es könnte auch sein, dass der Pilz mit den Brettern hierherkam, denn einige Dielen hatten eine raue, verwitterte Außenkante. Egal - fünf Jahre später wächst er jedenfalls gut.

Bei den beiden Terrassen aus waagerecht verlegten unbehandelten 48mm-Lärchendielen mit Rillung im Gartenbereich (NO und SW-Seite) haben lediglich zwei Dielen auf der Nordostseite denselben Pilzbefall.

Meine Frage: Kann ich den Bewuchs durch Imprägnierung der Dielen z. B. mit Hartöl verlangsamen, ohne die gesamte Konstruktion komplett zu verändern? Oder sollte ich die befallenen Dielen austauschen? Wenn zuviel MAterial fehlt, muss ich sowieso tauschen.

Viele Grüße,
Dietrich Kolk
Lieber Dietrich,
zu Ihrer Frage: Der Bewuchs wird sich durch Imprägnierung der Dielen z. B. mit Hartöl nur sehr kurz anhaltend verlangsamen. Sie müssten die Ursache des Schadens ins Auge fassen, eine für das Holz zu starke Wasserbelastung aus direkter Bewitterung, z.B. vermutlich schadträchtig das Unterholz auf Pappe gelagert und ohne das nötige 2% Gefälle verbaut. Die konstruktive Ausführung kann jedenfalls bei Ihrer Konstruktion dem Holz nicht den erforderlichen konstruktiven Schutz bieten, wie es die verbaute Holzart und auch die technischen Bauregeln verlangten. Der Pilzbefall ist das sichere Indiez dafür. Bei nur kurzer geplanter Standzeit der Konstruktion kann man dies mit Ausbesserungen über die Zeit retten.
Grundsätzlich würde man die Konstruktion nach den Zimmereregeln 02 "Terrassen/Balkone" herstellen, um eine längere Standzeit zu erreichen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

305. Tom Falkenberg
Sehr geehrte Herr Rüpke,
an der Innenwand einer Außenmauer meiner Garage ist ein Fruchtkörper aufgetreten. Wäre es möglich, dass ich Ihnen ein Bild zusende, damit Sie mir sagen könnten, ob es sich dabei um einen Hausschwamm handeln könnte? Ich habe so ein "Ding" noch nie in Natur gesehen und bin unsicher, was es ist.
Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie mir weiterhelfen würden.
Viele Grüße
T. Falkenberg
Lieber Tom,
nutzen Sie bitte dazu den Bestimmungsdienst, siehe link oben links.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

304. Jan
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

Ihre Seite ist wirklich toll! Sehr informativ!

Hier meine Fragestellung:

Ich überlege, mir eine Eigentumswohnung zu kaufen, von der ich weiß, dass eine nichttragende Wand von einem Schwamm befallen ist.

Wie kann ich sicher gehen, dass ich die Sanierungskosten realistisch abschätzen kann?
Kann ich mir sicher sein, den Schwamm loszusein, wenn ich die Wand entferne?
Im Radius von 1,5 Metern um den Befall, ist die Wand laut eines Gutachten zu fluten, dieser Bereich reicht logischerweise auch ins unten drunter liegende Geschoss und einen Stock höher, also in Nachbarwohnungen. Sind auch dort arbeiten nötig?
Lieber Jan,
das kann ich aus der Ferne beim besten Willen nicht beurteilen oder etwas belegtes dazu aussagen. Auf jeden Fall sollten Sie den Pilz zuerst und zunächst bestimmen lassen. Nur allein an einer Innenwand - das muß nicht immer Hausschwamms sein. Nutzen Sie den Link oben.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

303. Katharina Dahl
Sehr geehrter Herr Rüpke,

ich habe ein Haus geerbt, das laut Gutachten von Schwamm befallen ist. Leider kann ich die von diversen Sachverständigen geschätzten Sanierungsmittel nicht aufbringen und muss das Haus nun verkaufen. Ich würde gerne wenigstens einige Möbel und Bücher als Erinnerung mitnehmen, teilweise aber direkt aus den mit Schwamm befallenen Räumen. Gehe ich damit ein Risiko ein? Ist es ev. empfehlenswert, die Gegenstände in eine Wärmekammer zu bringen?

Mit freundlichen Grüßen und herzlichen Dank im Voraus,
Katharina Dahl
Liebe Katharina,
Schwamm gibt es ja viel, ich vermute mal, es ist der Echte Hausschwamm gemeint?
Der stirbt im trockenen Zustand sehr schnell ab, in einer Wärmekammer sofort.
Eine Infektionsgefahr besteht also in trockenen Gebäuden nicht.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

302. hendrich, christoph
Mail
Hallo,

ich habe Ihre Ausführungen über Schimmelbefall von Holzoberflächen gelesen. Ich habe Möbel und Fussboden die vermutlich von Schimmel befallen sind/waren. Entsprechend riechen Sie und der Schimmel und seine Stoffwechselprodukte sind auch nicht abgeschlossen. Was kann man tun, den Schimmel abzutöten bzw. eine Wiederbesiedlung zu verhindern und toxische oder allergene Substanzen unschädlich zu machen? (Das Gebäude ist mittlerweile saniert, wenn auch nicht beheizt. Jedenfalls ist es nicht mehr so feucht wie es war...)

Viele Grüße
Christoph Hendrich
Lieber Christoph,
Schimmel an sich wird entfernt, Sporen werden mit Hepafilter abgesaugt, abtöten kann man mit technischem Alkohol-70%, Wiederbefall ist nur bei ausreichender Trockenheit der Bauteile oder Güter auszuschließen.
Schimmelbefall wird ausgeschlossen (also bekämpft), indem man die nötige Trockenheit dauerhaft herstellt. Übrigens, die vielen an Schimmelbefall anbindende Geschäftsmodelle sind danach zu bewerten, ob die Feuchtequelle, die zur Schimmelbildung geführt hat, primär und dauerhaft beseitigt wird.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

301. diekmann jutta
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sehr geehrter herr riepe,

wir haben uns ein kleines haus gekauft, welches von unten bis oben extrem von holzwürmern und ich fürchte nach dem studium ihrer seiten auch hausschwamm befallen ist.

nun bin ich, sind mein mann und ich auf der suche nach einem sachverständigen, der uns bei der begutachtung und sanierung zur seite stehen soll.

wir wohnen im raum ostfriesland, krummhörn. wie finde ich einen solchen sachverständigen am besten. ich würde gerade auf dem gebiet ungerne auf einen scharlatan hereinfallen.

mit freundlichen grüßen

und herzlichen dank

jutta diekmann
Liebe Jutta,
dass Ostfriesland für seine Scharlatane bekannt ist, weiß ich aus eigener Anschauung. Ich schicke ein e-mail.
Gruß
Hans-Joachim Rüpke

 

300. Konstantin
Hallo Herr Rüpke,

ich habe meinen Keller nach Hausschammbefall (Brennholz auf Natur-Erd-boden, Feuchtigkeit durch Wände wg. defektem Känel) saniert:

Känel repariert, Wände abgedichtet mit Injektionsverfahren, Naturboden 40cm ausgebuddelt, 18cm Kies, 10 cm Beton (armiert), zuvor Wände durch Fachfirma ausgekrazt, Schwammsperrmittel (roch nach Chlor) und abflammen lassen. etc. etc.

Frage:
Im Nachbarraum war schon 10cm Betonplatte. Was ist wenn Mycelreste drunter sind? Die gingen sehr tief! Sterben die ab wenn Holz weg? Können Mycel (Stränge waren auch dabei!) auch im bloßen Mauerwerk überleben? Damals bei Befallsentdeckung sah ich auch Mycel in Mauerfugen auf 60 cm Höhe wo kein Holz war..... DANKE im Voraus!
Lieber Konstantin,
zu Ihrer Frage:
Bei einer Schwammbekämpfung werden, neben der Wiederherstellung der Trockenheit, grundsätzlich die Beseitigung der Ursache erhöhter Feuchte und Trocknung der Schadensbereiche und dem Entfernen von befallenen Materialien, Myzel und Fruchtkörpern samt befallener Holzbauteile, von Mycel be- oder durchwachsene Teile der Baukonstruktion chemisch mit Durchwuchssperren behandelt, wenn Holz verbaut ist. Auf den Einsatz vorbeugend wirksamer Holzschutzmittel und Schwammsperrmittel kann verzichtet werden, wenn im Befallsbereich sämtliche Hölzer entfernt und durch nicht befallbare Baustoffe oder Bauteile (Beton, Stahlbeton, Stahl) ersetzt werden, auch anderweitig kein Holz oder Holzwerkstoffe neu eingebaut werden und die geforderte Austrocknung der sanierten Bauteile nachhaltig sichergestellt ist.
Wird, wenn der der Pilz entfernt ist und die Bude wieder trocken ist, auf Holz verzichtet, bräuchte nichts an Giften in den Befallsbereich eingebracht werden. Wenn Holz=Nährstoff mehr da ist und auch keins mehr eingebaut wird, gibt es für den Pilz keine Nahrung mehr. Auch das unerreichbare Mycel im Mauerwerk wird ohne Nährstoff in Kürze absterben.
Also, nur wenn Nährstoff=Holz verbaut ist oder wird, ist das volle Programm chemische Schawmmbekämpfung angesagt.
Erdreich wird übrigens nie chemisch behandelt, das ist verboten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

299. Jürgen Wilking
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Guten Tag Herr Rüpke,
nachdem ich in ihren Forum schon einige Hinweise auf mein Problem erkannt habe, möchte ich Sie nun um Rat bitten.
Vor 13 Jahren haben wir ein kleines Vereinshaus errichtet,auf Streifenfundmente und in Holzbauweise. Jetzt müssen wir feststellen das die Balken des Holzfußboden durch Pilzbefall im Bereich der Aussenwänden stark befallen sind und die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Die Balken (160x100mm)liegen auf den Streifenfundamenten getrennt durch einen Bitumenstreifen. für die Belüftung unterhalb der Balken wurde gesorgt (ca.12cm Hohlraum). Die Aussenwände stehen auf einem Mauerwerk ab Oberkante Fussboden, sie sind isoliert und von innen mit einer Dampfsperre ausgestattet. Auf einer Konterlattung sind aussen und innen Vertäfelungen, aus Holz, angebracht worden. Beheizt wird nach Bedarf (1-2mal im Monat).
Meine Frage: Wie konnte es zu diesen Schaden kommen und was haben wir falsch gemacht?
Dankbare Grüße Jürgen Wilking
Lieber Jürgen,
solche baulichen Probleme kann man eigentlich nur vor Ort ergründen. Es wäre daher sinnvoll einen Fachmann (Architekt Bauingenieur etc.) vor Ort hinzuzuziehen.
Für eine Beurteilung in solchen Fällen, wo es um die Feststellung des oder der Baufehlers geht, muß man alle Zusammenänge im Detail kennen. Ich möchte hier keine Fernbdiagnose geben.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

298. Falk
Hallo Herr Rüpke,

wir haben einen Altbau erworben und beim Ausbau des Dachgeschosses Hausschwammbefall (Alter unbekannt) festgestellt. Die Sanierungsarbeiten sind derzeit im Gange. Es wurden alle befallenen Holzbauteile (Dielung, Unterdecken, Fehlboden, Balkenköpfe) mit dem in der DIN vorgeschriebenen Sicherheitsabstand rückgebaut. Putz abgeschlagen, Fugen ausgekratzt, Schwammsperrmittel durch Fachbetrieb aufgetragen. Die Feuchtequelle ist nicht mehr vorhanden (undichtes Dach).
Meine Frage zur weiteren Vorgehensweise: In der DIN steht, dass das neu einzubauende Holz mindestens kesseldruckimprägniert sein soll. So auch der Vorschlag der Bautenschutzfirma + Einbau von Borpatronen. Und dann vor dem Weiterbau warten, bis die Holzfeuchte auf unter 20% gesunken ist. Mein Zimmermann ist der Meinung, dass der Einbau von Holz, welches mit einer Borsalzlösung injiziert wird, genau den selben Effekt bewirkt. Für mich ist aufgrund des Umfanges der Sanierungsarbeiten auch der Preis entscheidend. Das kesseldruckimprägnierte Holz müßte extra bestellt werden für einen horrenden Preis und hat eine sehr lange Lieferzeit.
Kann ich hier mit ruhigem Gewissen von der DIN abweichen und dem Vorschlag des Zimmermanns folgen?

Danke im Voraus für eine ehrliche Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Falk
Lieber Falk,
da stimmt einiges nicht...
Das Bauschnittholz, was neu eingebaut wird, unterliegt den ganz normalen Anforderungen nach DIN 68800-1,2.
Hier im Gebäude wird dies die Gebrauchsklasse 0 sein. Da kann jedes trockene Bauschnittholz verbaut werden.
Chemische Behandlungen sind da nicht nötig. Allenfalls an Stellen, an denen man sich nicht sicher ist, ob man wirklich gut gearbeitet hat oder eine echte Gefahrenstelle besteht (z.B. ein Balkenauflager in Außenwand im Befallsbereich) kann die Gebrauchsklasse 2 gegeben sein, die eine lokale Vorbeugung mit Borpräperaten erforderlich machen kann.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

297. oliver schmidt
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tag herr Rüpke die bretter die mit braunem ausfall belagert sind kann ich die einfach absaugen und dann noch verarbeiten ?
und kann es ein normaler sauger sein ?

vielen dank olli schmidt
Absaugen: Staubsauger mit Feinstaubfilter, Hepafilter.
Verarbeiten: Nach Ihrer Entscheidung, nur wenn die Befallsbedingungen sicher ausgeschlossen werden können, d.h. andauernd trocken.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

296. oliver schmidt
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Guten tag herr rüpke ich habe in meinem lager einen holzstapel die untersten 5 schichten sind komplett zerstört ,die nachsten 5 schichten sind alle mit braunem ausfall belagert,kann ich den wegsaugen und die befallenen bretter im garten verbrennen

ich bins noch mal reicht es aus dort wo der holzstappel stand den schwamm wegzufegen oder chemisch zu behandeln .
die ursache des schwammes sind neben dem holzstapell gelagerte alte lehmsteine.mfg olli
Lieber Oliver,
mit der Ursache liegen Sie falsch - das sind nicht die Lehmsteine sondern die für den Befall ausreichende Wassermenge. Somit müssen primär alle möglichen Feuchtequellen beseitigt werden.
Was sonst noch zu machen ist, hängt von den Umbedingungen, also der Baukonstruktion ab. Die kenne ich nicht.
Allgemein wird dann immer das Regelverfahren nach DIN 68800 Teil 4 anzugeben sein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

295. Konstantin
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Hallo Herr Rüpke,
danke für die schnelle und klare Antwort. Die Ursache war ein Baufehler: Ich habe den Boden der Laube mit Holzdielen belegt, nicht genügend Kies drunter gemacht und dann haben Regenwürmer Erde an das Holz gebracht (Durch ihre Haufen). Dort wurde das Holz feucht und durch die Sporen des Hausbefalls (hab Schwamm-Holz im Garten verbrannt) konnte sich da Befall bilden. Werde das konstruktive Holz nun vom Boden entkoppeln, dann müsste es nach Ihren Angaben dann gewesen sein. Soll ich die Erde dann noch austauschen (in der Laube?)