Holzwurm-Forum
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2222. Camino 01.09.2010 19:04
Hallo,

ich habe "naturbelassenes" Holz beim Obi (Händler: www.doitwood.com) erstanden, aber als Schreinersohn kann ich nur sagen, dass da wahrscheinlich ein Bindemittel oder eine Impregnierung zumindest auf der Hobelseite ist. Was kann das sein? Es ist nichts ausgezeichnet, ausser einer PEFC Nummer.

Oder wird inzwischen mit Chemie getrocknet? Ich frag mich auch wie man den Geruch von getrocknetem Holz derart tilgen kann... Die Bretter riechen praktisch nach garnix.

Viele Grüsse,
Camino
Lieber Camino,
dazu kann ich nichts sagen, weil ich das Stück Holz nicht kenne. Es wird sicher technisch getrocknet sein und hat deshalb seine sonst ausdünstende und nur deshalb wahrnehmbaren Geruchsstoffe, z.B. die Terpene, verloren. Wenn Sie ein Brett durchsägen, solten Sie wieder etwas riechen können, es sei denn der Brettquerschnitt ist nur gering.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2221. Heidi 31.08.2010 13:11
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lieber Herr Rüpke, ist es grundsätzlich möglich, dass in einem Parkettboden
zwei verschiedene Schädlinge sind. z.B. gekämmter nagekäfer und splintholzkäfer.
Liebe Grüße
Heidi
Liebe Heidi,
wenn es ein feinporiges Laubholz mit Splintanteilen ist und die Infektion durch den Gekämmten Nagekäfer vor dem Verbau stattfinden konnte, warum nicht?
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2220. Conny 25.08.2010 11:31
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Hallo,

unser ziemlich großes Lowboard aus Shesham Holz ist anscheinend von einem Holzwurm befallen.
Wir haben oben auf der Abstellfläche wo auch der Fernseher steht Holzstaub Häufchen entdeckt. Wir haben das Möbelstück erst am Jahreswechsel gekauft. Wir haben auch noch andere Echtholz Möbel im Raum und nie ein Problem und jetzt natürlich Angst, dass diese auch noch befallen werden könnten. Wie sollen wir vorgehen? Wegen der Größe fällt ein starkes Erhitzen oder Erkalten aus. Wir wohnen in einer kleinen 2-Zimmer Wohung im 4. Stock, haben daher keinen Garten o.ä. wo wir Chemikalien anwenden könnten. Also irgendwie bin ich ratlos, werde jedenfalls mal beim Möbelhaus nachfragen ob die das Teil austauschen würden. Hat sonst wer eine Idee?

Danke und viele Grüße
Conny
Liebe Conny,
reklamieren Sie den Schaden und geben Sie das Stück im Möbelhaus zurück und verlangen Ersatz.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2219. Richard 23.08.2010 21:26
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Guten Abend,
habe mehrere Stapel mit länger abgelagerten Brettern (Apfel, Kirsch, Nussbaum, Ulme) für Möbelbau in einem gemauertem Raum mit Holztüren und nun plötzlich an ein paar Brettern am Rand Holzmehl entdeckt. Mein Bruder meint das sei ein Holzwurm.
Was kann ich jetzt tun, dass es nicht schlimmer wird?
Soll ich die Bretter im Freien lagern?
Vielen Dank im voraus für die Hilfe.
Danke.
Lieber Richard,
vermutlich ist es in dem Raum im Sommer viel zu feucht.
Eine Umlagerung allein nach draußen wird den Befall aber vermutlich nicht so schnell abklingen lassen. Vielleicht sollten Sie auch die Bretter um den Befallsbereich samt Sicherheitszone kürzen, wenn Sie sie nicht thermisch behandeln können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2218. Emil Jenne 23.08.2010 04:57
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Home
Hallo,

wir sind dabei, in der nächsten Woche einen Bauernhof mit Scheune zu erwerben.
In der Scheune sind die Bodenbretter mit exakt runden Wurmlöchern (ca. 4 mm Durchmasser) mit Holzmehlhäufchen übersäht. Hausbock ist es nicht. Die einfach und lose ausgelegten Bretter sind um die 100 Jahre alt. Das Scheunen-Gebälk ist ansonsten ohne Löcher und ohne Schädlingsbefall. Ein Zimmerer meint, man solle die Bretter lieber erneuren. Der bisherige Eigentümer meint, "nur mit Salzwasser spritzen", das sei billiger und reicht völlig aus, das würden die Bauern hier alle so machen. Jeder sagt was anderes. Auf dem Scheunendach soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Wir möchten kein Risiko eingehen, dass die Scheune mal aufgefressen wird. Was raten Sie? Heißluft (geht das bei inr Schune überhaupt?), Mittel sprühen (wenn ja, welches für Menschen ungiftige?) oder Bretter erneuern?

Der Verkäufer erwähnte nebenbei, im Wohnhaus sei ein Zimmer im ersten Stock, da sei auch ein wenig Wurmbefall im Boden. Es ist dort nur ein Zimmer, in dem der Teppichboden entfernt wurde und ein alter Linolium-Bodenbelag ohne Randleisten liegt. Hab mich schon gewundert, warum dort kein Rand ist. Kann dann auch was in anderen Zimmern sein, in denen der Boden nicht herausgerissn wurde?

Wie sollte ich da vorgehen?
Wie teuer kommt denn so ine Heißluftbehandlung im Schnitt?

Das Wohnhaus it 1967 gebaut worden, der Anbau 1984. Ist also kein Uralt-Fachwerkhaus, Bausubstanz überwiegend aus Stein gebaut.

Liebe Grüße
E. J.
Lieber E.J.
das wird erst die Feststellung des dort tätigen Insekten und seiner Aktivität erforderlich, da erst dann konkretes folgen kann.
Ich schicke Ihnen eine e-mail mit der Adresse eines Kollegen in Ihrer Nähe.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2217. Gerhard Tritschler 17.08.2010 10:05
Sehr geehrtes Herr Rüpke,
meine Frau und ich interessieren uns für ein altes Fachwerkhaus (Bj. ca. 1890)
Das Dach wurde vor 12 Jahren von außen neu gedeckt und neue Dachlatten angebracht. Von innen ist der ausgebaute Dachboden noch mit dem allerersten Holz ausgekleidet (mit abgeblättertem Lack und z.T. sichtbaren ehemaligen Wasserschäden). Bei der letzten Begehung wies uns der Verkäufer auf einen alten Hausbockschaden in einer Dachbodentür hin,- die wirklich sehr verfallen aussah. Nach seinen Angaben müsse man sich aber keine Sorgen machen, da der Hausbock nicht auf altes Holz gehe. Bei der neuen Dacheindeckung sei auch kein Holzbockschaden der alten Balken vorhanden gewesen.
Unsere Bedenken sind nun, dass der Hausbock evtl. doch auch im Dach zufinden ist, und die relativ "frischen" Dachlatten befallen hat.
Ist ein rein lokaler Schaden (Tür) ohne weiteren Befall der Umgebung (Dach) nach Ihrer Ansicht möglich?

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Mit freundlichem Gruß

Gerhard Tritschler
Lieber Gerhard Tritschler,
das kann ich so pauschal nicht beantworten. Das muß man vor Ort prüfen.
Ein Haubockbefall hat nicht die Eigenschaft "lokal" aufzutreten. Haubockbefall ist i.d.R. als verbreitet anzunehmen. Aber es kann unter bestimmten Gegebenheiten durchaus auch einen lokalen Befall geben.
Dachlatten soielen eigentlich keine große Rolle, da der Querschnitt sehr gering ist. Befallen werden eher große Querschnitte und auch Dielen samt Balken darunter. Dagegen ist das alte Holz tatsächlich weniger von einer Eiablage betroffen. Frisches wird immer bevorzugt.
Also, genau untersuchen (lassen).
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2216. Hans-Joachim Paschke 16.08.2010 17:09
Mail
Hallo Forum.
Bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen.
Ich bin Baukirchmeister der Ev.Schloßkirche in Meisenheim am Glan / Rheinland-Pfalz.
Wir haben bei uns, in der historischen Schloßkirche einen Holzschaden, von dem niemand so richtig weis, was es ist,
Fachleute? waren schon bei uns vor Ort und haben sich die Sache angesehen.
Es wurden auch Laboruntersuchungen durchgeführt, mit dem Ergebniss, es sind Ausblühungen von Lindan. Das Holz unseres Dachstuhles ist während des 2. Weltkrieges, zur Verminderung der Brandgefahr, mit Lindan gestrichen worden.
Nach allem was ich über Ausblühungen von Lindan gelesen habe, kann ich das nicht glauben. Ausblühungen von Lindan sind kristallin, fest und überall am Holz, bei uns sind sie hauptsächlich an der Unterseite des Holzes, weich -faserig-haarig- gelblich. An Eichenholz weniger , an Weichhölzer mehr.
Die Fachleute sagen keine gro0e Gefahr, aber der Dachstuhl ist gesperrt, betreten nur mit Atemschutz, sehr beruhigend!!http://gaestebuch.databoxes.net/smilies/cry1.gif
Mit Erschrecken habe ich dieser Tage festgestellt, das sich das Schadensbild immer weiter ausbreitet, was nun, wer kennt sich aus, wo sind Spezialisten?
Das Holz unseres Dachstuhles ist im Jahre des Herrn 1479 geschlagen worden, es wäre schade, wenn wir unseren Dachstuhl nicht retten könnten. Einamlige Konstruktion, in Ausführung des liegenden Stuhles, absolut erhaltenswert.

Es grüßt Euch Hans-Joachim Paschke
Hans-Joachim Paschke,
die seinerzeit überall vorgenommene Flammschutzanstriche gemäß der Verordnung zum Luftschutz 1942 haben sicher nichts mit dem (viellicht auch noch vorhandenen) Auftrag von Lindan zu tun. Linden wurde hauptsächlich nach 1945 bis in die 1980 er Jahre als Holzschutzmittel gegen Insekten eingesetzt. Die feinen kristallinen Ablagerungen von Lindanholzschutzmitteln sind i.d.R. im hellen Licht der Taschenlampe zu erkennen.
Die Flammschutzanstriche sind meist milchig weiß und haben i.d.R. keinen deutlich erkennbaren kristalinen Belag. Beides könnte nun über einander liegen.
Weiches faserig-haarig-gelbliches Holz kann andere Ursachen haben; a) chemische Holzzerstörung = Mazeration, meist durch Sulfate aus der Dechdeckung oder es kann auch eine Weißfäule sein, wenn dort ein Pilzbefall durch Weißfäuleerereger nach Wasserzutritt vorgelegen hat.
Da Sie eine Laboruntersuchung schon gemacht haben, wäre zu fragen, ob diese Überlegungen dabei bedacht wurden.
Sonst schicken Sie doch eine Holzprobe her, da kann ich das untersuchen.
Die Kosten, Mazeration bzw. Weißfäule auszuschließen, lägen bei pauschal 80 Euro in der Ausführung "kurz ud bündig".
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2215. Heike 04.08.2010 12:54
Sehr geehrter Herr Rüpke

Ich hatte letztes Jahr schonmal angefragt, da ich in meinem aus Indien stammenden SheshamHolz-Tisch Löcher gefunden hatte. Der Tisch wurde inzwischen ausgetauscht. Leider weiss ich nun nicht, ob die verantwortlichen Insekten eventuell in andere Möbel abgewandert sind. Da ich damals keine Käfer gefunden habe, konnte die Insektenart auch nicht bestimmt werden. Das Möbelhaus hat leider den Tisch auch nicht untersuchen lassen (und ich konnte schlecht ein Stück heraussägen). Jetzt habe ich vor kurzer Zeit Käfer gefunden. Einen habe ich im Flug erwischt (deswegen auch deformiert), einen tot aufgefunden. Können sie anhand der Fotos erkennen ob es sich überhaupt um holzschädigende Insekten handelt? Falls ich sie einschicken würde, können sie auch bei dem etwas zerquetschten Käfer noch die Art bestimmen? Und kann ich auch beide Käfer einschicken, da ich nicht weiss ob es die gleiche Art ist oder kostet dass dann den doppelten Preis?
Löcher in anderen Möbeln habe ich noch nicht gefunden, da ich aber befürchte den Splintholzkäfer eingeschlept zu haben, möchte ich auf Nummer sicher gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Heike

[img]http://www.qpic.ws/images/m4518293.jpg[/img]
[img]http://www.qpic.ws/images/gKV19022.jpg[/img]
[img]http://www.qpic.ws/images/TGx19086.jpg[/img]
Liebe Heike,
natürlich können Sie alle einschicken. Es sind bestimmt alle von der gleichen Art. Es kostet nur einmal.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2214. Kerstin 31.07.2010 21:26
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Erstmal danke für dieses Forum...
Wir haben gerade unseren Keller aufgeräumt und bei der Gelegenheit festgestellt, dass dort die meisten Holzmöbel, Bretter etc. 1-2 mm große Löcher, Holzmehl etc. aufwiesen. Ein Schrank war quasi "aufgelöst". Das Meiste haben wir entsorgt. Trotzdem frage ich mich nun, wie groß die Gefahr ist, dass wir irgendwas aus dem Keller in die Wohnung tragen (u.a. Regalbretter, die keine Löcher aufweisen oder Kartons etc.) und sich die Tiere dann in unser Parkett oder Holzmöbel einnisten könnten. Wie sorgsam sollte man da sein? Alle Pappe und alles Holz entsorgen oder kann man die scheinbar nicht oder nur mit einem Loch befallenen Sachen noch nutzen? 1000 Dank für die Antwort
Liebe Kerstin,
wenn tatsächlich nicht befallen, warum sollten Sie es nicht nutzen können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2213. Derek Gimpel 30.07.2010 13:22
Mail
Liebe Frau Neumann, lieber Herr Rüpke.

Ganz vielen herzlichen Dank, für die vielen Informationen. Man liest sich in Ihren gut gestalteten Seiten förmlich fest. So hat man nicht das Gefühl, das die Problematik der Holzsanierung zu einem Geheimwissen mit entsprechender Krämerei wird sondern eine transparente, klar und erklärbare Angelegenheit wird. Ich reiße mich dennoch los und möchte Ihnen mein Schadensbild beschreiben und habe dazu auch ein paar Photos angefügt.

Schäden habe ich bis jetzt nur an alten Fußbodendielen und Türschwellen vorgefunden. Vor ca.5 Jahren sind wir in das Haus eingezogen, haben Dielen abgeschliffen und geölt.
Das Haus hatte Schwamm im Keller. Vor unserm Einzug wurde die Ursache beseitigt und eine Sanierung (Mauerwerkstränkung mit Salzen durchgeführt) Sämtliche Dielen befinden sich (jetzt) in zentralgeheizten Räumen (1Raum ist im EG und liegt über dem ungedämmten Keller). Die Dielen sind durch Schwund auseinandergezogen, zum Teil ist ein breiter Spalt zwischen Nut und. Tiere habe ich nicht fotografieren können (ich hatte erst gesaugt und dann die Fraßspuren entdeckt). Die Fraßspuren finden an verschieden Stellen über mehrer Räume verteilt, also keine Konzentration auf Außenwände etc. Die meisten der sehr alten Dielen waren unter mehreren Lagen Teppich verborgen. Das Haus ist über 100 Jahre alt. Die Dielen sind nicht nach 1930 eingebaut worden. Ich habe vor Kurzem eine erneute Ausdehnung des Fraßbildes auf unseren Dielen entdeckt, das macht mir nun Sorgen. Diese Fraßspuren haben sich erst vor kurzer Zeit gebildet. (Kot- oder Sägemehlkrümel konnten noch abgesaugt werden (auf den Bildern heller, die älteren Fraßgänge sind schon durch das Ölen der Dielen dunkler). Die Dielen werden ab und zu feucht gewischt (ca.1x im Monat).

/Users/derekgimpel/Desktop/fraßschäden/OG Breite Fraßgänge 2.jpg
/Users/derekgimpel/Desktop/fraßschäden/OG Breite Fraßgänge 1.jpg
/Users/derekgimpel/Desktop/fraßschäden/Kl. Löcher 2 EG Verteilung.jpg
/Users/derekgimpel/Desktop/fraßschäden/Kl. Löcher 1 EG.jpg

• Zu den kleineren Löchern, bei denen es sich wohl um den gemeinen Nagekäfer und seinen Freunden. Was ich bisher nicht auf Abbildungen finden konnte sind die großen breiten Fraßgänge ø10mm und mehr, ist das ein Hausbock oder Scheibenbock?
• Warum sehe ich so viele Fraßgänge an der Oberfläche, bei den Schadensbildern habe ich selten Vergleichbares gefunden?
• Letztendlich ist es doch egal welcher Käfer sich an unsere Dielen und evtl. Balken heranmacht, oder? bekämpft werden muss er doch auf jeden Fall werden.
• Meine Frage ist ob bei dem Alter der Dielen die Populationen der Käfer noch aus der Zeit vor der Sanierung stammen und nach Verpuppung die Wohnung wieder verlassen? Löst sich so ein Problem auch von alleine? (An neu verbauten Dielen und anderem Holz habe ich bis jetzt noch keine Schäden feststellen können).
• Ist nebelfeuchtes Wischen ein Fehler gewesen?
• Kann ich erstmal wie ich es vor hatte die Dielen Ölen und soll man die Spalten zwischen den Balken verschließen und die Fraßgänge mit Holzkitt ausfüllen um ein schöneres optisches Bild zu erhalten. Oder soll besser damit nach einer evtl. Sanierung warten.
Vor Allem aber- Was mache ich als Nächstes?



Mit besten Grüßen aus Berlin
Lieber derek,
zu Ihren Fragen:
Zu den kleineren Löchern, bei denen es sich wohl um den gemeinen Nagekäfer und seinen Freunden. Was ich bisher nicht auf Abbildungen finden konnte sind die großen breiten Fraßgänge ø10mm und mehr, ist das ein Hausbock oder Scheibenbock?
- Kann ich am Bild allein nicht sehen, kann ein Hausbock gewesen sein.
Warum sehe ich so viele Fraßgänge an der Oberfläche, bei den Schadensbildern habe ich selten Vergleichbares gefunden?
- Weil ein dichter Belag darauf gelegen hat.
Letztendlich ist es doch egal, welcher Käfer sich an unsere Dielen und evtl. Balken heranmacht, oder? bekämpft werden muss er doch auf jeden Fall werden.
- nein das ist nicht egal, zudem erfolgt eine Bekämpfung nur dann, wenn ein Lebendbefall vorliegt. Sonst wäre das ja eine sinnlose Sache, zudem unzulässig.
Meine Frage ist, ob bei dem Alter der Dielen die Populationen der Käfer noch aus der Zeit vor der Sanierung stammen und nach Verpuppung die Wohnung wieder verlassen?
- Das kann ich aus der Ferne nicht ergründen. Die Befallsursache muß festgestellt werden, z.B. (zu) hohe Holzfeuchte durch Tauwasseranfall.
Löst sich so ein Problem auch von alleine? (An neu verbauten Dielen und anderem Holz habe ich bis jetzt noch keine Schäden feststellen können).
- Ja sehr oft. Immer dann, wenn z.B. der Belag wegkommt oder allgemein der Tauwsaseranfall gemindert wird.
Ist nebelfeuchtes Wischen ein Fehler gewesen?
- Nein, das wäre sehr unwahrscheinlich.
Kann ich erstmal, wie ich es vor hatte, die Dielen Ölen und soll man die Spalten zwischen den Balken verschließen und die Fraßgänge mit Holzkitt
ausfüllen um ein schöneres optisches Bild zu erhalten. Oder soll besser damit nach einer evtl. Sanierung warten.
- Was Sie optisch machen, bleibt Ihnen überlassen. Die Holzoberfläche sollte nur für Waserdampf durchlässig sein.
Vor Allem aber- Was mache ich als Nächstes?
- Das was Ihnen am liebsten ist..
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2212. Anja 28.07.2010 18:35
Mail
Hallo,

wir haben eine ganz tolles Stück Holz mit Rinde zur Deko geschenkt bekommen. Es lag schon länger im Wald rum und ist ca 1,80 m lang( passt also in keinen Kühlschrank). Unsere Sorge ist nun, dass wir Ungeziefer einschleppen, wenn wir das Stück "verbasteln". Können wir das Holz irgendwie " behandeln" ? Es soll ja optisch so bleiben, wie es ist.
LG Anja
Liebe Anja,
eifach im Backofen erhitzen oder lange genug trocknen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2211. Cathi 28.07.2010 13:36
Mail
Sehr geehrter Herr Rüpke,

In unserem Haus haben wir vor genau 2 Jahren den Wohn- und Schlafbereich umgebaut und komplett neu eingerichtet. Alle Wände und Decken sind verputzt, der Boden besteht aus geölten Eichedielen.
Beim Staubsaugen habe ich nun in einigen Dielen mehrere ca. 1mm große Holzwurmlöcher entdeckt. Mir sind bisher weder Käfer noch Holzmehl aufgefallen.
Die 15 jahre alten Buche-Türen sind nirgends befallen, ebensowenig das alte Klavier und der neue Klavierhocker. Auch eine neu angefertigte massive Fenster-Sitzbank aus Eiche weist keine Löcher auf. Brennholz wird nebenan im gefliesten Flur in einer "behandelten" Truhenbank aufbewahrt und von dort gefeuert. Der benachbarte Bambusboden in der Küche weist keine Löcher auf.
Kann der Hund Holzschädlinge einschleppen?
Der Boden wird 1x wöchentlich mit einem Seife-Leinöl-Gemisch feucht gewischt und mindestens alle 2 Tage gesaugt, wegen der Hundehaare.
Was nun?

LG von Cathi
liebe Cathi,
ich würde erst einmal abwarten und weiter beobachten. Dazu ist es nötig, die Löcher zu markieren. um neue und den Zeitpunkt ihres Entstehens feststellen zu können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2210. Markus Becker 19.07.2010 14:51
Mail
Hallo,

ich habe Schilfrohrmatten aus den es regelrecht tickt wie in einem Uhrmachergeschäft. Ich habe gegoogelt und es sieht ganz nach den Nagekäfern aus.

Meine Frage: Wie kann man die "entfernen"? Am besten wäre die Heißlustmethode, aber wer kann dafür in Frage kommen. Bereich Taunus und was kostet das?

Beste Grüße
Markus
Lieber Markus,
da müssen Sie sich vor Ort umsehen. Die dortigen Ambieter können Ihnen dann ein Angebot machen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2209. M.Radek 18.07.2010 01:43
Mail
Hallo

hab noch ein Nachtrag: wohne seit 3 Jahren in dieser Wohnung, Haus ist ca. 30 Jahre alt. Käfer sind erst seit diesem Jahr das 1.Mal im Dachfenster bzw. Schlafzimmer aufgetaucht. Die Hausverwaltung werde ich nun unverzüglich informieren. Meine Frage noch: falls inzwischen Eier in den Kommoden abgelegt worden sind - kann ich noch eventuell intervenieren um eine Larvenentwicklung im Keim zu ersticken?,

Gruß, Marion
Lieber M.
die Eiablage und das Einfressen der Eilarven ginge relativ schnell. Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass die Kommode im Wohnraum als Eiablage dienen wird. Die Entwicklungchancen sind dort zu ungünstig. Sie können alles sehen und kontrollieren und gegebenenfalls können Sie eingreifen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2208. M.Radek 18.07.2010 01:29
Mail
Hallo Forum,

im Mai habe ich das 1.Mal seit 3 Jahren einen Holzbockkäfer am Holz-Dachfenster entdeckt, letztens saßen aufeinmal 10 Stück im Fensterrahmen. Inzwischen kriechen sie schon durch die Wohnung. Ich habe 3 unbehandelte also Natur- Kieferholzkommoden wo ich heut auch einen drauf sitzen sah. Wohl auf der Suche nach Eiablageplätzen. Meine Frage wißt ihr ob diese Kieferkommoden (2 total unbehandelt 2 Jahre alt und eine war geölt -hat allerdings eben wie Holz ist schon Risse und kleine Löcher von Struktur her, 10 Jahre alt) als Eiablageplatz dienen können oder muß ich nichts befürchten. Danke für Eure Antworten.

2207. sideson 16.07.2010 11:53
Mail
Hallo Forum,

holzbalkon (ca 20/25 jahre alt) befallen mit ?.
man sieht deutlich wie sägemehl aus den ritzen gedrückt wird.
auch ist das holz so nicht in einem besonderen zustand und z.T. morsch
wo die bodenbretter auf den lagerbalken aufliegen.
ein clip ist bei youtube hochgeladen.
http://www.youtube.com/profile?user=sideson#p/u/0/WzjxfdhQQU4

ist noch was zu retten - was kann man tun?
oder hilft nur abreissen?

so siehts unterhalb aus:



viele grüße.
Liebe(r) sideson,
es sind wojl hier gleich mehrere Holzzerstörende Organismen am Werke, wenn man den Filmlink mit betrachtet.
Der, den Sie dort in Aktion gefilmt haben, ist vermutlich nur ein Holzbewohner - nicht Zerstörer.
An Bildern kann man aber nichts sicher bestimmen. Dazu ist die Untersuchnung
an einem Schadstück nötig.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2206. yvonne wendeler 15.07.2010 13:01
Mail
Hallo,

letztens hat mein Mann bei einem Kollegen Holz für unseren Kamin abgeholt und es in der Garage untergestellt! Das Holz ist noch relativ feucht gewesen!Also zumindest nicht ganz trocken!

Als wir vor einigen Tagen in die Garage gegangen sind,lagen haufenweise tote kleine viecher auf dem Boden und bei genauem hinhören,knisterte es in den ganzen Holz stücken!Mein Mann googelte danach und meinte das es dich um die Sorte:"Totenuhren"handelt!

Das einzige was man da machen könnte,wäre wohl auf 60 Grad aufheizen,damit die Viecher draufgehen!Aber wie soll man eine Garage "mal eben" auf 60 Grad aufheizen??

Gibt es noch andere Methoden?Über Antworten wäre ich dankbar!

Gruß,Yvi
Liebe Yvi,
das ist ein völlig natürlicher Vorgang
und ist kein Anlaß zu Sorge.
Das regelt sich von allein.
Lagern Sie in Zukunft das Brennholz draußen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2205. Michael aus Hamburg 14.07.2010 15:49
Mail
Hallo,

habe folgendes Problem festgestellt:

Habe vor 3 Jahren von Privat Eichenbalken geschenkt bekommen die ich kleinsägte zu Kaminholz. Dabei sind damals ein paar Larven wohl von irgendeinem Holzwurm (?) rausgefallen. Habe am Holz aber sonst nichts auffälliges festgestellt. Na ja, habe dann dieses Holz mit anderem von Fichte, Birke, Linde, Pappel zum Trocknen an der Hauswand gestapelt. Einiges welches trocken war habe ich in einen Korb im Haus neben dem Kamin gelegt.

Im Frühjahr habe ich dann zum ersten Mal einige rot-braune Käfer an meinem Fenster bemerkt die nach draußen wollten. Habe die erst mal alle gekillt, an Holzwurmkäfer dachte ich noch gar nicht. Erst als im Herbst dann die Kaminsaison begann bemerkte ich die kleinen Löcher am Kaminholz.

Nun ist jedoch in meinem Garten ein reger Flugverkehr dieser rot-braunen (die Weibchen ?)und auch nur schwarzen Käfer (die Männchen ?)zu bemerken die immer wieder meinen Kaminholzstapel anfliegen, wohl um dort weitere Eier abzulegen. Ich habe von denen bestimmt schon so an die 10 Stück erschlagen können, aber es sind bestimmt unzälige mehr.

Nur was mache ich jetzt? Alles Holz so schnell wie möglich verbrennen bevor das nächste Jahr (Frühling) kommt und die Nachbrut zerstört wird? Wo bleiben die Eltern ab, überwintern die irgendwo oder sterben die nach der Eiablage? Holz mit kleinen und größeren Löchern habe ich jedenfalls noch genug, werde aber versuchen diese bevorzugt schnellsten zu verbrennen...

Bitte um kurzfristige Rückmeldung wenn möglich !
Lieber Michael aus Hamburg
ein natürlicher Vorgang, der jetzt überall zu beobachten ist. Das ist in jedem Brennholz (sprich: Totholz) so.
Dem verbauten Holz macht es nichts aus.
Also, Sie brauchen keine Sorge zu haben und müssen zudem auch gar nichts machen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2204. Andreas 11.07.2010 16:40
Mail
Hallo,

wir bewohnen zur Zeit ein Haus, bei dem wir gestern im Dachstuhl Schädlingsbefall (Nagegeräusche, Mehl, Löcher) festgestellt haben. Da wir in den nächsten Tagen in unser soeben gekauftes 33 Jahre altes Haus umziehen, haben wir die Sorge, die Schädlinge mitzunehmen. Auf dem Dachboden sind einige Kartons und Koffer gelagert, die auch in unserem neuen Zuhause auf dem Dachboden gelagert werden sollen.
Müssen wir Vorsorge treffen?

Gruß A.H.
Liege(r) A.H.,
die Sorgen sollten Sie sich nicht machen.
Ich schätze die Möglichkeit als sehr, sehr gering ein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2203. Barbara Stitzel 10.07.2010 16:22
Mail
Guten Tag

sehr interessant Ihre Infos.
Ich suche einen Sachverständigen zur Beurteilung eines 300 Jahre alten, teilrenovierten Bauernhofes zur Beurteilung des Schädlingsbefalls des Holzes. Haben Sie einen Tip für mich? Meine PLZ ist 88167, Westallgäu.

Vielen Dank Barbara Stitzel

2202. Alexandra 10.07.2010 10:36
Mail
Hallo

Ich habe erst letztes Jahr ein etwa 100Jahre alts Fachwerkhaus gekauft.
Im Bereich EG wird der Keller mit einer Spanplatte als Wand abgetrennt und da sind mir jetzt vermehrt Löcher aufgefallen. Neuerdings schlüpfen da jetzt lauter kleine Käfer raus, die auch bedingt fliegen können.....zumindest breiten sie ihre Flügel aus wenn mann sie stört!
Nun begleitet mich natürlich die große Angst des Holzwurmbefalls und anhand Bildern aus dem Netz sieht es nach diesem Vieh aus!
Was kann ich tun und wie schnell verbreitet sich diese Käferart???
Müsste ich jetzt theoretisch alle Decken und Wände aufmachen um nach diesem Schädling zu suchen oder geht er nur an freiliegendes Holz???

Habe vorsorglich diese Wand jetzt seit 3 Tagen regelmäßig mit Insektenvernichter eingesprüht und sauge täglich zig Käfer tot auf!

Vielen Dank vorab für ihre Antwort!

Gruß, Alexandra
Liebe Alexandra,
was für eine Käferart ist es denn genau?
Damat man etwas konkretes sagen kann, wäre eine Artbestimmung die Voraussetzung.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2201. cornelia 08.07.2010 11:54
Mail
Hallo


Bauernhaus ist 50Jahre alt. Vor 7Jahren Dachboden ausgebaut.Seit 2Monaten kann ich dort aufgrund von starken Geräuschen im Holzbalken nicht mehr schlafen.Der Balken an der Dachschräge steht frei im Raum und wurde damals schwarz lasiert. Löcher,ca.30, 4-7mm groß. Jetzt schon 2mm Loch in der Rigipswand zum Dach hin gesehen.Der Schädling ist immer aktiv und laut. Kot konnte ich nicht finden. Man will mir zwei solcher Balken mit Borsalz behandeln.Für 500Euro. Oder nur das Mittel für 180Euro.Was soll ich tun? Wir sind eine junge Fam. und wollen uns nicht übers Ohr hauen lassen.
MfG
Liebe Cornelia,
es ist vielleicht gar nicht sicher, ob so eine lokale Maßnahme allein helfen wird.
Nur wenn es ein noch junger Befall ist kann es möglich sein.
Zu dem Angebot kann ich wenig sagen. Es ist ja zunächst nur ein Anbieter.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2200. Bastian 06.07.2010 17:06
Mail
Hallo Leute habe ein altes fachwerkhaus mit dielenboden. Habe den heute abgeschliffen und mir ist aufgefallen das an einigen dielen öberflächlich der holzwurm gebort hat wie kann ich diese stellen reparien???
Lieber Bastian,
man kann es mit "geeigneten Materialien" auffüllen, wenn noch genug Substanz da ist.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

2199. Thomas 20.06.2010 12:53
Mail
Und zum allerletzten Mal :-)

Der befürchtete Ansturm in der Nacht blieb aus.
ABER: Ich muss leider meine Vermutung nochmal revidieren und komme zum Schluss, dass es entweder ein Reis- oder Kornkäfer ist.
Warum? Nun ich habe nun bestimmt hunderte Bilder verglichen und Fotos von "meinen" gemacht. Dabei ist mir beim Vergrößern ein Rüssel aufgefallen, den die Holzwürmer meiner Meinung nach nicht haben.
Dann habe ich das haus durchsucht und bin praktisch überall dort fündig geworden, wo zeitweise Fenster auf "Kipp" stehen. (Wäscheraum)
Auch in meinem Keller, wo ich den Kratzbaum gebaut habe stehen Fenster teilweise auf "Kipp". In meiner Wohung auch (mit Fliegengitter)
Nun habe ich alle offenen Lebensmittel entsorgt, bin aber nicht auf aktiven Befall gestoßen. Ein paar Löffelkekse sahen aber seltsam aus. (Fraßspuren, wie ekelhaft)
Die Tatsache, dass auch außerhalb meines eigenen Bereichs die Tiere vorzufinden sind (tot), hat mich vorerst beruhigt. -> Nicht nur ich habe hier ein "Problem".
Könnte es sein, dass die ca. 100m Luftlinie entfernte riesige Getreidemühle ein größeres Problem hat? Dort sind riesige Getreidesilos und wahrscheinlich genügend Futter für allerlei Schädlinge.
Ich mache nachher einen Spaziergang und sperre die Augen mal ganz genau auf.
Meine Lösung vorerst. -> Fenster zu und täglich saugen.
Meine Güte, kann so ein Thema Zeitaufwendig werden :-)
Thomas
Lieber Thomas,
es gibt auch eine Menge Arten von Rüsselkäfern...
Viele Grüße
hans-Joachim Rüpke

 

2198. Thomas 19.06.2010 22:34
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Aller guten Dinge sind 3 :-)

Mich lässt das Thema nicht los.
Ich revidiere meine letzte Meinung bleibe bei den zuerst genannten "gemeinen Holzwurm".
Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte bei dem Kratzbaum im Wohnzimmer durch die Trocknung des Holzes (Nadelholz müsste es sein) nichts zu befürchten sein. Langsam legt sich meine Panik, die mich den ganzen Tag begleitet hat. Bin mal gespannt, ob ich morgen früh wieder überall die Viecher finde. Irgendwie fühle ich mich schon unwohl :-/
Grüße,
Thomas

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