Holzwurm-Forum
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1338. Joachim Dettenberg
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Hallo.

Ich habe heute in meinem Haus an der Wand eines Wohnraumes ein 2mm grosses Loch entdeckt, am Boden ein ziemlich großer Haufen "Sägemehl", überwiegend schwarz/dunkelbraun mit ein paar helleren Teilchen dabei. Im Raum/ im Haufen kein Insekt zu sehen.
Die Wand besteht von innen nach außen aus= Gipsputz, ca. 24cm Bimsstein, 14cm Wärmedämmsystem. Erstellt 2005. Von außen ist an der Wand nichts zu sehen. Meines Wissens nach sollte in dieser Wand kein Balken mehr verbaut sein, an Hand des "Sägemehls" sieht das allerdings anders aus.
Was für ein Holzinsekt kann sich denn bitte durch Putz fressen bzw. überhaupt in so zugebautem Zustand überleben?

Im Voraus schon einmal vielen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Dettenberg.

1337. Jan B
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Hallo,

ich frage mich, wie oder ob man feststellen kann, dass Holz mit giftigen Stoffen imprägniert wurde. Offensichtlich ist es durch die evtl. grüne Farbe. In meinem Fall ist das Holz jedoch grau. Ein anderes sieht neu und unbehandelt aus. Gibt es Tests, um Behandlungen festzustellen?

Beste Grüsse
Jan
Nein, einen wirtschaftlichen, so genannten Schnelltest gibt es (leider) nicht. Dazu sind es zu viele mögliche Stoffe. So kann man nur analysieren, was gesucht werden soll. Also die Labore freuen sich...

Die Farbe ist nur eine Kontrollfarbe, sie ist kein Beleg für verwendete Giftstoffe. Es gibt Holz, das nur gefärbt ist, ohne Wirkstoffe, z.B. aus Betrug. Oder, die Wirkstoffe, meist nur im oberen Millimeter Holz, sind durch Regen ausgewaschen oder verflüchtigt. Die Farbe bleibt am längsten.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1336. Kartseva Anna
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Hallo zusammen,

ich habe mir eine Vitriene aus Sheeshamholz gekauft und jetzt leider festgestellt, dass sich da ein Holzwurd durchfrisst und mir diese Vitriene zerstört. In Fachmarkt habe ich mir ein Holzwurm Ex Mittel gekauf und damit 2x die Vitriene eingepinselt, leider kein Erfolg. Was können sie mir empfehlen? Danke vorab!
Hallo Anna,
na, Sie haben doch eine Mangelhaftung (2 Jahre Garantie). Geben Sie sie zurück und lassen Sie sich Ihr Geld wiedergeben oder eine Vitrine ohne Würmer.
Sinnvoll ist es als erstes ,das Möbel in Quarantäne zu stellen, damit sich die Käfer nicht weiter verbreiten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1335. Anne
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Sehr geehrter Rüpke,

wir haben vor kurzem ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen erworben. Nun mussten wir feststellen, dass die Scheune von Holzwürmern befallen ist. Nicht sehr viel, aber trotzdem will man diese Dinger ja los haben. Mit Xyladecor habe ich das Problem wohl weitgehend in den Griff bekommen. Allerdings finde ich doch ab und zu noch ein Löchlein mit frischem Fraßmehl. Und außerdem erscheint es mir utopisch alle Holzwürmer so zu finden/bekämpfen. Schließlich kann ich das Mittel ja nicht großflächig anwenden.
Eine Thermobehandlung/Vergasung kommt finanziell nicht in Frage. Aber ich habe gelesen, dass z. B. bestimmte Schlupfwespen natürliche Feinde der Larven sind, oder dass es auch Pheromonfallen gibt. Allerdings konnte ich weder das eine noch das andere irgendwo zum Kauf finden. Hätten Sie mir evtl. Tipps, wo diese angeboten werden bzw. könnten Sie mir Alternativen nennen? Oder kann ich dafür auch Schlupfwespen verwenden, die zur Lebensmittelmottenbekämpfung verwendet werden, benutzen. So wurde mir nämlich von einem Anbieter auf meine Anfrage hin empfohlen. Aber da bin ich skeptisch, da ich sie nirgends als natürlichen Feind des Holzwurmes aufgelistet fand.

schon einmal Danke und viele Grüße,
Anne
Liebe Anne,
Sie sind skeptisch und das zu Recht. Die Schlupfwespe ist untauglich für die Bekämpfung vom Gemeinen Nagekäfer, Anobium punctatum.
Der natürliche Feind ist überwiegend der Blaue Fellkäfer. Leider sägt der einer armen Hausbesitzern wegen, sich nicht den Ast ab, auf dem er sitzt. Opfer und Räuber leben in einem zyklischen Gleichgewicht.Oft ist der Weg die Holzfeuchte (im Wertmittel) zu mindern, viel einfacher und erfolgreicher.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1334. Daniela
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Hallo,

hatte diesen Tisch
aus Teakholz/Massivholz längere Zeit auf dem Dachboden stehen. Hab den Tisch einen Bekannten abgekauft, ist noch nicht allzu alt. Hatte es jetzt aber mal mit in das Erdgeschoss genommen, da ich umräumen wollte. Dabei sind geringe Verfärbungen und so ein feuchter Holzgeruch aufgefallen. Auch kleine Unebenheiten, die ich aber auch nicht recht identifizieren kann. Sind das schon Holzwürmer oder kann der Geruch auch vom Dachboden kommen? Und wie erkenne ich, ob noch Larven im Holz sind? Kenne mich mit sowas nicht so aus, gibt es dann da Bekämpfungsmittel und muss ich noch aktiv werden, wenn der Tisch dann im Raum steht?
Larven sterben in Wohnräumen ja eigentlich recht schnell ab, oder? und wie bekomme ich dann die Löcher wieder zu?
Liebe Daniela, das ist ein Fall für den Möbeltischler...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1333. Johannes K.
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

ich hoffe, dass Sie möglicherweise zur Aufklärung unseres "Abenteuers" beitragen können.

Heute am Nachmittag entdeckte ich in unserem Esstisch ein Loch, das morgens noch nicht dort gewesen war. Es handelt sich um einen Tisch aus Sheesham (Indischer Palisander), welchen wir seit 1,5 Jahren besitzen und bei einem Internetmöbelhaus gekauft haben.
Das Loch war oval und an den Seiten "ausgefranst". Als ich mir das Loch dann abends genauer angeschaut habe, stellten wir nach einem Hineinpusten fest, dass es noch bewohnt war.
Nach einiger Aufregung, dem Füllen des Ganges mit Alkohol und dem Aufbrechen des Loches konnten wir dann einen etwas über 2cm großen Käfer zu Tage fördern (Bild in der URL).

Nach meinen Recherchen vermute ich, dass es sich um einen "Aschgrauen Abendbock" handeln könnte (die Fühler sind länger als der Körper, ovales Ausflugloch, Laubholz aus dem asiatischen Raum, Vergleich mit Bildern).

Nun stellen sich einige Fragen, bei denen wir auf Ihre Fachkompetenz hoffen:

- Wenn es sich um diesen Käfer handelt, kann man etwas zur Wahrscheinlichkeit sagen, dass sich noch mehr Larven im Holz befinden? Würde es helfen auf Fressgeräusche zu achten oder sind es jetzt vermutlich Puppen und nur neue Ausfluglöcher können Gewissheit geben?

- Auf dem Bild ist ein weißer Ball erkennbar, der am Körper klebt. Handelt es sich hierbei um Eier (sind oval mit spitzen Enden und nicht zylindrisch)? Könnten diese befruchtet sein (es ist kein anderes Ausflugloch zu entdecken)? Oder kann das Ausscheiden der Eier auch eine körperliche Reaktion auf das Tränken in Alkohol sein?

Wir würden uns sehr über Ihre Einschätzung freuen. Die Vorstellung eines bewohnten Esstischs ist doch etwas befremdlich.

Vielen herzlichen Dank.

Johannes K.
Hallo Johannes,
zu Ihren Fragen:
1. Wenn es ein Aschgrauer Abendbock ist, kann man Fraßgeräusche hören.
2. Ja, das sind die Eier. Zu den Umständen der Eiablage in diesem Fall, kann ich nichts sagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1332. Uwe Staade
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Hallo,
wir haben seit einigen Wochen ein starkes Rieseln aus dem über 100 Jahre alten Nadelholz Gebälks. Es war bis vor 4 Jahren mit Lehmschlag versehen und liegt jetzt im Terrassenbereich frei. Es wimmelt so von kleinen (ca. 6 mm langen) Fliegen ähnlichen Tierchen, die ich als eine Art Holzwespe vermute.
Dazu habe ich einen Käfer gefangen, den ich als weichen Laubholzkäfer vermute. Die Schlupflöcher sind 2 mm kreisrund, die Fraßgänge am Rand ca. 5 mm breit. Salz- und Pfeffer- ähnliche (Kot?) Spuren. Ich hoffe, der Fotolink funktioniert. Stimmen meine Vermutungen und wie bekämpft man das am besten?
Gruß; Uwe Staade, Hannover
Lieber Uwe,
aus dem Bauchgefühl sehe ich im Bild nichts Gefährliches.
Aber aus der Ferne, ohne jede Ortskenntnisse der Gegebenheiten und der Umbedingungen, kann ich dazu nichts Verwertbares sagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1331. Sigrid
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Hallo,
meine Frage lautet:
kann sich ein Holzwurm in einem von innen isolierten Dach überhaupt vermehren?
Hintergrund: der Fichtendachstuhl steht seit 3 Jahren - außen bedeckt mit einer diffusionsoffenen Folie und Dachziegeln.
Nun soll der Innenausbau erfolgen.
Zwischen die Sparren kommt SteicoFlex, dann die Dampfsperre und darunter eine Sichtschalung.
Meine Gedanken:
Sollte sich in den letzten 3 Jahren ein Holzwurm im frei zugänglichen Gebälk angesiedelt haben - kann er doch nicht ausfliegen - keine Partnerin treffen - und somit keine Eier legen.
Er wird einfach sterben.
Richtig ?
Liebe Sigrid,
sind Holz zerstörnde Insekten im Holz und wird oder ist es dann verbaut, können sie sich auch vermehren, wenn es minimal Platz gibt. Wir bekommen davon aber nichts mit.
Nach der Metamorphose zu Vollinsekten verabreden sie sich zum Schlupf, können auch kriechen und werden sich durch Lockstoffe finden. Unser Problem ist: Wir wissen dazu wenig. Ich hab schon oft im Mauerwerk unter Putz dicht eingebaute Balken vorgefunden, die völlig durch Insekten zerstört waren. Aber wie Brecht schon sagte, die im Dunkeln sieht man nicht...
Z.B. das dichte Einbauen von Holzinsekten dürfte daher keine sichere Bekämpfung darstellen.
Wenn so ein Befall erlischt, liegt es meist an einer zurück gehenden Holzfeuchte. Die Holzfeuchte ist überwiegend der entscheidende Hebel.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1330. Jörg U.
Hallo,
wie viel Abstand zwischen 2 Hölzern oder Zwischen Balkenschuh und Balken braucht es, damit das Wasser gut abfließt und sich keine Kapillarfuge bilden kann?
Reicht es wenn man bei einen Gartenzaun zwischen den Riegeln und den geschraubten Brettern 2 Unterlegscheiben platziert?

Wie groß muss eine "Dehnungsfuge" eines 3m langen Riegels (aus Lärche oder Douglasie) zwischen 2 Zaunpfosten sein, damit er die jahreszeitlich bedingten Schwankungen der Länge ausgleicht?

Viele Grüße, Jörg
Lieber Jörg,
zu Ihren Fragen:
- zur Verhinderung von Kapillarfugen 6 mm
- Fuge wg. Ausdehnung, je nach Holzart bis max. 10 mm/m

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1329. Ole
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Moin moin,

ich habe eine Frage zum Thema "Gemeiner Nagekäfer".

Folgendes Szenario: In meiner Wohnung steht ein alter Holzstamm als Deko, schön, stylisch, möchte ich ungern entsorgen. Vor einiger Zeit wurde der Stamm von Nagekäfern heimgesucht. Es gab Holzmehlhaufen, überall im Zimmer schwirrten die Viehcher rum: Eindeutiger Befund.
Dann habe ich den Stamm auf den Dachboden gepackt, mit entsprechender Chemiekeule (Anti Holzwurm Öl aus dem Baumarkt) eingerieben und eine Woche (in Mülltüten gehüllt und zugeklebt) dort ruhen lassen.
In dieser Woche verschwanden auch die schwarzen Käfer.
Dann packte ich den Holzstamm wieder in die Wohnung. Das war vor einer Woche. Nun sehe ich jeden Tag erneut die schwarzen Käfer. Sie sterben alle, sie liegen um den Stamm herum auf dem Boden, zum Teil auch auf dem Stamm selbst. Einige schaffen es bis an die Wand oder Fensterbank, aber tatsächlich sind 90% alle Käfer am Verenden. Ich sauge sie immer weg. Keine Spur von Holzmehl oder den berühmten "Kaugeräuschen".

Was soll ich jetzt tun? Löst sich das Problem vielleicht von alleine.
War die Aktion vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Bitte helft mir.

Viele liebe Grüße und vielen Dank im voraus wünscht
Ole
Lieber Ole,
es sind vielleicht Käfer, die gar nichts mit dem Holz im Sinn haben.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1328. Peter H.
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Guten Abend

Ich habe eine Frage betreffend Zugänglichkeit des Hausbockes im Dachstock. Ist es für einen Hausbock möglich, sich durch die seitlich heraus ragenden Sparren durchs Holz in den Dachstock fressen zu können? Die Sparren und Dachuntersicht wurden beim Erstellen des Daches vor 52 Jahren dunkelbraun lasiert.

Zweite Frage: Seitlich ist unser Dachstock isoliert. Kann der Hausbockkäfer in den dreieckigen Hohlraum oberhalb der Zimmer zwischen Querbalken und Firstpfette in die Dachkonstruktion gelangen (Abstand o.k. Querbalken bis o.k. Firstpfette 80 cm)?
Dachaufbau:
- Holztäferung bei Dachschräge und Querbalken
- Wärmedämmung zwischen Sparren und Querbalken
- Unterdach mit GEA-rouge Platten
- Ziegellattung mit Ziegel.

Befindet sich die Zentralschweiz (Luzern) in einem Epidemiegebiet des Hausbockes?

Besten Dank für ihre Antwort
Peter H.
Lieber Peter H.,
zu Ihren Fragen:
1. Ja, die Hausbocklarve kann sich im Splintholz (das ist das Zuwachsholz, in dem sie leben) in alle Richtungen bewegen, bzw. durchfressen.
2. auschließen kann ich das nicht. Das Vollinsekt kann sich voll bewegen und kriechen wie fliegen. Meist sind aber schon einfachste Abschottungen ein Hindernis, was die Wahrscheinlichkeit mindert.
3. In der Verbreitung in der Schweiz, im Kanton Luzern, müssten Sie einen Fachmann dort vor Ort fragen.
Viuele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1327. Christine Schächer
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Hallo!
Ich habe einen alten Werkstattschrank im Schuppen, der, besonders unten, stark vom Holzwurm befallen ist. Ich möchte ihn gern retten und den Wurm besiegen. Heißluft oder Kälte kann ich nicht anwenden. Permethrin-Mittel sind recht teuer.Nun wollte ich fragen, ob es Sinn hat, die Larven mit Neemöl zu bekämpfen?
Bei Pflanzenschädlingen hilft es doch auch. Gibt es dazu schon Erfahrungen?
Viele Grüße
Ch.S.
.Fragen Sie nach bei den Produzenten. In der täglichen Praxis, ist die Anwendung rar.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1326. Aliki Maria
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Ich habe im Cheminee-Holz im Beton-Keller Frassspuren und Sägemehl entdeckt, nun frage ich mich, ob die gefrässigen Bewohner bis ins Wohnzimmergeschoss mit den Holzmöbeln gelangen können, d.h. wandern, oder ob sie "stationär" bleiben? Die Spanplatten im Keller scheinen ebenso unangetastet wie der nebenstehende alte Holzschrank.
Liebe Maria,
Sie haben sich die Frage gestellt, vermutlich wollen Sie aber von mir eine Antwort haben...
Keine Angst, das werden sie nicht machen.
Im Wohnzimmergeschoss ist es viel zu trocken...
Viewle Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1325. Ann-Katrin Erim
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben ein 200 Jahre altes Bauernhaus, welches wir letztes Jahr saniert haben. Nachdem wir die Balken freigelegt und abgeschliffen haben, haben wir Fressspuren/gänge entdeckt, die uns aber nicht aktiv erschienen. Holzart Eiche und Fichte.
Wir mussten sämtliche Schwellbalken und auch vereinzelt andere Balken erneuern, da sie von untern her weggegammelt waren.
An unseren neuen Fußleisten (Eiche) und an den neuen Balken im Bad sind mir nun Löcher und Sägespänehaufen aufgefallen.
Daraufhin hab ich mich etwas im Internet belesen und auf einen tip gestoßen, dass man Eicheln auslegen kann und so die Larven aus dem Holz lockt.
Dies habe ich gestern getan und heute morgen eine Larve neben den Eicheln gefunden.
Diese hab ich erstmal in das Lupenglas von meinem Sohn gesperrt.

Wie verhalten wir uns jetzt weiter. Ich hab nun etwas Angst dass wir irgendwelche Holzschädlinge als Untermieter haben und Sie uns unser Ständerwerk wegfressen.

Mit freundlichen Grüßen

Ann-Katrin Erim
Hallo Ann-Katrin,
das sind Larven eines Rüsselkäfers. Die leben in Eicheln und haben zu diesem lustigen Märchen im Internet geführt, dass Eicheln Holzinsekten anlocken...
Larven von Holzinsekten kommen nie aus dem Holz heraus.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1324. Karen G.
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

kann ich einen antiken Schrank, der vor ca. 4 Jahren intensiv mit Permethrinhaltigem Holzwurmmittel behandelt wurde ohne gesundheitliche Auswirkungen in meinem Wohnzimmer stehen haben? Also, kann ich z.B. Wäsche darin lagern, die dann an die Haut kommt - oder können Kleinkinder diesen Schrank anfassen ohne dass man danach sofort zum Händewaschen geht? Oder ist das Permethrin nach 4 Jahren weg? Herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort!

Liebe Grüße
Karen G.
Liebe Karen,
fangen Sie eine Fliege und sperren Sie sie in den Schrank. Wenn nach 1/2 - 1 Std die Fliege noch lebt, ist das Mittel nicht mehr ausreichend wirksam.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1323. Nynke S.
Guten Tag, ich habe mich vorhin voll erschrocken :-( Im Kinderzimmer habe ich einen Rattanstuhl stehen den ich vom Sperrmüll gerettet habe und etwas aufbereitet/lackiert habe. Nun hatte meine Tochter gestern Sägemehl an ihre Hose und nach nähere Nachforschungen, habe ich festgestellt dass Teile des Geflechts komplett verpulvern wenn man sie berührt. Ich habe es über Nacht stehen lassen, nun sehe ich heute morgen lauter winzige "kriechspuren" in dem Sägemehl, die von den abgerissenen Rattanteilen zum Sessel führten!! Im Sessel waren viele kleine kreisrunde Löcher sichtbar. Ich habe nicht lange überlegt und habe den Sessel aus dem Fenster in dem Garten runter geworfen da wir viel Holz haben im Haus und ich es nicht durchs ganze Haus verteilen wollte. Ich habe das Zimmer gut ausgesaugt, habe ansonsten nichts entdeckt. Ich habe aber trotzdem Panik dass es auf das offene Ständerwerk rüber gegangen sein könnte. Das ist zwar nicht in unmittelbare Nähe gewesen, ca 2-3 meter entfernt. Wie komme ich dahinter? Habe keine Tierchen gesichtet. Sollte ich jetzt was unternehmen? Kann es sein, dass meine Tochter deswegen seit ca eine Woche Juckreiz hat? Der Sessel steht seit dem Sommer in ihrem Zimmer, wurde aber nicht viel benutzt. Fragen über Fragen! Wäre für Ihre Hilfe sehr dankbar!
Liebe Frau S.,
ich kann Ihnen zunächst nur das Insekt bestimmen, was da anscheinend eingeschleppt wurde und holzzerstörend tätig ist. Dazu brauche ich ein Stück vom Sessel (wegen der Infektionsgefahr in einem dichten Gefäß verpackt) zur Bestimmung. Die Kosten für die Untersuchung betragen pauchal 90 €. Danach weiß ich mehr und Sie dann auch.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1322. Alex
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Hallo,

mit großen Interesse musste ich mich hier mal ein bisschen einlesen. Ich habe in einem Zimmer seit fast 3 Jahren einen Weidenkorb stehen, aus dem nun plötzlich talkumartiger Staub rieselte. Als ich den Korb wegnahm, habe ich leider noch mehr Staub und auch ein paar tote Käfer gefunden, die dem Splintholzkäfer sehr ähnlich sind. Den Korb habe ich sofort verbrannt. Aber unglücklicherweise stand er auf Eichenparkett. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Weidenkorb der Herd war (er war übersät mit Löchern), aber die Frage ist natürlich jetzt, ob sich der Käfer verbreitet hat? Es ist kein Löchlein im Parkett zu sehen oder drumherum irgendwo im Tisch oder Regal. Aber ich bin unsicher, ob man nun irgendwie vorbeugen muss oder das überhaupt nicht kann? Was würden Sie raten in so einem Fall?
Mit freundlichen Grüßen und besten Dank!
Alex
Hallo Alex,
wenn weiter nichts zu finden ist, haben Sie vielleicht kein entsprechendes Nahrunsabgebot in der Wohnung, also, bei einem von Ihnen vermuteten Splintholzkäfer kein Laubholz mit schmackhaftem Splintholzanteil.
Mei Rat ist den Käfer zu bestimmen. Sie sollten erst einmal weiter beobachten und für alle Fälle ein paar tote Exemplare in einer Schachtel sicherstellen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1321. Jochen
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Hallo, ich habe mal ne Frage...wir bauen Massivholztische aus altem (teils seehr altem...) Eichenholz. Wenn wir aus den dicken Bohlen (teils 6cm) die Platte bauen, dann haben wir es fast immer, dass nach einigen Wochen 1 oder mehrere Risse in der Platte entstehen, auch wenn die Platte bereits Wochen trocken gelagert war...kann man dagegen etwas tun? LG
Lieber Jochen,
vermutlich ist die Trocknung der Eiche drinnen (zu schnell) erfolgt. Besser ist es Eichenholz, draußen länger mit mehr Lagenabstand unter Dach zu lagern und dabei langsam und spannungsfreier zu trocknen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1320. Andreas Schmidt-von Rhein
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Guten Abend,

auch wir haben ein Holzwurm-Problem:
Es handelt sich um einen 250cm langen Vollholz-Esstisch, in den über die volle Länge ein Mittelstreifen ausgefräst und darauf eine Glasplatte verklebt ist. Der Tisch ist ca. 8 Jahre alt.
Nun haben wir gesehen, dass sich unter der Glasplatte kleine Löcher von Wurmfraß gebildet haben, an mehreren Stellen, die mit der Zeit immer ein wenig größer werden. In einem kann man auch eine weisse Larve/Wurm? sehen, ca. 2mm groß.Hereingekommen sind die Würmer evtl. über Tischschmuck (?) und die Tatsache, dass die Glasplatte nicht ganz bündig mit der Ausfräsung abschließt, sondern beidseitig eine kleine Fuge verbleibt...

Unser Problem: Wie können wir am besten den Würmern den Garaus machen ? Mit einer Spritze käme ich nur an die Löcher ran, die direkt am Rand unter der Glasplatte liegen, nicht aber die weiter innenliegenden...

Gibt es noch eine bessere Möglichkeit als Spritzen ?

Herzlichen Dank für schnelle Hilfe,
Andreas Schmidt-von Rhein
Lieber Andreas,
es gibt thermische giftfreie Möglichkeiten. Das Möbelstück müßte auf eine Temperatur von 60° im Holzinneren über eine Dauer von 1 Stunde erwärmt werden.
Sie müssen aber vorher fragen, ob ihr Möbel das aushält. Auch Mikrowellenerhitzung ist mit geeigneten Geräten mit passenden Hornantennen möglich. Das geht aber auch nicht ohne Prüfung hinsichtlich der Gefahren für das Möbel und die weitere Umgebung.
Was bedenklich ist, dass Sie überhaupt Insekten im Holz haben... Das klingt mir sehr nach einem Befall durch eingeschleppte Trockenholzinsekten. Da wäre die erste Maßnahme, das Stück in Quarantäne zu stellen und lieber außerhalb behandeln zu lassen. Sie müssen also doch zunächst einmal herausfinden oder bestimmen lassen, welches Insekt da tätig ist, da ggfls auch noch andere Hölzer in Ihrem Haus betroffen sein können...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1319. Maik
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

mit Erstaunen habe ich dieses Forum entdeckt und feststellen können, dass Sie schon seit Jahren auf fast jede Frage die richtige Antwort zu haben scheinen. Vielleicht könnten Sie auch mir helfen?
Ich habe vor kurzem eine wunderschöne Dachwohnung mit Sichtdachstuhl erwerben können, 25 Jahre alt und in bestem Zustand. Das soll auch so bleiben, damit ich dieses Forum weiter nur als Gast besuche. Aus optischen Gründen habe ich die Idee, die sichtbaren Tragbalken des Wohnzimmers umranken zu lassen, bevorzugt von Efeu. Denken Sie, hiervon kann eine strukturelle Schädigung des Holzes ausgehen oder ich damit eine Ursache für Schädlingsbefall erschaffen - vorausgesetzt, durch Lüften und Heizen behalte ich hinsichtlich Luftfeuchtigkeit und Temperatur ein normales Wohnraumklima ein?

Mit freundlichen Grüßen

Maik Richter
Lieber Maik,
das kann ich nicht einschätzen. Mir fehlten dazu jegliche Erfahrungen. Versuchen Sie es doch einmal...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1318. Danieal
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Ich habe mir einen Hühnerstall bestellt und als ich ihn ausgepackt habe, bemerkte ich das die Bretter schimmeln. Zumindest sah es für uns alle so aus. Ich habe der Firma geschrieben und darauf diese Antwort erhalten:

Erlauben Sie mir bitte erklären. Es ist kein Schimmel, sondern ein besondere Eigenschaften von Fichtenholz. Wenn der Lager Temperatur in kurze Zeit stark geändert, wird das Holz etwas Kristallisierung. Diese Pulver kann man einfach mit einem Lappen abwischen.

Die Container war 30 Tage an Meer durch Äquator gefahren. Es ist Hitze darin, bei entladen in Lager ist die Temperatur stark gesenkt. Es ist die Verursache von Holz Kristallisierung, aber unschädlich für Mensch und Tier. Machen Sie bitte dafür keine Sorgen.

Jetzt wollte ich wissen ob das stimmt, konnte im Internet nichts genaues dazu finden.

1317. Heike S.
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Guten Tag,
Bei dem Austausch von einem Fenster in eine Balkontür stellten wir Fraßspuren am Holzständerwerk fest. Wir vermuten jetzt den Hausbock. Doch wie kann ich in einer Holzständerwerkkonstruktion feststellen ob und wenn welche Balken betroffen sind, wenn innen Dampfsperre und doppelt Regibs beplankt und außen 8cm Styropor und Putz?
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
Heike S.

1316. Johann
Hallo zusammen,

ich hoffe hier im Forum kann jemand diesen Gefährten hier zuordnen. Ich weiß nicht ob das ein gemeiner Nagekäfer ist oder doch eher ein Brotkäfer (oder vielleicht sogar irgendein Speckkäfer). Hilfe!
Hier die Bilder:

http://share-your-photo.com/5932cf3c81

http://share-your-photo.com/1f8c7eeafe

http://share-your-photo.com/b95fc842c2

http://share-your-photo.com/79f89e56b9

Vielen Dank!

1315. Julia
Guten Abend,
ich hoffe, dass mir jemand hier helfen kann. Wir haben im Dezember vergangenen Jahres einen Neubau bezogen und Anfang Februar kleine rote Larven mit schwarzem Kopf in mehreren Räumen gesichtet. Nach Bestimmung handelt es sich meiner Meinung nach um die Larve des Zipfelkäfers, eines Prädatoren, der sich von den Holzwurmeiern ernährt. Jetzt haben wir alle Weichholzschränke, die nach eingehender Kontrolle auch teilweise befallen waren, zum Entwurmen (mit heißem Dampf) weggegeben. Die Schränke waren also etwa 2 Wochen aus dem Haus. Die Larven waren aber zu keiner Zeit ganz weg und seid die Schränke wieder da sind, sind es meiner Ansicht nach auch wieder mehr geworden. Kann es sein, dass sie auch die abgetöteten Eier im Holz fressen oder gar lange ohne Nahrung überleben können. Sie tauchen auch in Räumen ganz ohne Holz auf, was uns stutzig macht. Lange Zeit waren sie vor allem um die Löcher der Lampenauslässe an der Decke zu finden oder kamen aus den Schlitzen der Fußbodenleisten. Kann es sein, dass sie sich dort vermehren?
Wir möchten diese Larvenplage bald in den Griff bekommen und sind für jeden Tipp dankbar.
Vielen Dank für Eure Antwort,
Julia
Liebe Julia,
so ein Zusammenhang dieser Larven mit Holz zerstörenden Insekten ist mir an verbautem Holz oder bei beweglichen Holzgütern nicht bekannt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1314. Thomas
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Hallo,

ich habe vor ca 9 Jahren aus alten Eichenfachwerkbalken eine Fachwerkwand durch einen großen Raum gezogen und mit Tonziegeln und Lehm ausgemauert. Zu beiden Seiten ist jeweils ein Kinderzimmer entstanden.

Die Kinder beschweren sich schon seit Jahren (gerade jetzt wieder im Frühjahr?) über laute Fraß oder Klopfgeräusche aus der Holzwand. Was tun?

Zu viel Gift würde ich meinen Kindern gern ersparen ;-)
Meine Idee ist nun, ob man mit halbwegs einfachen Mitteln eine Wärmebehandlung der Fachwerkwand von beiden Seiten hinbekommen kann. Gibt es da Erfahrungen oder Ideen?

Danke für alle Tipps
Gruß von
Thomas
Lieber Thomas,
zuerst muß ein Lebendbefall belegt werden, dazu muß man natürlich den Verursacher feststellen und bestimmen. Dann kann man effektiv überlegen, was zu tun ist. Die Fakten ersparen das sonst übliche Herumprobieren, was das da alles so sein könnte.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke