Holzwurm-Forum
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1172. Marion
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Hallo !

Vor zwei Jahren habe ich den alten Küchentisch meiner Großmutter mit Holzschutzmittel aus dem Ökobaumarkt behandelt. Seitdem "müffelt" der Tisch vor sich hin.
Ich habe mich jetzt entschlossen, eine neue Platte anzuschaffen, wenn ich das Gestell noch retten kann.
Weiß jemand, ob es möglich ist, die Holzoberfläche so zu versiegeln, dass der Tisch nicht mehr ausdampft?

Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

Marion
Liebe Marion,
wenden Sie sich doch am einfachsten an den Verkäufer, der Ihnen das Mittel verkauft hat.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1171. Rampino
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Hallo, hab ein altes Spinnrad mit löchern ersteigert. Der Verkäufer sagt das wäre evtl. ein Holzwurm. Jetzt meine Frage. Wie kann ich diesen Holzwurm bekämpfen? Und kann ich davon ausgehen, dass es wirklich einer ist? Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Grüße aus München
Liebe(r)Rampino,
vermutlich wird es so sein können. Entweder Sie erhitzen die Einzelteile über 60 Minuten auf 55 °C im Kern wenn sie das bauartmäßig vertragen können oder nehmen handelsübliches chemisches Bklämpfungsmittel, möglichgst ein RAL-geprüftes, gegen holzzerstörende Insekten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1170. Brueggemann
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Hallo noch einmal
Wie kann ich feststellen , ob mein Dachstuhl aus Kiefer oder Fichte besteht .
Gibt es irgendwelche Bildchen zum Vergleich.
danke
Lieber Brueggemann,
wenn Äste angesägt sind, kann der Fachmann nach dem Aststand (Winkel zur Senkrechten) urteilen. Der Laie kann einen Querschnitt machen. Dabei werden Sie bei Kiefer einen Farbkern erkennen, den die Fichte nicht hat. Die Fichte hat Reifholz, was nur durch chemische Nachweisreaktion darstellbar ist.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1169. Andre
hi,
wie kann ein schädlingsbefall der einzelnen Schädlinge verhindert werden?
Lieber Andre,
indem Sie nicht passende Lebensbedingungen garantieren.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1168. martina
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Hallo,

seit längerer Zeit hab ich vom Fenster ein komisches Geräusch wargenommen.
Heute hab ich zum ersten mal den Verursacher zu Gesicht bekommen - doch leider scheint es so, als ob dieser seine ganze Familie dabei hätte.

Es handelt sich um einen dicken weißen Wurm - sieht ein wenig wie eine Riesenmade aus.

Meine Frage: Was ist das genau für ein Wurm bzw. für eine Holzwurmart und wie werd ich Ihn (sie) langfristig los?

Das Fenster ist ca. 30 Jahre oder so alt und in einem Lehm-Steinhaus eingemauert.

Wäre für einen Denkanstoß sehr dankbar.
martina
Liebe Martina Affenzeller,
ich weiß es nicht. Dazu müßte ich die Larve umterm Binokular liegen haben.
Wenn Sie wollen können Sie bei uns Larven bestimmen lassen. Dazu folgen Sie dem Link ganz oben links.
Ihren Fall kann ich daher ohne Dingbarmachung des Täters und dessen Überstellung zu einem Verhör hier unter meinem Mikroskop nicht beantworten. Daraus abhängig wäre der Weg Ursache und Bekämpfung zu erwägen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1167. H.-J. Plaul
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

auf dem Dachboden meines 250 Jahre alten Fachwerkhauses (vor 1 Jahr gekauft) haben sich auf den Dielen des Dachbodens (wurde früher als Heuboden genutzt) unzählige Bohrgänge vermutlich des gewöhnlichen Nagekäfers mit entsprechenden Mehlhäufchen gezeigt. Einen Teil der Dielen (Nadelholz) habe ich bereits entsorgt (total zerstört), die Balken darunter sehen bis auf wenige Löcher gut aus. Die betroffenen Flächen habe ich im August mit Permetrinhaltiger Lösung großflächig eingesprüht. Der Dachstuhl (und Teile der Dielen) bestehen aus Eiche, andere Teile (um 1900 bzw 1960 angebaut) aus Nadelholz. Hier kann ich seltsamerweise keine Löcher feststellen. Da ich zum Zweck der Isolation auf den vorhandenen Dielenboden eine zusätzliche Balkenlage (Klemmfilz dazwischen) und OSB-Platten aufbringen will, stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, vorher noch eine Heißluftbehandlung durchzuführen. Dringt diese auch in Dielenboden und die darunterliegenden Balken ein? Gibt es eine entsprechende Firma in meiner Nähe? 59955 Winterberg, Hochsauerlandkreis.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen
Dr. H.-J. Plaul
Lieber Dr. H.-J. Plaul,
Heu wurde und wird oft mit einer gewissen Restfeuchte eingelagert. Dies führt bei dem umgebenden Konstruktionsholz zu einer dauerden Auffeuchtung (Holz ist ein "hygroskopischer Baustoff") auf eine Holzfeuchte von nachhaltig >16%. In einer zudem schattigeren oder entsprechenden Wetterlage hat das auch eine "nagekäferangenehmere" kühlere Temperatur zur Folge - ideal für ein Leben des Gemeinen Nagekäfers. Bevorzugt wird von ihm das Splintholz, weniger betroffen ist Kernholz. Anwesende Eiche wird im Kern kaum geschädigt, hier ist nur der Splint betroffen.
Nachträgliche, moderne Dämmkonstruktionen (mit stehnedn Luftschichten, z.B. Mineralwolle etc.) an Baukonstruktionen (mit rein kapillar wirksamen Aufbauten) die damit ursprüglich nie schwanger wurden, müssen vor der Planung in der bauphysikalischen Auswirkung (der Tauwasseranfall und dessen Beseitigung) bedacht werden. Eine Neubaukonstruktion (knallharte Dampfsperre auf der warmen Seite) kann da nicht der Maßstab bilden. Es ist etwas komplexer zu bedenken. Mir fehlen dazu die Angaben. Es ist daher besser, einen Fachmann mit der nötigen örtlichen Kenntnis zu versorgen. Maches läßt sich berechnen, manches ist aus der Erfahrung hinzuzufügen (Erfahrungen aus bereits "bewährten Baukonstruktion").
Heißluft ist ein Verfahren, was hinsichtlich der Verteilung der einzubringenden Wärmemengen Erfahrung benötigt. Hier können solche Fachfirmen mit Erfahrung Ihnen weiterhelfen. Firmen können Sie u.a. beim DHBV unter www.dhbv.de finden.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1166. Laura
Hallo Herr Rüpke,
ich habe gerade an meinem Kleiderschrank ein Loch entdeckt, so groß, wie das von einem Holzwurm. Der Schrank ist ca. 10 Jahre alt und steht im Schlafzimmer. Kann das ein Holzwurm sein ? Sägemehl habe ich keines gesehen. Kann ich das Loch mit Klebstoff verkleben, so das ein evtl. Holzwurm nicht weiter könnte?Oder würde er weiter fressen?
Grüße Laura
Liebe Laura,
vermutlich wird es nicht nur ein "Holzwurm" sein. Welche Art genau kann ich anhand ihrer Details nicht hellsehen.
Ein Verkleben der Ausschlupflöcher (da kommen die erwachsenen Käfer nach der Verpuppung = Metamorphose heraus) bringt nichts. Die Larven leben im Holz und fressen weiter.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1165. H.Brueggemann
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Hallo
Ich moechte in meinem Dachstuhl einige noch unbehandelte Balken mit einem Holzschutzmittel behandeln . In der Nachbarschaft ist ein Aktiver Befall vom Hausbock bemerkt worden , und ich moechte mich bis zur naechsten Ausflugszeit ein wenig absichern.
Welches Mittel wuerden Sie mir am besten empfehlen .
Vielen Dank
PS einige Balken sind auch Borsalzimpraegniert , haben aber nach den Jahren Risse bekommen . Ist es auch hier moeglich diese mit einem Holzschutzmittel nachtraeglich nachzubehandeln , oder vertragen sich nicht alle Mittel mit Borsalz behandelte Hoelzer.
Danke
Lieber H.Brueggemann,
Holzschutz im Sinne eines vorbeugenden chemischen Holzschutzes gegen Insektenbefall können Sie bestimmungsgemäß nicht "einfach so" ausführen. Dies ist vorbeugend nur im Zusammenhang mit einer nötigen Bekämpfung möglich, dann auch nur durch zugelassene Fachfirmen und Fachleute mit Sachkundenachweis nach Chemiegesetz und Gefahrstoffverordnung. Solch ein vorbeugender Holzschutz erfolgt sonst nur in zugelassenen stationären Anlagen. Der Verkauf im Einzelhandel ist nach der Biozidverordnung untersagt.

Nun ist Ihr Dachstuhl ja bereits borsalzimprägniert, d.h. mit Fraßgift gegen Hausbockbefall vorbeugend behandelt. Einmal reicht, denn die eingelagerten Salze werden unter Dach ja nicht ausgewaschen. Was erlaubt ist (und seinerzeit vergessen wurde), ist die Nachbehandlung nachträglich enstandener Risse im Holz, dazu ist das gleiche Holzschutzmittel bestimmungsgemäß zu verwenden.

Was aber deulich wird, der in vielen Gegenden durch Unkenntnis nicht ausreichend bekämpfte Hausbock wird zu einer zunehmenden Gefahr für nicht ausreichend eigenresistentes verbautes Holz, d.h. ungeschütztes Holz. Dabei ist es doch so einfach, wenn man nur daran denkt, gleich Farbkernhölzer (Lärche, Douglasie Kiefer) in ausreichendem Querschnitt im Gatter mehrstielig zugeschitten zu verwenden, dessen Kernholz (ohnen jede Chemie) vom Hausbock ewig verschont bleibt. Warm muß eigentlich bei Architekten und Zimmerleuten das Rad jeden Freitag wieder neu erfunden werden?

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1164. christoph scheiring
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ich lese hier im forum man kann holzwürmer mit hitze oder kälte abtöten. ich hätte die möglichkeit, den schrank in ein tiefkühlhaus zu stellen. schadet das dem holz? ist es ratsamer den schrank in eine sauna zu stellen? wie lange dauert das im tiefkühlhaus? wielange in der sauna,bei wieviel grad?
vielen dank für die hilfe
scheiring@sausalitos.de
Christoph Scheiring,
aus gutem Grund finden Sie hier keine Anleitungen oder feste Regeln für etwaige Verfahren.

Kälteverfahren als Bekämpfung gegen holzzerstörende Insekten (die ja i.d.R. winterfest sind) entspringen häufig theoretischen Übnerlegungen. Kälteverfahren haben sich in vieler Hinsicht als für die Praxis ungeeignet gezeigt. Sie spielen praktisch und wirtschaftlich keine Rolle.

Jeder Einzelfall ist nach Art der Bauteile und Gegenstände sowie der Art des Befalls unterschiedlich zu bewerten und zu behandeln.

Prakltisch zur Verfügung stehen das ungeregelte Heißluftverfahren für Bauteile und ein klimageregeltes Warmluftverfahren (z.B. für bewegliche Teile). Das letztere soll Schäden am Holz vermeiden.

Erfolgreich wird die Bekämpfung holzzerstörender Insekten mit einer Hitzebehandlung erst, wenn im Holzkern 55°C über 60 Minuten gehalten werden können. Wie das im jeweiligen Einzel- udn Anwendungsfall zu erreichen ist, ist der Berufserfahrung und der technischen Einrrichtung zuzuschreiben. Bei einer Beuteilerhitzung werden z.B. höhere Lufttemperaturen als in einer Sauna angewendet, trotzdem kann es dauern luftströmungs-, holzart- und querschnittsbedingt das Holzinnerer auf 55°C aufzuheizen. Den Wärmeprozeß schonender zu gestalten, hieße gleichzeitig längerwierig zu arbeiten.

Daneben gibt es - nur eingeschränkt möglich - die Begasungsverfahren (Vorteil, alle sind rücksandsfrei, Nachteil viele Gase sind eine starke Belastung für die Umwelt, Atmosphäre).

Für bewegliche Güter hat sich eine klimageregelte Aufheizanlage (im Container) als erfolgreich und materialschonend erwiesen.

Auch die Anwendung von Inertgasen ist schonend und erfolgreich, ist aber aufwendiger (Anwendung z.B. im musealen Bereich oder in Archiven).

Das alles sind von Laien mangels Fachwissen und technischer Ausrüstung nicht durchführbare Verfahren.

Unbestreitbar sind aber auch Laien unter Umständen mit ihren Hausmitteln erfolreich. Dabei genutzte mögliche Wärmeqellen sind vielfältig und haben natürlich ihre Tücken. Die Gefahr, daß das zu bekämpfende Holzgut mehr Schaden als Nutzen nimmt, ist oft gegeben. Auf die mögliche Brandgefahr möchte ich auch hinweisen. Ist das zu bekämpfende Gut nicht als wertvoll einzustufen und paßt alles andere zusammen, kann es also auch klappen. Technik kann bekanntlich vielfältigste Anwendungsformen haben, wenn man sich mit dem jeweiligen Anwendungsbedingungen auseinandersetzen möchte.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1163. demes
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Hallo Holzteam!

Wir sanieren gerade eine alte Scheune1950 (Schweinestall) zum Wohnraum um.Bei den Dacharbeiten wurden an den unbehandelten Sparren (12x12cm)
Holzbockspuren- ,-löcher,-gänge u. Sägemehl gefunden.Teilstücke der alten Sparren (wie ihr Bild) wurden ausgetauscht.Doch um sicherzugehen das die Statik noch gegeben ist,planen wir neue Hilfssparren (6x16cm) an den alten Sparren zu befestigen.Die Pfettenkonstruktion (altes Gesprenge aus Eiche) ist noch ausreichend stabil.

Meine Fragen??
Muß das alte Holz komplet ausgetauscht werden?
Macht es Sinn das alte vorhadene Holz nachträglich zu Behandel? Womit?
Darf man den neuen Hilfssparren direkt am altem befestigen, oder muß man eine Trennschicht(PE folie) vorsehen?
Liebe Miriam Demes,
es muß das alte Holz nicht komplett ausgetauscht werden. Z.B. alles Kernholz oder das bei Ihnen vorhandene Eichenholz kann holzschutztechnisch chemisch unbehandelt verbleiben, da es vom Hausbock nicht angegriffen wird.

Es macht nicht nur Sinn, es ist bei einem (aktiven) Hausbockbefall stets nötig (Landesbaubestimmung / DIN 68 800 Teil 4), alles verbaute Splintholz (in diesem Fall, alles alte Nadelholz mit mehr als 10% Splintanteil) bekämpfend und damit gleichzeitg alles neue Bauholz vorbeugend mit einem bauaufsichtlich zugelassenen Holzschutzmittel bestimmungsgemäß (Ausführende mit Sackundenachweis erforderlich) zu behandeln.
Neue Hilfssparren werden (nach Angabe aus dem neuen Standsicherheitsnachweises = Statik) am altem befestigt.
Ist das neue (tragende oder aussteifende) Holzbauteil aus Fichte oder ein heimisches Nadelholz mit als 10% Splintanteil, ist ein vorbeugender chemischer Holzschutz gegen holzzertörende Insekten nötig. Bei heimischen Farbkernhölzern (Douglasie, Lärche, Kiefer) mit weniger als 10% Splintanteil, ist ein vorbeugeder chemischer Holzschutz natürlich nicht nötig, die sind gegen Hausbockbefall ausreichend eigenresistent.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1162. Anna Wolf
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Liebe Holz-Team,
wir machen sehr interessante Beobachtug in unserem Wohnung. Vor drei Tagen entdeckten wir auf dem Tisch kleine, runde, "Tröpfchen". Seit dem wird es immer mehr und überall, sogar hat mein Mann schon während der Nacht was abgekriegt. Wir haben Holzbalken in der Wohnung. Können Sie vielleicht uns sagen, was es sein kann und was man dagegen tun kann. Danke
Liebe Anna Wolf,
nach Ihrer Beschreibung kann ich mir noch nichts genaues dazu vorstellen. Vielleicht können Sie es im Bild festhalten und ein Bild per e-mail schicken?
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1161. Dörte Hildebrand
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Liebes Holzwurm-Team,
wir haben vor 5 Tagen frisch gesägtes Fichtenholz für unsere neue Holzdeckenverkleidung direkt vom Sägewerk geholt. Jetzt haben wir festgestellt, dass die Bretter befallen sind. Nach unseren Internetrecherchen handelt es sich um die Hausbocklarve. Wir haben schon viele vernichtet, aber jeden Tag finden wir neue Sägemehlhäufchen.
Der Sägewerkmensch sagte uns auf Nachfrage, dass wir uns keine Sorgen machen sollten. Es handelt sich um unbehandeltes Holz und frisch gesägtes Holz, bei dem nach Trocknung die Tiere absterben.
Es handelt sich um 8 cm breite und 2 cm starke Fichtenbretter.

Müssen wir uns wirklich keine Sorgen machen??

Schöne Grüße
Dörte Hildebrand
Liebe Dörte Hildebrand,
wenn Sie sicher sind, es ist ein Hausbock, dann wäre eine Verarbeitung nicht möglich und sie müßten das verbaute schnell wieder ausbauen.
Der Säger meint sicher, es wären Frischholzinsekten, die tatsächlich nur bis zu einem bestimmten Holzfeuchtegrad im Holz entwicklungsfähig sind und sich daher im verbauten (unberindeten) Holz nicht weiterentwickeln werden. Die Frage wäre dann, was haben Sie genau bestellt, denn Fraßgänge von größeren Frischholzinsekten gäben u.U. ein Sortierfehler.
Leider sind (wie immer) die Angaben sehr knapp gehalten, so daß ich nichts genaues sagen kann. Zu einer Bestimmung (siehe oben links im Kopf den Link) bräuchte ich ein Brettstück mit Befall.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1160. Carolina
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Hallo liebes Holzwurm - Team,
ich wollte mich mal bei euch erkundigen, mit welchen Kosten bei einer Heißluftbehandlung zu rechnen wäre.
Danke im vorraus,
Carolina
Liebe Carolina,
was soll ich dazu ohne jede Angabe sagen?
Sie müßten sich Angebote von Fachfirmen einholen. Dabei sind die Kosten abhängig von der Leistung und deren Umfang.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1159. D. Gartz
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Hallo,
wir haben eine alte Nähmaschine samt etlicher aktiver Wurmlöcher erstanden. Die Holzteile haben wir bereits abgebaut. Wie können wir den unerwünschten Einwohner ohne allzu große chemische Keule loswerden (soll im Wohnraum stehen und wir haben kleine Kinder). Vielen Dank im voraus.
Freundschaftlich

D.Gartz
Liebe Dorothee Gartz,
die Löcher sind ja ansich nichts. Die Larven darin, wenn sie denn da sind, die sind es.
Sie könnten die Holzteile erhitzen. Erreichen müssen Sie im Kern 55°C über 60 Min. Wenn es wertvolle Teile sind, ist es besser, sie in einer Klimakammer zu erhitzen, da sich Schäden an der Lackierung einstellen können. Das Holz sollte möglichst trocken sein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke
Hans-Joachim Rüpke

 

1158. Johanna
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Sehr geehrter Herr Rüpke,
ist es möglich, das Holzwürmer aus Holzbalken fallen und so über z.B. Bücher die verliehen werden in andere Haushalte übertragen werden und sich dort einnisten können? Oder sind sie bereits tot, wenn sie aus dem Holz fallen?
Wie lange können sie ohne Holz überleben?
VieleGrüße Johanna
Liebe Johanna,
die Larven holzzerstörender Insekten verlassen das Holz erst nach der Verpuppung. Ihnen nachstellende andere Räuber können jedoch als Larve aus dem Holz herauskommen, um bei der Jagd von Gang zu Gang zu wechseln. Dabei könnten Sie u.U. herunterfallen. Von Ihnen ginge jedoch keine weitere Gefahr aus.
Fazit: eine so geartete Verschleppung ist, weil unwahrscheinlich, auszuschließen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1157. Klaus Walz
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Hallo Herr Rüpke,

ich habe ein 75 Jahre altes Haus gekauft. Nachdem ich jetzt den Innenausbau unter dem Dach beginne, habe ich in den Zimmern unterm Dach von innen die Styroporplatten, und die Holzfaserplatten(mit Zement?) rausgerissen. Die Dachbalken sehen auf den ersten Blick sehr gut aus. Das Dach wurde vor ca.15 Jahren neu eingedeckt. Es ist aber Insektenbefall deutlich zu erkennen (und heute weiß ich, auch zu hören). Die Löcher in den Balken sind kaum zu finden(3mm, aber teilweise auch ca.5x10mm, aber beim Abriss der inneren Verlattung kamen deutliche Spuren von Holzmehl zutage.
Da ich nur einen Teil des Daches geöffnet habe, gehe ich davon aus, dass das ganze Dach in Mitleidenschaft gezogen ist. Welches sind die einzelnen Schritte, die ich einzuleiten habe, muß so ein Schaden irgendwo gemeldet werden? Ich kann mein Dach zur Zeit nur in einzelnen Etappen öffnen.
mfg
Klaus Walz
Lieber Klaus Walz,
die Schritte: Bestimmung des Schadinsektes, Befallsnachweis, Befallsumfang und Intensität, Feststellung von Querschnittsminderungen wegen u.U. nötiger Tragwerksergänzungen (Statiker), Empfehlung zu Maßnahmen (auch Alternativen!) zur Bekämpfung und Instandsetzung durch einen Sachverständigen für Holzschutz.
Sachverständige finden Sie in der Liste des Verbandes unter "Sachverständige Holzschutz": www.dhbv.de
Danach Einholung von Angeboten durch Fachbetriebe für Holzschutz.
Betriebe finden Sie in der Liste des Verbandes unter "Fachbetriebe Holzschutz": www.dhbv.de
Um zu wissen, ob Sie es der Bauaufsichtsbehörde melden müssen, muß ich das Bundesland wissen. Es ist örtlich unterschiedlich geregelt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1156. Born, zu 1150
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Nochmals als Nachfrage:

Müssen Dachlatten, wenn sie als solche imprägniert sind und S 10 oder 13 sein sollen, nunmehr gekennzeichnet sein (rot bzw. blau. Laut einer nicht bestätigten Info wäre dies inzwischen in allen Bundesländern bauaufsichtlich gefordert ???

Sind die imprägnierten Latten an den frischen Schnittstelle mit Holzschutz nachzubehandeln, welche DIN oder handwerkliche Vorschrift könnte dies näher bestimmen ??

Danke für weitere sachndienliche (!) Antworten an Olaf-Born@t-online.de
Lieber Olaf-Born,
eine Imprägnierung (was denn für eine: temporäre Konservierung, Färbung, vorbeugender Holzchutz gegen?) hat nichts mit der Sortierung zu tun. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Eine Behandlung von "Dachlatten" mit einemm vorbeugenden chemischem Holzschutz wäre (weil i.d.R. ein nichttragendes Bauteil) gesondert vertraglich zu vereinbaren. Bei Holzschutzbehandlungen sind Schnittflächen grundsätzlich nachzubehandeln. Dies darf (technisch bedingt) örtlich geschehen. Die Bedingungen des Einzelfalles, den ich hier nicht kenne, sind jedoch entscheidend. Regelwerk dazu ist die DIN 68800-3.

Dachlatten sind im Handel i.d.R. sortiert im Bund (bis max. 10 Latten). Am Bund ist eine Sortierungskennzeichnung und an der Stirnseite. Die Farbkennung der Sortierklasse erfolgt nach DIN 4074: rot=S10 und blau=S13. Es kann u.U. auch in den Lieferpapieren gekennzeichnet werden. Die Sortierungskennzeichnung bei Dachlatten ist in allen Bundesländern bauaufsichtlich einheitlich geregelt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1155. petra schmitt
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sehr geehrte damen und herren,

mein freund renoviert ein ca 100 jahre altes haus.
es hat 2 etagen, die vorhandene treppe ist eher eine übergangslösung.
nun suchen wir eine antike treppe 1/4 gewendelt, unter den stufen sollte wenn möglich ein treppenkasten oder schrank vorhanden sein.
wir wollen das haus möglichst ursprünglich herrichten, und suchen schon lange eine schöne alte treppe die in das urige bauernhaus passt. könnten sie uns ein paar adressen von anbietern alter bauteile zu senden?
wäre prima, da ich auch nach langem stöbern im netz keine hinweise gefunden habe.
DANKE

p. schmitt
Liebe Petra Schmitt,
schauen Sie mal nach unter
http://www.historische-baustoffe.de/
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1154. Detlef Schönen
Mail
Sehr geehrter Herr Rüke,
ja, es handelt sich um Biozid-Material.
Schön, wenn man weiß, wonach man fragen muss.
Danke für die prompte Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Schönen

1153. Detlef Schönen
Mail
Sehr geehrter Herr Rüpke,
wir haben ein 23 Jahre altes Haus mit großem Holzanteil. Dieses Haus braucht nun eine neue Außenlasur. Wir würden diese Arbeiten gerne selbst ausführen, der Haushersteller aber will uns die benötigten Materialien nur verkaufen, wenn wir einen Sachkundenachweis beibringen
Ist das ein korrektes Vorgehen?
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Schönen
Lieber Detlef Schönen,
wenn es sich um biozidhaltige Materialien handelt, handelt er völlig korrekt. Um was für ein Produkt handelt es sich dann?
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1152. Ana
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Hallo Herr Rüpke,

der Schädling, den ich gesehen habe ist ca. 1 cm lang, dunkelbraun und sah aus als hätte er rechts und links kleine Härchen. Der Körper war wie ein Panzer der aus verschiedenen Stücken besteht. Die Löcher sind kreisrund und größer als die, die man normalerweise kennt. Falls ich nochmal einen sehen sollte, werde ich versuchen ein Foto zu schießen. Hoffe, sie können mir helfen.
Liebe Grüße
Ana
Liebe Ana, ja schicken Sie ein Foto, auch per e.mail möglich.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1151. UWE
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Hallo lieber Sachkundiger,

ich habe eine recht spezifische Frage zu Bankirai-Holz.

Am Wochenende bekamen wir eine Lieferung an Bankirai-Dielen für unsere Terrasse, die auf den ersten Blick einwandfrei war. Leider mußten wir beim Verlegen feststellen, daß 8 Dielen von 44 - witzigerweise die, die verdeckt in der Mitte des Stapels geliefert wurden - einige Wurmlöcher (Pinwholes) aufwiesen.
Nun ist das bei Bankirai nicht ungewöhnlich und über ein Wurmloch hier und da würde ich mich auch nicht ärgern. Wenn jedoch 30% bis 50% der Dielenlänge kleine Löcher hat, dann ist das m.E. hinterfragenswert. Das Argument des Lieferers Bankirai "sei nun mal ein Naturprodukt" kann hier wohl nicht mehr zählen.

Deshalb meine recht knappe Frage: Wieviel Wurmloch muß man als "naturgegeben" hinnehmen?

Für eine kurze und kurzfristige Antwort wäre ich sehr dankbar, da ich das Holz morgen zum Umtausch an den Lieferer zurück geben will und da wäre mir ein schlagkräftiges Argument wichtig.

Vielen Dank im Vorraus !!
Lieber Uwe Steinkönig,
wenn es sich denn wirklich um Bangkirai/Balau Yellow (Shorea obtusea) handelt, sollten eigentlich keine Insektenlöcher vorhanden sein, zumindest nicht nennenswert. Es handelt sich dabei um eine Holzart der Resistenzklasse 1. Das Holz ist gegen Insektenbefall eigenresistent.
Es sind die vorgefundenen Insektenlöcher, hier vermutlich nicht "naturgegeben" sondern es sind vermutlich andere Zusammenhänge vorhanden.
So viel Bankirai und Teak, wie in deutschen Baumärkten - noch zu niedrigsten Preisen - angeboten, kann es auf dem zertifizierten Weltmarkt gar nicht geben...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1150. Annette
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Hallo
Ich könnte günstigst in ein altes Haus einziehen. Es ist auf jeden Fall über 150 Jahre alt. Der 1.Stock wahr ca 10 Jahre unbewohnt und nicht geheizt. Jetzt ist alles von einem Schädling befallen, der Dachstuhl, und das ganze 1. Stockwerk, die Möbel (selbst die die Lackiert ausschauen), die Balkon Tür (wenn man die aufmacht sieht mann kleine, schwarze Käfer,die auch Fliegen können),die Fenster.
Jetzt meine Frage sind diese Tiere für den Menschen Gesundheitsschädlich ???
Das Haus wird eh früher oder später(ca.5 Jahre höchstens die wir darin wohnen)abgerissen, weil eine Totalsanierung einfach zu teuer ist, sollte man den Wurm jetzt trotzdem bekämpfen oder ist das noch schädlicher für die Kinder als der Wurm selbst ???
Wenn die Tiere bekämpft werden müssen, müssen wir das aus kosten Gründen selbst tun zu was würden sie uns rate??? Was ist für Menschen und Katzen am Unschädlichsten???
Wie lange Währen die Räume nach der Behandlung unbewohnbar (es handelt sich um alle Schlafräume) ???
Falls wir nicht bekämpfen würden wir bei einem späteren Umzug alles aus Holz zurücklassen. Kann man auch mit anderen Materialien den Käfer mit Umziehen (Stoff,Karton) ????
Vielen lieben Dank ,toll das es Sie gibt.
Liebe Annette Kallert,
die holzzerstörenden Insekten sind lediglich durch ihre Zerstörung an tragenden Holzbauteilen eine Gefahr, sonst nicht.
Vermutich haben Sie aber auch ganz andere Insekten vor Ort. Sie könnten Sie bestimmen (siehe Link ganz oben) lassen, dann wüßten Sie, was los ist.
Da Sie eine Katze haben, ist dem Verdacht auf eingechleppte Vorratsschädlinge (Futter) nachzugehen.
Diese Tierchen sind meistens völlig harmlos und können im Staubsauger "entsaugt" werden.
Halten Sie eine sonnvolle Reihenfolge ein: Tiere bestimmen und danach die Ursache ergründen, erst dann wird über Maßnahmen nachgedacht, nicht umgekehrt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1149. Gisela
Hallo,

habe eine mit dem Holzwurm befallene Kutsche gekauft. Die Räder bringen wir in die Sauna. Das Gehäude will ich mit einem Holzwurmmittel bearbeiten. Jetzt stellen sich mir bei der Auswahl der Mittel die Fragen, ob Alternativen zur Chemiekeule überhaupt wirken, ob sich bei einer Bekämpfung mit Chemie die Dämpfe auch von einer Kutsche auf die Gesundheit auswirken und ob ein Anstrich mit einem Lack die Dämpfe einigermaßen unter Verschluss hält?

Vielen Dank für die Antwort.
Liebe Gisela,
es muß gar nicht zu Ausdünstungen kommen. Es gibt auch bekämpfende Holzschutzmittel auf Borbasis in wässriger Lösung. Die lagern sich als Fraßgifte im Holz kristallin ab. Wenden Sie sich doch mal an einen Fachbetrieb für Holzschutz.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1148. Jörg
Mail
Ergänzung zu meiner vorherigen Frage:

Ich habe noch eine Frage, die Sie vielleicht gleich mitbeantworten können. Unsere relativ hochwertigen GARPA Teakgartenmöbel stehen auch direkt neben dem Holzstapel, in 20 cm Entfernung, besteht hier die Gefahr eines Übergriffs und Schädigung des Teakholzes. Lieben Dank für Ihre Antworten, ein toller Service wenn man selber nicht weiterweiss und unsicher ist.

Jörg
Lieber Jörg,
wirkliches Teakholz ist insektenresistent.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke