Holzwurm-Forum
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1147. Jörg
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Hallo,

ich habe heute in meinem abgelagerten und trocknen Kaminholzstapel definitiv Hausbocklarven entdeckt und das in nicht zu geringer Anzahl. Das Kaminholz befindet sich direkt auf der terasse, direkt an der Hauswand gestapelt. Können die Hausbocklarven in die Holzständerkonstruktion des OKAL-Fertighauses gelangen, ein Belüftungsschlitz zwischen Schalungswänden und Sockel wäre zum Durchkriechen da. Was muß ich tun?
Reicht es, wenn ich das Holz im Winter verbrenne oder hole ich mir beim Transport des Holzes den Hausbock ins haus?
Muß ich das Kaminholz sofort vernichten/verbrennen, um einen Übergriff des hausbocks auf das haus zu verhindern? Es knispert noch ordentklich in em Holz!
Welchen Rate hätten Sie, was ich tun soll. Danke für eine Antwort.

Jörg
Lieber Jörg,
jetzt ist die Flugzeit längst vorbei. Sie können also bis zum nächsten Sommer getrost die Larven verheizen. Erst im kommenden Sommmer wird es beim Ausschlupf wieder gefährlich.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1146. Axel Scheffler
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Lieber Hans-Joachim Rüpke
Danke für Ihre Antwort,Sie schrieben unter anderem ""Einschlagdübel und das passende Einspritzwerkzeug kann man bei Ausrüstern für Holzschutzfirmen kaufen.""
Meine Frage könnten Sie da vielleicht eine bestimmte Firma empfehlen bei der man sich auch Online erkundigen kann?
Gruss
Axel Scheffler
Lieber Axel Scheffler,
da müssen Sie mal im Fachhandel fragen. In Frankreich kenne ich einen Hersteller:
ZAC des Saules - BP 27 - F - 90400 BOTANS - Tél. +33 (1) 03 84 56 17 44 - Fax +33 (1) 03 84 56 16 43.
Viel Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1145. Ana
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Hallo Holzwurm-Team,

ich habe, wie so viele, ein Holzwurm-problem. Mein Problem ist nur, daß alle etwas über Käfer schreiben und das was ich gesehen habe, tatsächlich aussieht wie ein Wurm. Ich habe ein selbstgezimmertes Regal in meiner Voratskammer und bin von einem 2-wöchigen Urlaub wiedergekommen und habe Sägemehl an verschiedenen Orten gefunden. Die dazugehörigen Löcher sind absolut kreisrund und relativ groß. Nach langem Suchen habe ich ein dunkelbraunes Wurm-/Madenähnliches Tier gefunden, was leider viel zu schnell abgehauen ist, so daß ich es weder töten, noch mir genau ansehen konnte. Manchmal höre ich auch "Kaugeräusche". Bitte sagt mir um welchen Schädling es sich handelt und wie ich Ihn bekämpfen kann.
Vielen lieben Dank
Ana
Liebe Ana,
es geht bei den Insekten ja auch nur um die Larven. Die Käfer kommen erst nach der Vverpuppung aus dem Holz. (Metamorphose). Wer das ist, kann ich nicht sagen, weil Ihre Angaben zu ungebau sind.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1144. Frank Merz
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Hallo Herr Rüpke,

danke für die schnelle antwort.
habe aber noch einige fragen.

sie sagten in einer mail da der hausbock zu dieser jahreszeit ausgeflogen ist.
d.h. nach einer bestimmten zeit in der sich dir larve durch das holz frist puppt sie sich und fliegt aus.
hinterlassen sie bevor sie ausfliegen neue larven?
falls nicht dann ist der befall ja nach dem ausfliegen beendet.
oder kehren der hausbock wieder zum selben platz zurück.

beim hinzuziehen eines sachverständigen habe ich immer so meine bedenken.
woher weiss mann das sie einem die wahrheit sagen oder einem unnötigerweise dazu raten maßnahmen durchzuführen.der sachverständige hier in meinem bereich hat auch Unternehmen im Bereich Holz etc.
woran will man erkennen ob noch ein befall vorliegt?

wenn die befallenen balken eingeschlossen sind ( zwischen unterer angebrachten Regipsdecke und auf dem Dachboden Fussbodenaufbau mit Schüttung etc. kann der holzbock da überleben und sich fortpflanzen ohne ausfliegen zu müssen und somit über mehrere generationen schaden anrichten?

nochmals Danke
Lieber Frank Merz,
1. Nein, sie suchen zunächst einen Partner zur Kopulation. Später, an irgend einer Stelle danneben oder auch weit entfernt in anderen Häusern, werden ihre Eilarven sich in einem Nadelholz in einem frischen Riß im Splintholzbereich einfressen.

2. Der Befall wird natürlich auch an gleicher Stelle in der näheren Umgebung (im Dachstuhl, am Sparren, an der Pfette oder im Deckenbalken) weitergeführt, der Flug dient nur der noch besseren Weiterverbreitung der Art.

3. Warum haben zu Sachverständigen Bedenken, Sie befragen ja auch mich, oder nur, weil es nichts kostet?

4. Ob der SV zuverlässig ist, können Sie durch Fragen nach Referenzen schnell klären. Hat ein Sachverständiger gleichzeitig ein Unternehmen, ist eine Befangenheit natürlich nicht auszuschließen. Sie haben aber die Auswahl (leider nicht in allen Gebieten).

5. Der Nachweis eines Befalls ist nicht in 3 Worten zu erklären, deshalb gibt es es ja die Fachleute.

6. Der Hausbock, wenn er mal da ist, wird vermutlich auch eingeschlossen überleben. Wie er sich fortpflanzen kann, ist vom Einzelfall abhängig. Meistens kann er mehr, als wie denken, aber auch nicht so viel, wie ihm manchmal angedichtet wird. Er nagt eben langsam, aber mit zunehmendem Erfolg.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1143. Frank Merz
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Hallo Herr Rüpke,
wir haben uns letztes jahr ein älteres haus in der pfalz (bei landau) gekauft
dieses wurde in den 60 u. 70 er jahren erweitert und ausgebaut.
damals hatten wir bei der besichtigung mit einem architekten auf dem dachboden einige löcher im gebälk entdeckt , die auf holzbock schließen ließen.
der architekt meinte das diese aber nicht mehr aktiv seien da das holz jetzt viel zu trocken sei.
als ich letzte woche einige kartons die ich auf dem speicher gelagert hatte umräumte, habe ich darunter in den balken ovalförmige löcher mit frischem holzpulver gefunden . habe dann auch einen toten holzbock gefunden.
also ist anscheinend doch noch einiges aktiv.
nun habe ich die balken die im boden verlaufen genauer untersucht und festgestellt das einige unter der intakten außeren holzschicht bis zu einem 1 cm pulveriesiert sind.
als ich die schilfdecken in den in den räumen darunter entfernte sieht es dort genauso aus . die balken sehen einwandfrei aus.löcher vielen mir keine auf.
aber beim antesten mit einem spitzhammer- das gleiche spiel - unter der holzschicht bis zu einem zentimeter holzpulver.

ich habe aber die ganze zeit keine verdächtigen nagegeräusche gehört oder bis auf den einen toten holzbock lebende artgenossen gefunden.

nun meine fragen.

1 falls man nichts unternimmt und befall noch vorhanden ist. fressen die sich tiefer in die balken oder wird dieses kernholz nicht befallen?
2 ich dachte an einen vorsorglichen anstrich mit einem der folgenden mittel
a. holzwurm ex von clou mit flufenoxurom.
b. ein produkt mit inhaltsstoff 0,24% Permethrin von der firma PNZ Gmbh aus 85110 Kipfenberg
c. ein protukt der firma JOBECK GmbH aus 83734 Hausham , das nur aus reinen Kräutermix besteht.(kennen sie das produkt und wirkt es auch?
bringt so ein anstrich was und sind diese mittel gesundheitlich bedenklich.
falss man den dachstuhle eventuell später ausbauen will.
3.sollte man nur die befallenen balken behandeln oder auch nicht befallene?
4.einfach einstreichen oder löcher bohren und tränken.
5 wenn löcher bohren - in welchen abständen und wie tief und durchmesser?

vielen dank im voraus.
euer forum ist einfach klasse.
war über eine stunde am durchlesen
gruß frank

wir wollten eigentlich nächste woche mit dem isolieren des dachstuhls anfangen
Lieber Frank Merz,
dem Ingenöur ist nichts zu schwör... dem Architekten ist wohl danach noch mehr zuzutrauen, oder?

zu den Fragen:
1. Wenn man nichts unternimmt, und der Befall noch vorhanden ist, fressen sich die Larven weiter durch das Splintholz. Handelt es sich um Nadelholzarten, die Farbkerne haben, wie Lärche, Kiefer und Douglasie, wird der Kern nicht angegriffen.

2. Bei einer bestimmungsgemäßen Bekämpfung, die bei einem festgestellten Hausbockbefall (Befallsnachweis) stets erforderlich ist, kommt für die nicht befallenen Holzbauteile eine vorbeugende Behandlung dazu.
Hierfür sind nur grundsätzlich nur bauausichtlich zugelassene Holzschutzmittel zulässig (die es nicht im Baumarkt gibt).
Alternativ ist eine Heißluftbehandlung möglich, wobei eine anschließende vorbeugende chemische Behandlung zu empfehlen ist.

3.Es müssen alle tragenden ud aussteifenden Holzbauteile im Bereich des Befalls und auch in den angrenzenden Bereichen behandelt werden. Dies verlangt die Landesbauordnung. In machen Bundesländern ist eine Meldepflicht vorhanden. Nichttragende Holzbauteile und bewegliche Holzsachen werden von der Bauordnung als Ihre Sache angesehen, weil die nicht für das stabile Bauwerk nötig sind.

4.+5. Können nur nach den (bauaufsichtlich eingeführten) Bestimmungen der DIN 68800 Teil 4 ausgeführt werden. Falls Sie kein ausgebildeter Holzschutzfachmann sind und über den "Sachkundenachweis Holzschutz am Bau" vefügen, wären dafür geeignete Fachbetriebe zu beauftragen, die die Qualifikation vorweisen können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1142. Gila Weiste
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Hallo,
ich beabsichtige, ein Haus aus 1936 zu kaufen. Der Dachstuhl ist komplett mit Styropor abgedckt, aber ein Balken am Dachfenster zeigt ggf. Spuren von Schädlingen. Nach Recherche im internet habe ich ähnliche Spuren gefunden, die auf den Holzbock schließen lassen. Bevor ich einen Sachverständigen beauftrage, möchte ich gern wissen, ob es möglich ist, anhand eines Fotos zu beurteilen, ob meine Sorge überflüssig ist. Könnte ich ein Foto als jpg oder pdf senden und Sie sehen sich das an?
Danke für Info. Gila Weiste
Liebe Gila Weiste,
nach Fotos kann man viel, aber nichts genaues sagen. Daher ist es, besonders wenn Sie ein Haus kaufen wollen, immer besser, einen Fachmann hinzuzuziehen. Dabei kann es sogar nötig sein, für verschiedene Fragen verschieden Fachleute zu bemühen. Warum dieses so selten oder oft erst geschieht, wenn man den Schaden schon deutlich vermutet, ist für mich stets von neuem ein Rätsel...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1141. Born, o.
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Frage an die Baufachlaute: neu erstellter Dachstuhl mit Ziegeleindeckung.
Die Dachdecker behaupten, dass die Schnittstellen an den Dachlatten mit Holzschutz nicht nachbehandelt werden müsse. Das sei nicht üblich. Außerdem wäre laut Vorschrift ein Holzschutz mit 80 % ausreichend. Diese Vorschrift konnten Sie mir aber nicht nennen.
Die Latten sind aufgrund der Einfärbung des Holzschutzmittel an einigen Seiten erkennbar nicht voll getaucht, vermutlich haben die Latten beim Tauchen zu dicht aneinander gelegen.Wurde mit Foto dokumentiert. Gibt es zuverlässige Regeln dafür ??
Lieber Olaf-Born,
was die Dachdecker sagen ist falsch. Deshalb wissen Sie auch nicht wo Sie das her haben.
Allerdings müßten Dachlatten, wenn Sie unter der Ziegellage oberhalb der Deltabahn liegen, nicht unbedingt imprägniert sein. Da ist eine Befallsgefahr sehr gering. Zudem sind die Querschnitte gering. Ich halte es für unsinnig Dachlatten überhaupt zu imprägnieren.

Nach eigenen Schutzmittel-Prüfungen sind zudem viele Dachlatten ungenügend geschützt. Das einzige, was dazu immer noch glaubhaft verbleibt, ist die Kontrollfarbe. Am Preis gemessen, sind gegrünte Dachlatten aber immer ein Geschäft für den Händler. Es ist so, wie in bei den spanischen Blüten in der Operette: Es grünt so grün, wenn Latten grün sind...

Die falsche Aussage der Dachdecker bleibt, aber das unsichtbare Schutzmittel im Holz sollte man nicht mit der Grünung der Dachlatte niemals gleich setzen. Es könnte gut sein, das die grüne Latte schon am Lager längst alles Schutzmittel durch Regen verloren hat. Die hierbei verwendeten Schutzmittel sind i.d.R. auswaschbar. Der Imprägniervorgang ist ein einfaches Untertauchen, die Eindringtiefe erreicht dabei gerade mal 1 mm, wenn überhaupt....

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1140. 3_2_1_gewonnen
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Hallo,
ich brauche an dieser Stelle keinen Rat was Holzschädlinge anbelangt, zum Glück! Ich benötige vielmehr ein Beispiel für die Zerstörungskraft der Schädlinge. Mein Problem: Ich schreibe eine Studienarbeit über Holzschädlinge und benötige zur Dokumentation ein Beispiel samt Bekämpfungsmethode (Heissluft- oder Begasungsverfahren). Ist hier Hilfe möglich?
Liebe(r) XYZ,
da sollten Sie sich dazu am besten mit der entsprechenden Praxis dieser Maßnahmen vertraut machen. Eine gute Möglichkeit wäre, dies mit dem Praktikumssemester zu verbinden.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1139. Kirsten Ioannidis
Hallo Herr Rüpke,

vielen lieben Dank für die Info! Ich habe das gute Stück schon fast 8-10 Monate hier stehen und habe voher nie diese kleinen Holzstaubhügelchen gesichtet die sich rings um den Schrank häufen!
Kann es trotzdem sein, dass ich die kleinen Nervensägen mitgekauft habe? Dann werde ich mich nämlich an der Händler wenden, damit er sich darum kümmert, denn billig war der Kühlschrank gewiss nicht! Ich bin leider auf diesem Gebiet völlig Wissenslos und freue mich über Ihre Hilfe!
Herzlichst
Kirsten Ioannidis
Liebe Kirsten Ioannidis,
da hätten Sie ja nach dem Kaufrecht eine Grantie, wo allerdings nach 6 Monaten die Beweislast bei Ihnen läge. Da ein Ausschlupf erst nach mehr als einem Jahr meistens, i.d.R. erst nach 2-3 Jahren nach Erstbefall erfolgte, wäre wohl klar, daß Sie die Viecher mitgekauft haben müssen.
Viel Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1138. Emanuel Bennewitz
Hallo,

ich habe vor kurzem eine alte Kommode erstanden, welche sehr von Holzwürmern befallen ist. Diese möchte ich nun mit Flufenoxuron (aus dem Baumarkt) behandeln und danach einige Zeit luftdicht lagern. Meine Frage ist nun ob eine solche Lagerung überhaupt notwendig ist und, gesetzt den Fall, dass Ja, wie lange diese Lagerung sein sollte, um ein gutes Ergebnis zu erzielen und / oder welche anderen Methoden bieten sich als schnellere aber dennoch kostengünstige Alternative an?

MfG Benne
Liebe Emanuel Bennewitz,
das ist nicht nötig, da es ein durch Fraß aufzunehmendes und ein das Hormonsystem veränderdes Mittel ist.
Viele Grüße
HJans-Joachim Rüpke

 

1137. Kirsten Ioannidis
Hallo!
ich habe einen Kühlschrank von 1913, der dazumal mit Eis gekühlt wurde! Es ist ein echtes Prachtexemplar! Seit ein paar Wochen frisst sich ein Holzwurm durch das Holz! Was kann ich machen, dass dieser kleine Störenfried schnell das Weite sucht, da er sehr flink und fleißig ist, wäre eine schnelle Hilfe sehr willkommen!
Mit besten Grüßen Kirsten
Liebe Kirsten Ioannidis,
warum soll nun, nach fast einem Jahrhundert, gerade jetzt ein Befall auftreten?
Kann es nicht sein, das der Befall mit kam und sich bei der letztens sicher ungünstigen Lagerung schon zuvor entstanden war?
Was sie machen können, ist vielfältig, bekämpfen mit RAL-Holzschutzmittel oder eine Hitzebehandlung in Klimakammer, Begasung mit Inertgasen usw.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1136. Maria Bander
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Ein herzliches Hallo an alle „Holzwürmer“.

Ich habe ein großes/kleines Problem. Letztes Jahr im Februar kauften wir ein 18 Jahre altes Haus mit offenen Deckenbalken/Tragebalken und Sichtdachstuhl. OHNE irgendwelche Löcher, denn darauf waren wir nach einem Urlaub in der Toskana mit Wurmmehl auf dem Esstisch extrem allergisch und zudem musste ich alle Balken von einer dicken Schicht uraltem Bratfett (brrrr) mittels Küchenentfetter befreien und da gab es definitiv noch KEINE Löcher. Seit ungefähr 4 Wochen beobachten wir eine stark zunehmende Anzahl an Löchern mit ca. 3-4 mm Durchmesser. Ich natürlich sofort einen Kammerjäger gerufen, der Stein und Bein schwor, es wäre die Holzwespe und dagegen könne man überhaupt nichts machen. Außerdem würde diese kein trockenes Holz „verwerten“, welches älter als 5 Jahre alt wäre und er könne sich den Befall auch nach Rücksprache mit Kollegen nicht erklären. Zwischen den Zeilen konnte ich natürlich lesen, dass er mich für plemplem hielt und ich die Öffnungen schlicht von Anfang an nicht gesehen hätte - bis er wohl den frischen Rand um die Löcher entdeckte bzw. schienen die Öffnungen noch sehr hell zu sein, also wirklich frisch. Jetzt werden es immer mehr und darüber bin ich sehr beunruhigt. Die Entwicklungszeit dieser Tiere ist wohl um die 5 Jahre und dann kann ich mich ja in 5 Jahren auf etwas gefasst machen. Also was tun??? Denn ich will ja nicht dabei zusehen, wie sich diese Holzwespen durch sämtliche Balken schnabulieren und was unternehmen gegen eine Holzwespe, die dort wo sie ist, gar nicht sein dürfte? Ich bitte dringend um Hilfe und lieben Dank im Voraus.

Maria
Liebe Maria Bander,
Holzwespenlöcher sind größer als 3-4 mm. Ein Befall ist aufgrund des Holzalters ausgeschlossen. Es sind reine Frischholzinsekten, die lediglich mit eingebaut werden und dann innerhalb kurzer Zeit ausschlüpfen oder aber schnell absterben.
Es könnten jeweils neben holzzerstörenden auch holzbewohnende Insekten sein.
Wegen der wenigen Angaben kann ich weiter nichts sagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1135. Willi.Saile
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Hallo ihr Experten,
ich besitze einen bereits vom Holzwurm befreiten Schreibtisch.Die Löcher sind jedoch noch sichtbar. Wie können diese auf de naturbelassenen Oberläche unsichtbar gemacht werden.
W.S.
Lieber Willi Saile,
dazu können Sie gefärbte Wachse nehmen. Spezialist hierfür ist der Möbelrestaurator.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1134. Mirko Bielski
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Guten Tag auch,
ich habe Eichenbretter gekauft und möchte diese weiß färben. Streichen kommt nicht in Frage. Ich möchte in unserem (Kinder)pool Kalk und Gips in Wasser lösen und die Bretter einlegen.
Die Bretter haben auf der Oberfläche Pilzbefall (wenig) und 1mm Bohrlöcher von Käfern.
Pilzbefall, Käfer und auch larven sollten bei der Aktion absterben
Können Sie mir sagen ob das funktioniert?
Lieber Mirko Bielski,
vielleicht sollten Sie doch auf bewährte Farbbeizen zurückkgreifen und dazu den Malerfachmann fragen. Aus holzschutztechnischer Sicht ist ihr Vorhaben, Pilze und Iinsketen auf diese Weise zu beseitigen, ohne Sinn, den nicht diese Tinktur, sondern die späteren Umgebungsbedigungen bestimmen, ob ein Befall möglich ist oder nicht.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1133. Alex Hartmann
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Lieber Herr Rüpke,

ich habe vor kurzem ein Biedermeier - Kinder bett für meinen Sohn erstanden. Allerdings auch die Holzwürmer mit. Vor 5 Tagen habe ich in jedes der durchaus vielen Löchlein Xyladecor gesprüht. In einiegen "staubte" es auch, andere schienen "unbewohnt" und älteren Datums. Inzwischen bröselt es nicht mehr. <b>Ab wann kann ich mir sicher sein den Viechlein endgültig den Garaus gemacht zu haben?</b>

herzlichen Dank für Ihre Mühe
Alex Hartmann
Lieber Alex Hartmann,
sicher sein können Sie, wenn - frühestens nach Ablauf des nächsten Sommers - kein neues Ausschlupfloch mehr entstanden ist.
Ich hoffe, daß es sich um neueres Xyladecor handelt. Der Wirkstoff wäre dann 0,02 % Flufenoxuron, ein Wirkstoff der in die hormonelle Steuerung der Larve eingrift, dadurch hat das Mittel meist eine verzögerte Wirksamkeit.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1132. Stefan Radke
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Seit Tagen höre ich im Türrahmen unseres alten Hause leise schnarrende Geräusche. Wie kann ich herausbekommen was es ist? Wie kann ich es beseitigen?

Gruß
Stefan Radke
Lieber Stefan Radke,
das geht durch weiteres Beobachten. Dazu ist Geduld nötig.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1131. Wolfgang Kury
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Suche ein zuverlässiges Mittel gegen Holzwurmbefall an Musikinstrumenten (Streichinstrumente), dass mir die Garantie giebt keinen Befall mehr zu haben und das Streichinstrument vor weiterem Schaden noch schützt.
Es gibt ja die Vergasung (mit welchen Stoffen ??) und die Hitzebehandlung (=die beste Behandlung, jedoch nicht bei Streichinstrumenten (=zu trocken !!).
Bitte um eine zuverlässige Mitteilung einer erfolgreichen Methode.

1130. Axel Scheffler
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Liebe Forum Teilnehmer

Ich bin seit längerem auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen den Holzwurm in meinem Dachstuhl,der sich in einem bewohnten Raum befindet.

Da die Warmluftmethode aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt und auch die chemische Behandlung durch einen Fachbetrieb leider meine Geldmittel übersteigt,bin ich bei ebay auf Basiment-Holzwurm-BV-Farblos gestossen.

Meine Frage, weiss jemand, wo man die Einschlagdübel und das passende Einspritzwerkzeug kaufen bzw.leihen könnte, und wie wirksam bzw.giftig für den Menschen ist das bei ebay angebotene Produkt.

Da ich in Frankreich auf dem Lande lebe und leider nur über sehr wenig Geldmittel verfüge, bin ich auch über folgendes Produkt gestolpert: "Traitement insecticide fumigène SUPERTOX". Es ist mir leider bis heute nicht gelungen, mehr Informationen über Wirksamkeit, Gefahr für den Menschen oder gar den Hersteller zu bekommen.

Nur soviel, die Dose wird geöffnet und es entsteht ein Gas, der Inhalt soll für 75 Kubimeter ausreichen und man sollte sich 6 bis 8 Stunden aus dem Raum entfernen. (Orginaltext: "Pour charpentes, poutres, parquets, meubles...
Procédé simple, partique et efficace : répartir les boites en fonction du volume à traiter, allumer la mèche et sortir de la pièce. Laisser agir 6 à 8 heures. Neutralise et tue les parasites du bois tel que : capricornes, lyctes, vrillettes, syrex... 1 boite traite environ 75 m3."

Kennt vielleicht jemand dieses Produkt und hat damit Erfahrung gemacht oder gibt es vielleicht in Deutschland ähnliches??

Vorab vielen Dank für alle weiterhelfenden Antworten.
MfG Axel
Lieber Axel Scheffler,
Einschlagdübel und das passende Einspritzwerkzeug kann man bei Ausrüstern für Holzschutzfirmen kaufen. Zum Leihen ist mir nichts bekannt.
Das Mittel, was bei ebay illegal verkauft wird, stammt vermutlich aus Insolvenzmassen und fällt unter die Bestimmungen zur Herstellung, Inverkehrbringung und Anwendung von Holzschutzmitteln in dem jeweiligen Land.

Der vorgesehene Umsetzungszeitplan der europäischen Biozidrichtlinie gibt die Ländergesetzgebung vor. Das Mittel, was Sie angeben, ist eines mit verzögerter Wirksamkeit. Es enthält direkt in die hormonelle Steuerung des Organismus einwirkende Stoffe, z.B. Flufenoxuron.

Von dem in Frankreich anscheinend problemlos auf dem Markt angebotenen Gasbekämpfungstoff kann ich nur abraten. Ich kenne darüber nichts und eine Deklaration ist nicht dabei. Aus Griechenland kenne ich Gaspatronen aus dem Markthandel und Hinweise auf Vergiftungsunfälle.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1129. Christian Groeben
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort heute vormittag. Ich denke, ich werde den Tisch zur Sicherheit einer Thermobehandlung unterziehen, ich kann mir da einen kleinen Verschlag wohl auf 55 Grad aufheizen, und Trockenrisse hat dieses - nicht übermäßig - wertvolle Möbelstück sowieso. Eine Frage habe ich da aber noch:

Die dickste Stelle am Tisch mißt ca. 8 cm x 8 cm (Tischbein oben). Wie lange dauert es ungefähr, bis das gesamte Holz durch und durch 55 Grad erreicht hat? Sprich, wie lange muss ich den Tisch in der Kammer bei 55 Grad stehen lassen, damit etwaige Würmer "erlegt" sind?

Vielen Dank und beste Grüße,
Christian Groeben
Lieber Christian Groeben,
das wird schon länger dauern, bis sie bei einer Lufttemperatur von 55°C das Holz innen erreichen ebenfalls mit 55°C erreicht haben werden. Holz dämmt sehr gut. Bei Ihrem Vorgehen müssen Sie auch mit starken Trockenrissen rechnen.
In der Praxis benutzt man Klimaklammern, die mit höheren etwas Temperaturen arbeiten und durch eine im Prozeß geregelte Luftfeuchtigkeit Trockenrisse ausschließen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1128. Karl-Heinz H.
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe aus einer Wohnungsauflösung ein altes Holzmöbelstück ergattert, welches lange ein einem Keller stand. Es ist ein antiker Schrankaufsatz.
Leider war oder ist das Möbelstück von starkem Wurmbefall gekennzeichnet.
Meine Fragen wären jetzt:

a. Wie kann ich erkennen, ob der Wurmbefall weiter geht oder noch akut ist, oder ob sich kein Wurm mehr an meinem Möbelstück daran zu "schaffen" macht.

b. Gibt es wenn eine Möglichkeit für den Otto-Normal-Verbraucher einen noch
aktiven Holzwurm selbst zu bekämpfen??

Gruss
Karl-Heinz Hockertz,
Sie könnten mir bei der Antwort selbst helfen, indem Sie mal mit Hilfe der "Suche" nachschauen, heute morgen ist die Zeit sehr knapp. Dort gibt es bestimmt einen Haufen bereits beantworteter Fragen zu Ihrem Thema. Danke.
Viele Grüße
Hans-Jopachim Rüpke

 

1127. Christian Groeben
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

wie schön, dass es so ein Forum gibt! Meine Frage: Ich wohne in einem Vorkriegs-Backsteinbau (Mietshaus, 2. Stock), der Fußboden besteht aus Fichte oder Kieferndielen auf Balken, darunter erst einmal etwas Luft und dann Zement, die Dielen habe ich geschliffen und mit 2-Komponenten-Klarlack gestrichen. Die Decken im Haus besteht aus Balken, Putz mit Gips, darunter Stroh. Wurmlöcher hat der Fußboden nicht. Das Haus hat Zentralheizung, im Winter heize ich mäßig bis wenig, da ich tagsüber nicht da bin.

Nun habe ich mir gerade einen alten Tisch gekauft, der an einigen Stellen recht viele Wurmlöcher aufweist. Ob der Wurm noch aktiv ist, will ich jetzt erst einmal beobachten. Wie groß ist die Gefahr, wenn ein Wurm vorhanden ist, dass dieser den Holzfussboden befällt oder einen alten Kiefernschrank im anderen Zimmer? Soll ich den Tisch besser aus der Wohnung entfernen?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen!
Beste Grüße,
Christian Groeben
Lieber Christian Groeben,
eine Gefahr ist in unserer Welt, die ja schließlich eine unendliche Vielfalt des Lebens darstellt, ist "natürlich" immer da. Sie ist jedoch streng abhängig von den erforderlichen Lebensbedingungen. Wenn ihre Wohnung dem baulichen Regeln entspricht und beheizt ist, ist die Gefahr sehr gering. Will man sicher gehen, bringt man den Tisch in eine Klimakammer, wo die Letaltemperatur von rd. 55°C über 60 Min. im Holzinneren erreicht werden muß. Ansonsten ist eine Behandling mit der Einwegspritze und bekämpfendem RAL Holzschutzmittel eine zeitaufwendige Fummelarbeit. Sind rohe Holzseiten vorhanden, können diese natürlich eingestrichen werden. Die Anwendungsvorschriften sind dabei zu beachten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1126. S. Dunst
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Guten Tag,

ich habe vorkurzen eine Holzbockbehandlung mit dem Heißluftverfahren vornehmen
lassen. Es wurden vier Heißluftschläuche in die Dachschrägen des ersten Stockwerks eingeführt und ca. vier Stunden dort belassen. Hier sind auch jede Menge Harzflecken von der Trocknung vorzufinden. Als ich den Hinweis gab, dass im Hauptdachstuhl, wo kein einziger Schlauch eingesetzt war, die Temperatur von 60 Grad nicht erreicht wurde, legte man nur einen einzigen Schlauch in den Dachstuhl des Ambaus für zwei Stunden. Ich Frage mich, ob die Schädlingsbekämpfung auf dieser Art erfolgreich gewesen sein kann. Die Behandlung erfolgte im Hochsommer trotzdem die Frage, hätte das Dach eingepackt werden müssen, um die Hitze zu halten.
Bei einer Reklamation meinerseits hieß es, dass ich beruhigt sein könne außerdem hätte ich fünf Jahre Garantie.
Ich traue mich nicht jetzt mit der Isolierung anzufangen, da ich mir ziemlich sicher bin, dass die Schädlingsbekämpfung zu 100% gegriffen hat.
Frage: Wie ist ihre Einschätzung und wie kann ich weiter vorgehen?

Vielen Dank für ihre Hilfe
S. Dunst
Liebe(r) S. Dunst,
ob das Dach und wie eingepackt werden muß, ist dem Anwender überlassen. Dafür ist ja ein Probelauf vorgesehen, der wärmetechnische Unzulänglichkeiten aufdecken (besonders hinsichtlich des Strömungsverlaufs) hift.

Sie haben ein Anrecht auf eine Kopie des vor Ort zu erstellenden Messprotokolls (z.B. Ausdruck oder Kopie des Ausdrucks), in dem die Kerntemperaturen an den ungünstigsten Stellen (50°C über 60 Minuten anhaltend) nachgewiesen sein müssen. Hierzu ist auch eine Skizze anzufertigen, in der die Meßstsellen eingetragen werden. Zudem sind die Messtellen (zum Wiederfinden) vor Ort dauerhaft zu kennzeichnen. Das wäre für den Anwender ein Nachweis, daß er die für eine erfolgreiche Behandlung nötigen Letaltemperaturen überhaupt erreicht hat. Der ausführende Betrieb muß das Messprotokoll 5 Jahre aufbewahren. Nähers DIN 68800 Tei 4 Abschn. 5.3.5 und Beuth-Kommentar dazu.

Ohne dieses Meßprotokoll in der Hand, würde ich z.B. keine Zahlung vornehmen.

Sind die Messungen nicht ordnungsggemäß erfolgt und vor Ort protokolliert, wäre die Maßnahme sicher nicht bestimmungsgemäß ausgeführt, und möglicherweise im Erfolg zweifelhaft.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1125. Oliver Hinsenbrock
Mail
Hallo Herr Rüpke!

Ich habe ein knapp 100 Jahre altes Jugendstilhaus erworben. Das Dach war durch Hausbock befallen, angegriffene Balken wurden jedoch bereits vor meinem Erwerb ausgetauscht bzw. abgebeilt und der Hausbock bekämpft. Aufgrund meiner fehlenden Kenntnis habe ich (auch für ein Nebengebäude) durch einen Meisterbetrieb für Schädlingsbekämpfung (Mitglid im DHBV und DSV) den Dachboden begehen lassen. Seine Aussage: 'Ich solle mir keine Sorgen machen, er hätte hier bereits (wie oben erwähnt) entsprechend agiert', hat mich nur im ersten Moment beruhigt, da ich Nagegeräuschen (klingen ähnlich wie ein Flügelschlag) unter / in den Dielen (neuwertig) und Ausflugslöcher wahrnehmen konnte.
Der relativ neue Dielenboden wurde daraufhin mit einem Holzwurmmittel (Adolit) besprüht. Mir wurde zugesagt, dass hierdurch die holzzerstörenden Insekten / Würmer sobald Sie ausfliegen, getötet würden und nach 2 Jahren die Thematik keine mehr sei. Nach nunmehr einem Jahr nach der Behandlung haben die Nagegeräuche m.E. nicht nachgelassen und die Verunsicherung bleibt. Ich kann jedoch keinerlei Insekten wirklich ausmachen noch sehe ich Sägemehl oder Larven, die ich einschicken könnte.

Können Sie mir Hinweise geben, wie ich weiter Vorgehen sollte?

Herzlichen Dank vorab und noch einen schönen Sonntag,

Oliver Hinsenbrock
Lieber Oliver Hinsenbrock,
bei bekämpfenden Holzschutzmitteln ist auch zu beachten und vom Verwender darauf hinzuweisen, wann und ob bekämpfende Holzschutzmittel eine zeitversetzte Wirksamkeit (schnell, langsam, verzögert) aufweisen, denn es kann u.U. Jahre dauern, bis ein Befall zum Erliegen kommt. Grund dafür sind unterschiedlich wirkende Stoffe.

schnelle Wirksamkeit:
Kontaktinjektizide (Nervengifte) wie Pyrethroide, z.B. Permethri
langsame Wirksamkeit:
reine Fraßgifte, wie Borverbindungen, z.B. Borsäure, Borax
verzögerte Wirksamkeit:
direkt in die hormonelle Steuerung des Organismus einwirkende Stoffe, z.B. Flufenoxuron

Vermutlich brauchen Sie nichts zu machen.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1124. Jacqueline u. Johannes Preiß
Mail
Guten Tag Herr Rüpke,
wir haben im letzten Jahr ein neugebautes Holzhaus bezogen. Wegen möglicher Holzwürmer haben wir zwei Fragen an Sie:
1. Anfang Juli erhielten wir eine Lieferungs Douglasienholz für den Terassenboden auf einer Palette, die sehr wurmstichig war. Nach 1 Woche packten wir das Douglasienholz aus und fanden dort tote Käfer, denen wir keine Bedeutung beimaßen und sie wegwarfen. Anfang August entdeckten wir einen solchen toten Käfer im ausgebauten Dachspitz.Mit Hilfe eines Holzlexikons und kundiger Beratung wurde festgestellt, daß es sich um ein Hausbockmännchen handelt. Mit dem Holzlexikon haben wir uns weiter informiert, daß dieser Käfer und seine Larve ganz üble Gesellen sind. Wir sind verunsichert und in Sorge, ob unserem Haus ein Befall droht.
Hier ein paar Daten zu unserem Haus: Lignotrend Wände, innen mit GK-Platten beplankt, außen 18 cm Wärmedämmung, Hinterlüftungsebene, Fassade sibirische Lärche. Lignotrend Decken, Sichtholz. Unterzüge Pfosten, Pfetten aus BSH. (Leider !!) Zwischensparrendämmung mit Dampfbremse , darauf Fichte N+F-Schalung. Sparren 18 cm, aus KVH. Fußbodenheizung

2. Im Frühjahr 2005 entdeckten wir in einem rißfreien Lärchenkernholzbrett (ca. 12 mm dick) eines Möbelstückes einen Fraßgang und Bohrmehl. Die Lärche wurde im Februar 1994 geschlagen, 1995 im Sommer aufgesägt und hatte unter der Rinde natürlich Würmer. Im Februar 2000 wurde das Holz gesägt und gehobelt und befand sich seitdem auf einer überdachten Terasse im Freiluftklima oder im Heizungsraum. Leider wurde der Fraßgang mittlerweile mechanisch zerstört, da wir die Larve suchten und nicht fanden. Auffällig war die extrem dünne Holzschicht über dem Fraßgang, z.T. war der Fraßgang zur Hälfte frei (als hätte der Wurm zwischen zwei aufeinanderliegenden Brettern gebohrt). Ferner fiel auf, daß der Fraßgang dem Jahresring folgte.
Kann das ein Hausbock sein ? Oder gibt es einen Frischholzkäfer mit 10-jähriger Generationszeit ?

Vielen Dank für Ihre Mühe und Hilfe
Liebe Jacqueline, lieber Johannes Preiß,
zuerst einmal ist Wurmstichigkeit bei heimischen Holz nicht undeingt ein Anlaß zur Sorge. Es kann sich um im verbauten Zustand harmlose Ausschlupflöcher und Gänge von Frischholzinsekten handeln. Die Löchlein sind hell oder aber auch geschwärzt (durch Pilze) und um 1 mm groß. Ein Hausbock paßt also in eine Wumrstichigkeit nicht rein, da seine Larven wesentlich größer werden.

Wenn Sie einen Hausbock nach dem Ausschlupf gefangen haben, müßten die Schäden also entsprechend erkennnar sein. Im Douglasienholz beträfe dies nur das Splintholz, das Kernholz (farbig dunkler) bliebe unangetastet. Bei Frischholzinsekten, z.B. andere Bockkäferarten, gäbe ein Hakengang Sicherheit in der Puppenstube gegen die lange Spechtzunge. Diese Gänge können auch im Kernholz vorkommen.

Hausbockzyclen sind 2-10 Jahre, bei frischerm Holz sind 2-3 Jahre normal. Der Fraß ist platzmäßig, mit Riffelspuren wie bei einem Schafelradbagger und geht durch Früh- und Spätholz gleichermaßen durch Nähers finden Sie auf der Hausbockseite.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1123. Dietmar Holzapfel
Mail
Guten Tag, Herr Rüpke!

Ich habe vor ca. 3 Jahren ein Haus, erbaut etwa 1955, gekauft, das vor etwa 20 Jahren umfangreich renoviert worden war. Das Haus hat nie längere Zeit unbeheizt Leergestanden. Die Decke zwischen Erdgeschoß und erstem Stock besteht aus einer Holzkonstruktion, auf der Spanplatten verlegt sind. Letztes Jahr traten in 2 Zimern im ersten Stock kleine Tiere auf, die zunächst aufgrund des dort verlegten Korkbodens von einer Schädlingsbekämpfungsfirma als "Brotkäfer" identifiziert wurden. In diesem Zimmer befanden sich nie Lebensmittel, es war auch früher ein Schlafzimmer. Dies Firma brachte dagegen mehrmals ein "mikroverkapseltes Präparat" aus. Das brachte aber keinen Erfolg. Die dann diesen Frühling gerufene andere Firma, ebenfalls eine Fachfirma, identifizierte die Tierchen als "Holzkäfer". Dagegen wurde zweimal eine "Trockenvernebelung" durchgeführt. Ich hatte den Eindruck, daß es besser wurde, aber nicht weg war. Daraufhin wurden nochmals Behandlungen durchgeführt, zuletzt zwei mal, indem durch 4 Löcher pro ca. 20 qm großem Zimmer Nebel in den Boden gesprüht wurde, um einen Befall in den Balken beseitigen zu können. Es sind aber immer noch Tierchen da, wenn auch nicht mehr soviele. (Konkret hat meine Frau heute 3 neue in einem Zimmer entdeckt, 2 in dem anderen.) Die Zimmer sind bewohnt (Kinderzimmer), und es stehen keine ältern Möbel dort. Bleibt mir jetzt nur noch die Alternative, den Korkboden und die Spanplatten zu entfernen, und die Balkenkonstruktion zu behandeln, oder sehen Sie andere, kostengünstigere Möglichkeiten, die die kleinen Mitbewohner erledigen?

Vielen dank für Ihre Hilfe

Dietmar Holzapfel
Lieber Dietmar Holzapfel,
Brotkäfer und Gemeiner Nagekäfer kann man verwechseln.

Einem Schädlingsbekämpfer sind holzzerstörende Inseketen als Teil der Baukonstruktion nicht unbedingt bekannt, denn holzzerstörende Insekten gehören nicht zu seinem Fachbereich. Eine entsprechende Sachkunde zu den holzzestörenden Insekten darf also nicht als slbstverständlich vorausgesetzt werden. Es ist das Fachgebiet des Holzschutzes. Ihr Bericht dürfte diese Tatsache gut belegen.

Ich würde auch mal die Frage stellen, ob ein paar Exemplare, ob nun des Gemeinen Nagekäfers oder des Brotkäfers vorzufinden, nicht hinnehmbar wäre. Ich vermute sicher nicht unbegründet, daß die bisher durchgefühten Maßnahmen eine unnötige höhere Belastung als die Käfer selbst waren.

Brotkäfer kommen in der warmen Jahreszeit oft in großen Mengen vor. Das kann auch im Schlafzimmer passieren. Ihre Nahrung finden sie z.B. innerhalb der Holzbalkendecken. Dort kann es z.B. aus Vorratslagern von anderen Tieren stammen. Es gibt viele Möglichekeiten die man auf den ersten Blick nicht im Zusammenhang sieht.

Auch der Gemeine Nagekäfer ist in älteren Gebäuden ein gewöhnlicher Dauergast an kühlen und feuchteren Stelle (z.B. in kühlen Flur, im Treppenabgang an der Bodenluke etc.). Wenn es so wäre, könnte man aber über etliche Jahrzehnte damit leben.

Fszit: keine Panik und erst mal gut überlegen, ob es das ganze Bremborium auch wirklich nötig war.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke