Holzwurm-Forum
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786. Pia Heß
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Hallo Herr Rüpke,

nach genauerer Untersuchung fanden wir mehrere kreisrunde Löcher (Durchmesser ca.0,5mm, Tiefe 4-5cm).Dazu bei einem Balken die Spuren von Rillen 2mm breit und 3-4 cm Länge . Bei manchen dieser Löcher,die sich am Rande vom Balken befanden konnte man mit einem dünnen Draht von einer zur anderen Seite durchstossen.
Meine Frage, genügte bei Lärche eine Behandlung mit Holzschutzmittel auch gegen Schädlinge?
Was wäre zu tun ,wenn es sich tatsächlich um eine Art Holzwurm oder etwas ähnliches handeln würde.
Liebe Pia Heß,
das sieht nicht bedenklich aus. Jedoch kann ich aus der Ferne keine verbindliche Ergebnisse geben. Dazu ist immer noch eine Untersuchung nötig.
Viele Grüße
Hans-Jochim Rüpke

 

785. Elmar Blatt
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re 787:
Es ist Cobalt 60, die Leute dort wissen auch dass es in Deutschland (und auch Frankreich) nicht erlaubt ist. Betrahlt wird 48 Stunden. Ein Stuhl kostet 7 Euro, ein Sessel 10 und ein Schrank 15 Euro. Bei den Preisen haben sie grossen deutschen Zulauf, vor allem aus Sachsen.
Nun ja, der Sieg der kapitalistischen über die kommunismustischen gab dem Sieger das Recht sich am Erbe zu bedienen. Lustig ist, das Erben und Beerbte die gleichen sind. Ich frage mich nur, warum wir immer noch pünktlich den Solidaritätszuschlag zahlen müssen. Naja, wir stehen darüber...

 

784. Peter und Pia Heß
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Seit Anfang März haben wir einen Holzbalkon aus Lärche.
Vor kurzem mussten wir feststellen,dass an zwei Balken ein kreisrundes Loch und
kleine längliche Furchen zu sehen sind.Die Balken wurden mit Holzschutzlasur behandelt.Kann das ein Hinweis auf Befall von Holzschädlingen sein?
Vielen Dank im Voraus für ihre Antwort.
Liebe(r) Peter und Pia Heß,
es könnte auch ein ganz gewöhnliches Nagelloch sein. Der Hinweis wäre etwas dürftig.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

783. Elmar Blatt
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re 787:
Ich habe nachgefragt. Es ist ein Museum. Sie benutzen Cobalt mit Gammastrahlen. Wenn Sie interessiert sind (und Tschechisch koennen), hier ist der URL: Unter
www.muzeum-roztoky.cz auf die Taste OZAŘOVNA klicken.

Radioaktivitaet bleibt also keine zurueck; fraglich ist nur ob die Intensitaet der Cobaltquelle ausreicht alle Larven abzutoeten (Lebensmittel werden ja auch bestrahlt zur Sterilisation).

Ich werde erst mal Ihren Ratschlaegen folgen und einige Zeit warten, dann sehen wir weiter.

Viele Gruesse aus Prag

Elmar Blatt
Ja, Elmar Blatt,
wenn das eine Anlage mit Co-60 ist, kann das gut funktionieren, auch Holzgegenstände damit zu bestrahlen um darin alles Leben abzutöten.
Ich kannte diese Anlagen nur aus dem medizinischen Bereich und zur industriellen Lebensmittelbestrahlung (Konservierung).
Vielleicht haben die tschechischen Kollegen die Stunde nach dem Kommunismus genutzt, um sich eine so teuere Anlage aus der kommunistischen Zeit nun privatwirtschaftlich zum Nutzen zu machen.
In Deutschland wäre aus Kostengründen die kommerzielle Nutzung einer Co-60 Anlage zum bekämpfenden Holzschutz auszuschließen, von der allgemeinen Ablehnung aller Strahlungstechniken außerhalb des medizinischen Bereiches und den behördlichen Auflagen mal ganz abgesehen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

782. Elmar Blatt
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Re: 787
Die Firma die mit radioaktiver Bestrahlung arbeitet hat sitzt in Prag (meinem derzeitigen Arbeitsort). Sie gibt auch ein Faltblatt heraus ueber die Methode.
Vielleicht nutzt diese Firma nur andere Begriffe (oder ältere medizinische Bestrahlungsanlagen?). In der BRD wäre dies zu Holzschutzzwecken weder der Stand der Technik noch zugelassen. Eine populäre Nutzung von Strahlungsquellen ist bei uns nur sehr verhalten zur Anwendung gekommen. Aber Strahlung ist ja nicht gleich Strahlung, aber Radioaktiv ist bei uns ein geprägter Begriff.

Handelt es sich um ionisierende Strahlung, die von radioaktiven Atomkernen emittiert wird ist die Strahlung selbst nicht radioaktiv. Dazu gehören neben Alpha-, Beta-, Gamma-, und Neutronenstrahlung auch die Röntgenstrahlung.
Vielleicht würde durch eine Begriffsklärung sich die radioaktive Bestahlung in Prag auf ein technisch übliches Verfahren mit hochfrequenter elektromagnetischer Stahlung relativieren. Ich kenne leider das Faltblatt nicht.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

781. Elmar Blatt
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Re: 784

Sehr geehrter Herr Rüpke,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Meine Frau hat einige Firmen angerufen und die Antworten erhalten, die Kommode müsste auf jeden Fall zu ihnen gebracht werden:
a)in die Wärmekammer oder
b)in eine Kammer mit radioaktiver Bestrahlung.

Bestrahlung habe ich in keinem Ihrer Beiträge gelesen; ist das auch eine Alternative?

Ihre Methode klingt so einfach: trockenes Raumklima und Geduld. Machen die anderen Firmen Panik weil sie daran verdienen?

Elmar Blatt
Lieber Elmar Blatt,
in einer klimatisierten Wärmekammer, wobei durch eine Regelsteuereung das Klima feuchtereguliert stabil gehalten wird, um Holzspannungen mit Rissbildung zu vermeiden, sind Insekten in Möbeln gut zu bekämpfen. Diese Bekämfpung ist rücksandslos.
Die Methode mit radioaktiver Bestrahlung vorzugehen, ist bei uns nicht zugelassen. Wer dies anbietet sollte schnellstens dingfest gemacht werden. Es scheint sich um einen Scharlatan zu handeln, der so etwas anbietet oder keine Ahnung hat, was er da sagt.
Es gibt Bestrahlungen durch Induktion elektromagnetischer Mikrowellen, wie Sie es aus der Küche her kennen. Dieses Verfahren ist stark holzfeuchteanhängig und führt nicht nicht immer sicher zum Erfolg und ist zudem der Beschläge und Farben wegen an Möbeln höchst problemetisch.
Anwendungen an unbehandeltem verbautem Konstruktionsholz sind ohne Probleme möglich, wenn die Holzteile gut zugänglich sind. Dieses Verfahren ist z.B. für verbaute, nur von oben frei zugängliche befallene Deckenbalken eine Alternative.
An tragenden und/oder aussteifenden Bauteilen ist es jedoch kein anerkanntes Verfahren.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

780. michael ewerbeck
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Sehr geehrter Herr Rüpke,
vor drei Jahren habe ich die Balken in einem alten Haus erneuern lassen, jetzt stelle ich zu meinem entsetzen fest, das ich einen Holzbock im Gebälk habe, es müssen Scharen sein. Was kann ich dagegen tuen. 3 der Larven habe ich schon aus dem Holz herausgeholt. Aber ich habe fast das Gefühl, der Bock ist schneller am Fressen, als ich ihn finden kann.
Lieber Michael Ewerbeck,
bestellen Sie sich einen Sachverständigen für Holzschutz, um neben einer Bestätigung des Festgestellten den Befallsumfang genau feststellen zu lassen. Danbach sind mögliche alternative Entscheidungen zu Maßnahmen zu erörten und zu treffen.
Obwohl Sie gesehen haben, wie intensiv der Hausbock vorgeht, ist Panik und Zeitdruck immer der schlechteste Ratgeber beim weiteren Vorgehen. Viele Fragen brauchen auch viel Zeit für die Beantwortung. Drei Jahre wäre der Balken alt, ein Befall wäre also in der ersten Generation. Neues Holz ist wegen der Rissanfälligkeit ein sicherer Eiablageplatz. Die Population kann aber auch in anderen Balken sitzen und schon viel älter sein. Hausbockbefall ist immer großflächig anzunehmen und wird regelmäßig übersehen, weil er bis ins Spätstadium seiner Zerstörungen kaum ins Auge fällt. Um ein spätes Stadium zu erreichen, braucht es aber mehrere Generationen 15 - 30 Jahre, manchmal kürzer, manchmal länger; es gibt keine preußische Regelmäßigkeit.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

779. Katrin Kresse
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Sehr geehrter Herr Rüpke,
in unserem Keller haben wie den Holzbock. Wie können wir andere Schränke, die wir gern dort abstellen würden, vor einem Befall schützen?
Mit freundlichen Grüßen, Katrin Kresse
Liebe Katrin Kresse,
Holzbock ist eine Zeckenart. Sie meinen vermutlicgh Hausbock. Im Keller ist der eigentlich seltener. Es ist nicht der Schrank im Keller selbst, sondern das Klima dort, was entscheidend für einen Befall wäre.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

778. Elmar Blatt
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Sehr geehrter Herr Rüpke,
Ich habe mir vor einigen Wochen eine etwa 100 Jahre alte Kommode gekauft. Im Holz waren viele Loecher (1-2 mm). Jetzt habe ich entdeckt dass aus einigen dieser Loecher heller Holzstaub auf die darunterliegenden Holzteile gerieselt ist.
Falls das ein holzzerstoerendes Insekt ist, was kann ich machen (z.B. Kommode in die Sauna stellen?) Besteht die Gefahr, dass jetzt waehrend der Paarungszeit weitere Moebel in meiner Wohnung oder das Parkett befallen werden?
Mit freundlichen Gruessen
Elmar Blatt
Lieber Elmar Blatt,
aus Löchern rieselndes Mehl ist allein noch kein Befallsmerkmal. Das kann uralt sein und infolge der Erschütterungen ausgetreten sein. Entscheidend sind die klimatischen Verhältnisse, die einem Insekt das Leben erlauben oder nicht. In einer von Baufehlern freien Baukonstruktionen, sprich in Ihrer Wohnung, sollte das allgemein nicht der Fall sein. Daher bestünde auch keine weitere Gefahr für andere Möbel.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

777. tom
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Erst Mal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Und noch eine Frage:

Wenn ich keine Fraßgeräusche hören kann, bei mehrmaligen Lauern im Dunkeln oder Hellen, kann ich dann davon ausgehen, dass kein aktiver Befall da ist?

Wieviel Tage oder Wochen müsste ich mich auf die Lauer legen?

Danke

tom
Fraßgeräusche sind ein Merkmal für einen Lebendbefall von vielen.
Kurz gesagt, das kann dauern.

 

776. Schindler
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Hallo,

wir haben eine alte Weichholzkommode erworben. Wie wir im nachhinein feststellen mußten, wurde diese vor ca. 2-3 Monaten mit Holzwurmex behandelt.
Können wir diese Kommode noch für die Aufbewahrung von
Babykleidung benutzen? Bzw. für was kann man diese überhaupt noch verwenden?
Außerdem wurde die Schublade noch nicht behandelt. Der Verkäufer meinte der Holzwurm stirbt bei Raumtemperatur ab? Sind Auswirkungen auf unsere anderen Möbel bzw. auf unser altes vorwiegend aus Holz bestehendes Mietshaus zu erwarten?

Herzlichen Dank für die Beantwortung.

Viele Grüße,

Elke und Andreas
Liebe(r) Elke und Andreas Schindler,
Holzschutzmittel und Babykleidung geht nicht zusammen. Vermutlich werden Sie auf der Packung lesenermethrin 0,35 - 0,5 %. Es handelt sich dann um ein auf das zentrale Nervensystem der Insekten zielende Kontaktinjektizid, daß über Hautkontakt wirkt - allerding wirkt das auch auf Wirbeltiere, wie es Menschenkinder sind.
Es wäre eine längere Zeit, 1-2 Jahre, zu warten. Erst dann bauen sich solche Wirkstoffe über die Zeit ab.
In einem baufehlefreien Wohnhaus sind weitere Auswirkungen durch Verbreitung des Insektes nicht zu erwarten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

775. tom
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Hallo,

mit Schrecken habe ich soeben an zwei Holzbalken im Spitzboden meines Hauses von 1937 Ausfluglöcher entdeckt, die nach den Beschreibungen auf Ihrer Seite vom Hausbock stammen. Genauere Untersuchung hat dann gezeigt, dass im Bereich einer Kante das Holz weich ist und unter der Oberfläche ca 1-2cm Holzmehl sich befindet. Es sind an einem Balken 8 Löcher verteilt, am anderen 2. Die beiden Balken sitzen unmittelbar hinter dem Giebel, an den anderen Balken habe ich nichts entdeckt.
Kann ich außschließen, dass ein Lebendbefall vorliegt, wenn ich kein Nagegeräusch höre und auch weder Larven noch Käfer finden kann?

Wie lange und zu welcher Tageszeit muss ich mich in den Dachboden setzten und lauschen, bis ich ausschließen kann, dass noch lebende Tiere vorhanden sind?

Können Sie mir einen Sachverständigen in der Nähe von Nürnberg nennen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

tom
Lieber Tom Schock,
Sie werden jetzt zu allen Zeiten Fraßgeräusche höten können. Früh ist es wohl am günstigsten. Allerdings gibt es immer auch Fälle, wo man selten etwas hört.
Einen Sachverständigen nenne ich Ihnen per e-mail.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

774. Jakob
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Hallo,

in unserem Haus wohnt der Holzbock. Das war wohl schon immer so. Wo ich ihn gehört habe, bin ich schnell mit einem "Holzwurm-Ex-Mittel" zur Stelle gewesen und habe das Holz in der näheren Umgebung der Arbeitsgeräusche damit eingelassen. Dabei musste ich immer feststellen, dass er sich dann verzogen hat. Ein paar Wochen später hörte man ihn an einer anderen Stelle.

Allerdings höre ich immer NUR EINEN Holzbock (das typische Fingernägelknacken im 3-Sekunden-Takt).

Kann es sein, dass ich nur ein zähes Exemplar habe?
Kann er sich vermehren?
Wie hoch ist die Lebenserwartung meines Hausmitbewohners?

Und aus Sorge um uns: Empfehlen Sie die äusserliche Anwendung von solchen stinkenden Mitteln im Hinblick auf den Erfolg im Vergleich zu den Nebenwirkungen füruns Menschen?

Für Ihre kompetente Antwort schon im Voraus vielen Dank!
Liebe Familie Jakob,
selten ist es nur ein zähes Exemplar allein. Der Hausbock, ist er einmal da, tritt auf kurz oder lang stets großflächig auf.
Er vermehrt sich recht zügig, bei einem Zyclus von 3-6 Jahren legt ein Weibchen um die 200 Eilarven ab. Daher finden Sie nur wenige Ausfluglöcher, bei schon größeren Befall. Einer der Gründe, warum Hausbockbefall oft erst im Zuspätstadium entdeckt wird.
Die Bekämpfung von Hausbock ist daher eine Sache von Fachfirmen. Deren Ruf ist eine, der Nachweis des Sachkundenachweises eine andere Sache, die geprüft werden will. Dabei können alternative Verfahren zum Einsatz gelangen, neben der Chemie auch die Hitzebehandlung.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

773. Schreinerei Jodocy Rolf
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Hallo,

leider habe ich noch ein Problem, bei dem ihr mir hoffentlich helfen könnt und zwar:

Kaum zu glauben unser Unternehmen besteht seit 52 Jahren und solche Probleme hatten wir noch nie und wir verarbeiten hauptsächlich nur Holz, das in "richtigen" Zeiten geschlagen wird.

Wir haben eine Treppe aus Beton mit Stufen in massiv Eiche belegt, behandelt mit Hartwachsöl.

Die Gegenstufen wurden mit Mehrschichtsperrholzplatten 15mm in wasserfest, verleimten Lauan hergestellt.Der Anstreicher hat diese mit einem Mineralfarbenputz behandelt.

Seit 14 Tagen sind in Gegenstufe 1 , 9 , 11 und 15 sehr viele Löcher, wie schon in meinem vorigen Problem beschrieben. Das Insekt breitet sich täglich wieder aus. An den Stellen, an denen das Insekt aus dem Holz tritt ist sehr viel Mehl. Dieses "Phänomen" wurde in 2 Häuser (Neubauten) festgestellt, die nur ±5 km voneinander entfernt sind.

MfG
R. JODOCY
Liebe Schreinerei Jodocy Rolf,
auch hier ist zu empfehlen, eine Setzstufe ausbauen und mit Artbestimmung untersuchen zu lassen.
Das hier der Ort zweier Befälle 5 km auseinanderliegt, deutet immer mehr auf eine infizierte Lieferung hin.
Ansonsten gilt auch hier, örtliche Kenntnis und Material haben, unters Mikroskop legen und messen können, das sind Voraussetzungen für belegbare Ausagen.
Stelle Sie noch vorhandene gleiche Sperrholzplatten oder Reste der verbauten Platten sicher. Sammenln Sie alle Belege und Nachweise über die Lieferwege.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

772. Schreinerei Jodocy Rolf
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Hallo,

hier einige nähere Angaben zu dem Insektenbefall des Parkettes:

1.: Das Insekt kann ich leider nicht genau bestimmen aber hier einige Angaben vielleicht kann hier jemand etwas mit dieser Beschreibung anfangen. Das Insekt ist ± 1,5 mm Ø, ±4 mm lang, es hat einen rostbaunfarbigen Rücken und am Kopf 2 Fühler.

2.: Zum Parkett ist folgendes zu sagen. Es handelt sich um europäisches Ahorn, es wurde kein Splint verarbeitet sondern nur Kernholz. Das Parkett wurde vollflächig mit 2-K Parkettkleber verklebt. Die Holzfeuchte beim verlegen betrug ±8%. Das Parkett wurde mit Hartwachsöl oberflächenendbehandelt.


Das Insekt ist bis jetzt nur in Parkett vorgekommen. Die Fläche des verlegten Parketts beträgt ungefähr 85 m² in 43 verschiedenen Zimmern (von 4) wurde das Parkett von diesen Insekten befallen. An jeder befallenen Stelle sind jeweils 5-11 Löcher von einem Durchmesser von 1,5mm. Außerdem sind die Insektengänge voll von weißen Mehl.

Ich hoffe, dass ihr mir jetzt besser helfen könnt.
MfG
R. JODOCY
Liebe Schreinerei Jodocy Rolf,
da Sie ja anscheinend Exemplare von Vollinsdekten vorliegen haben, nutzen Sie doch unser Angebot, holzzerstörende Insekten bestimmen zu lassen. Es kostet pauschal 75 €. Danach wird vieles einfacher und manches ließe sich schon daran dann ableiten. Dabei wäre es noch besser, ein wenig von dem befallenen Holz dabei zu haben. Hinweise zum Bestimmungdienst finden Sie auf der Seite: [link="http://www.holzfragen.de/seiten/b_insekt.html" title=" -> Bestimmungsdienst"] Die Ahnung, die ich habe, könnte ich dann wenigstens belegen und müßte nicht spekulieren. Aks vielleicht wichtig, sollten Sie schon mal die Wege des Ihnen gelieferten Materials bis zum Einbau festhalten. Wenn Sie noch Reste derselben Partie haben, sicherstellen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

771. Markus Hövelmann
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Hallo,
ich habe ein altes Haus Bj.1939 gekauft. Der Dachstuhl weisst deutliche Schäden durch den Hausbock auf. Einige Dachsparren sind statisch bedenklich. Da es sich um Altschäden handelt ziehe ich in Erwägung im Rahmen einer Dachneueindeckung alle zerstörten Holzteile zu ersetzen (8 von 23 Dachsparren, sowie ca 2m der Fußpfette. Zangen und Kehlbalken sind unauffällig). Frage: macht dies Sinn, oder ist der Dachstuhl komplett zu ersetzen ? Der Zimmermann sagt natürlich weg mit dem Sch... Ich denke aber, dass das Alter des Holzes ein sehr guter Holzschutz darstellt.
Inwieweit richten Pochkäfer aus statischer Sicht Schäden an, oder kann man mit Ihnen leben. Denn im Erdgeschoss findet man im Dielenboden einen akuten, wenn auch schwachen Befall. Diese Stellen erledigen sich von selbst, da hier der Holzboden durch Beton/ Estrich ersetzt wird. Kann ein übergreifen auf den Dachstuhl stattfinden ?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Lieber Markus Hövelmann,
den Dachstuhl nach deutlichen Schäden nach Hausbockbefall zu erneuern, ist in den meisten Fällen eine konstruktiv und auch wirtschaftlich sinnvolle Lösung, gerade unter Beachtung des geringen Restwertes und der damit erzielbaren deutlichen Wertsteigerung an einem Gebäude. (Muß man ja nicht gleich dem Finanzamt mitteilen..., oder?) Das Alter des Holzes nach einem Hausbockbefall gewährleistet keinen Holzschutz.
Befall vom Gemeinen Nagekäfer deutet auf eine kühle und feuchte Situation (Mangel) am Bauwerk hin. Meistes ist es lokal begrenzt. Ja nach Intensität ließe sich damit leben, wenn ein spätere Reparatur und vielleicht sogar Ursachenbeseitigung ins Auge gefaßt würde.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

770. Barbara Brunschneider
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Hallo!
In Kürze wird unser altes Haus abgerissen, in welchem der Holzwurm fast überall zu finden ist (Treppen, Balken, Fenster, Böden,...).
Inwiefern besteht die Gefahr, dass beim Abbruch das nur 2m entfernte neue Haus aufgesucht und befallen wird? Unsere neuen Fenster und Balken sind zwar mit einer Außenlasur eingelassen - besteht hier trotzdem Gefahr?

Noch eine Frage: Wandert der Holzwurm auch in geöltes Holz?

Mfg
Barbara
Liebe Barbara Brunschneider,
keine Bedenken, nichts wird so sein, wie Sie es vermuten... Der Holzwurm wandert nicht so einfach "von dem einen zu dem anderen", der muß schon seine Lebensbedingungen haben, dann kommt er aber auch ohne jeden Abbruch. Bei geöltem Holz sucht er sich - pfiffig, wie er nun mal ist - eine Stelle die nicht geölt ist...
Also keine Panik, sonst würde bald kein Haus mehr stehen - das ist aber nicht an dem!
Fall Sie in der Nähe von Göttingen sind und auch sicher sind, hausbockbefallenes Holz zu haben, daß dazu noch genau nach Alter bezeichnet werden kann: mein forschender Kollege an der Uni Gö sucht solches Material - Bitte Nachricht an mich.
Viele Grüße
Hnas-Joachim Rüpke

 

769. Almut Dietz
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Lieber Herr Rüpke,

seit einigen Tagen werden wir Nachts von lauten Nage- bzw. Fressgeräuchen geweckt. Es hört sich eigentlich an, als würde ein Nager an Holz nagen. Da wir aber schon alles in unserem Schlafzimmer auf den Kopf gestellt haben und nichts finden konnten, tippen wir nun auf etwas Kleineres. Könnten so laute Geräuche auch von einem Holzwurm o.ä. kommen? Wir finden aber auch keine Löcher in unserem Bett oder Parkett.
Komisch ist auch, dass das Geräuch so bald man sich bewegt, um z.B. Licht an zu machen, sofort verstummt und erst nach längerer Ruhe wieder einsetzt! Würden sich Holzwürmer so verhalten?

Mit der Bitte um Antwort und vielen DANK im voraus
A. Dietz
Lieber Almut Dietz,
viele holzzerstörende, aber auch nur daran nagende nicht unbedingt holzzerstörende Insekten machen hörbare Fraßgeräusche.
Am deutlichsten hört man Sie beim Hausbock. Es kingt so, als wenn man die Nagelspitzen des Mittelfingers mit dem Damen aneinander kratzt...
Die Larven sind licht- und geräuschempfindlich. Beides sind für sie bedrohliche Indikatoren für Gefahren. Deshalb regieren sie mit Fraßstillstand.
Viele Grüße
Hnas-Joachim Rüpke

 

768. Schreinerei Jodocy Rolf
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Guten Tag !

Wir haben letztes Jahr im Sommer bei einem Kunden Parkett verlegt, welchen wir angekauft haben.

Seit Mai diesen Jahres reklamiert dieser Kunde einen Käferbefall.
Wir haben dieses kontrolliert und sind auf der Suche nach der richtigen Bekämpfungsmethode.

Unser Betrieb besteht in der 2. Generation seit über 50 Jahren und wir haben noch niemals mit einem derartigen Problem zu tun gehabt.

Meine Fragen an Sie
1. Was kann oder muß man tun um dieses Problem dauerhaft zu lösen?
2. Ist es notwendig den ganzen Parkett zu erneuern ?
3. Besteht die Möglichkeit das der Käfer erst vor Ort den Parkett befallen hat?
Liebe Schreinerei Jodocy Rolf,
1. Das ist zuerst abhängig von der Insektenart, die das Parkett befallen hat. Das Problem ist erst nach der Artbestimmung sinnvoll und damit dauerhaft zu lösen.
2. Auch das entscheidet sich anhand der tätigen Insektenart. Unter Umständen kann es erforderlich werden, alles erneuern.
3. Die Möglichkeit, daß der Käfer das Parkett erst vor Ort befallen hat ist sehr unwahrscheinlich, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Es wäre ein Wunder, das nachzuweisen. Die Möglichkeit eines Befalls an der gelieferten Ware oder eine Holzlagerinfizierung ist der wahrscheinlichere Fall. Dem sollte man nachgehen.

Ich kann Konkretes nicht sagen, ich weiß ja von Ihnen noch nicht einmal die verlegte Holzart...
Viele Grüße
Hnas-Joachim Rüpke

 

767. Willi Töws
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Hallo,
wir möchten ein Haus kaufen. Haben aber festgestellt, daß im Dachboden, mehrere Balken der Zimmerdecke im Obergeschoß vom Holzschädling, vermutlich Hausbock, befallen sind. Der sichtbare Teil der Balken im Dachboden, ist also befallen. D.h. wenn man mit dem Schraubenzieher durchsticht, merkt man, das nur obere Schicht nachgibt, so circa 0,5-1cm, also morsch ist, danach aber wird's härter. Laut den Beschreibungen in holzfragen.de, legt das Hausbock weibchen die Eier in Rissen der Balken, d.h. es muß ein zugänglicher Platz im Balken sein, von wo aus die Larven dann ihr "Fressen" beginnen. Jetzt meine Frage, kann das sein daß das untere Teil der Balken, das ja unter Putz liegt, mehr oder weniger unversehrt ist. Das ist allerdings klar, daß die Larven sich im inneren der Balken sich auch bewegen können, man fragt sich nur wie weit. Wie ich schon gesagt habe, diese Balken sehen so aus, als ob nur die obere Schicht zerfressen ist, das untere Teil der Balken ist nicht zugänglich(ungefähr die Hälfte).
Die zweite Frage, ist eher allgemein. Der letzte Sommer war ja bekanntlich sehr heiß, in manchen Tagen 40 Grad heiß. D.h. oben im Dachstuhl, falls er nicht isoliert ist, könnte die Temperatur weit über 40 Grad heiß werden. Könnte das nicht das "Fressen" der Larven beeinträchtigen, oder sogar töten?
Liebe Grüße
Willi Töws
Lieber Willi Töws,
es ist unwahrscheinlich, daß der untere Teil der Balken, der unter Putz liegt, mehr oder weniger unversehrt bleibt.
Die Temperaturen im Holz bleiben niedriger, als die Lufttemperatur oder die Oberflächentemperatur bei Sonneneinstrahlung. Ich habe letzten Sommer Versuche gemacht, dabei erwärmte sich das Holz im Innenren auf nicht mehr als 35-37 °C. Dabei wird wohl die Fraßaktivität gemindert, aber die Letaltemperatur wird nicht erreicht. Vermutlich haben die Larven genauso unter der Hitze gelitten wie ich.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

766. Renate Schimanowski
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Hallo,
ich brauche dringend Hilfe. Habe vor 3 Wochen bei ebay einen Louis Phillipe Schrank ersteigert, ca. von 1860. Nun habe ich jeden 2. Tag an einer anderen Stelle Holzmehlhäufchen. Kleine schwarze oder braune Käferchen finde ich auch immer wieder.
Da der Schrank so alt ist, sind sowieso überall Löcher und Gänge zu sehen.

Der Verkäufer war ein Restaurator und will nichts davon gewußt haben.
Was soll ich jetzt machen?
Gruß, R. Schimanowski
Liebe Renate Schimanowski,
das ist ein Fall von Gewährleitung im Kaufrecht. Dazu bräuchten Sie jemanden, der Ihren Rechtsberatung geben darf. Ich darf dies nicht. Vielleicht gibt es bei ebay ein Forum dazu?
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

765. Juliane
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Hallo Herr Rüpke,
ich würde gerne Ihren Bestimmungsdienst in Anspruch nehmen,ist es ok.,wenn ich einige der Krabbeltierchen auf ein Stück Tesafilm klebe? Ich kann Ihnen weder ein Stück Holz noch diese winzigen Tiere in Alkohol einlegen!Wir haben im April diesen Jahres eine größere Menge Bankirai im Garten verarbeiten lassen und jetzt sind an mehreren Stellen massenhaft Löcher entstanden.Morgens und Abends
kann man gut die Tiere sehen die,wie ich vermute, dafür verantwortlich sind,aber im Garten krabbelt natürlich alles mögliche herum.
Schöne Grüße von Herr Schachenhofer,der mich an Sie verwiesen hat.
Mit freundlichen Grüßen
Liebe Juliane,
können Sie machen. Für mich wichtig ist der Erhalt der Viecher, auch mit ihren Antennen. Ob ich sie vom Tesafilm heil abnehmen kann, weiß ich nicht. Im Alkohol gehts am Leichtesten. Alles geistige, wie Doppelkorn, Aquavit, Obstler etc. geht zur Not auch... Ein Stück Holz dazu und schon bin ich zufrieden.
Danke für den Gruß.
Viele Grüße
Hnas-Joachim Rüpke

 

764. Jogi
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Hi,

ich wohne in einem neumodische Okoholzhaus. Seit vier Wochen knispert und knaspert es in meinem Schlafzimmer direkt am Dachbalken. Zu sehen ist nichts. Ich meine, dass die Geräusche von Insekten kommen können.
Wie kann ich es genau verifizieren?
Ist so ein Befall ein Garantiefall?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Gruß


Jogi
Lieber Jogi,
das Holz aufmachen und den Übeltäter herausholen aus dem Holz, dann wissen genau Sie wer es ist oder nicht war...
Garantie oder nicht, das kann ich nicht sagen, weil ich Ihren Vertrag und ihre Zeitabläufe nicht kenne.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

763. Martina
Mail
Hallo
Ich bin Geigenbaugesellin und ein Teil meines Holzvorrates lagert in meiner Wohnung, in der ich ca 1 Jahr wohne, Holzboden hat schon einige Wurmlöcher. Vor 1-2 Wochen habe ich den ersten Holzwurm gesichtet und in Alkohol ertränkt. Ich habe diesen soeben mit Bildern im Internet verglichen und es handelt sich um gewöhnliche Nagekäfer. An "guten Tagen" finde ich nun 3 bis 5 davon und habe Angst um mein Holz und eins meiner noch nicht lakierten Instrumente.
Behelfsmässig habe ich heute mein Holz mal abgesaugt, mit meinem Staubsauger und alles in einen Plastiksack gepackt, wie ich weiter verfahren soll weiss ich noch nicht. Da 100 Jahr altes Tonholz sehr wertvoll ist möchte ich sicher gehen dass da niemand seine Eier versteckt hat.
Backen möchte ich das Holz nicht so gerne, so ein Trockenschock ist sicher nicht gut.
Glauben sie dass eine Begasung mit Ammoniak Eier/Larven abtöten würde?
Haben sie noch eine andere Idee wie ich mein Holz schützen kann?
Ich hoffe sie können mir weiterhelfen
danke
Martina
Liebe Martina,
keine Panik. Es rumort ja schon länger in Ihrem Holz. Auch Larven brauchen Sauerstoff. Eine Begasung durch Austausch der Luft gegen andere Gase ist also schon ein möglicher Weg, wenn man alles in einem Abschluß halten kann und sich dabei nicht selbst in Gefahr bringt. Üblicherweise verwendet man Inertgase, auch um bei länger nicht kontollierten Lagerbedingungen einen Befall durch holzzerstörende Insekten an wertvollen hölzernen Gütern zu unterbinden. Effektiver - aber dann mit fachlicher Begleitung - wirken toxische Gase.

Ursache des Befalls sind zuerst die Vorgabe der nötigen Befallsbedingungen. Das Klima am ehemaligen Lagerplatz, möglicherweise auch das ehemalige Kleinklima in einer Umverpackung des Holzes, ist die Voraussetzung für den Befall gewesen. Der Anfang wird sicher schon lange vor der Zeit in Ihrer Wohung passiert sein.
Rufen Sie soch mal an.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

762. Petra Rist
Mail
Hallo, wir haben vor einigen Tagen bemerkt, dass wir uns mit den Brennholzvorräten den Hausbock ins Haus geholt haben. Nun krabbeln die Käfer einzeln schon im ganzen Haus herum, im Holzkeller zu Hunderten. Wir bewohnen einen alten, renovierten BAuernhof (1830). Wir haben natürlich sofort das Brennholz wieder herausgeschafft und zertreten alle Käfer, die wir sehen. Was empfehlen Sie darüber hinaus? Es ist ja nicht anzunehmen, dass wir alle Käfer finden, aber wir können ja auch nicht das ganze Haus "ausräuchern"?! Was würden Sie mit dem befallenen Brennholz tun?Herzliche Grüße P.Rist
Liebe Petra Rist,
wenn Sie das Forum einmal durchstöbert hätten, Sie wären längst beruhigt. Es handelt sich bestimmt und überwiegend um Frischholzinsekten, die nicht weiter bedenklich und als Vorkommen am Brennholz nichts Überraschendes sind. Sie hätten auch den Hinweis gefunden, Brennholz nur zur Heizpeiode als Vorrat im Haus zu haben udn sonst außerhalb des Hauses zu lagern.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke