Holzwurm-Forum
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486. Irmgard Mueller
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Hallo,
ich habe auf dem Balkon eine hoelzernes (Birke) Vogelfuttergestell, dass offensichtlich vom Holzwurm befallen ist.
Jetzt mache ich mir Sorgen, dass der Holzwurm evtl. auf die hoelzernen Fensterrahmen (Material unbekannt) uebergreift und beschaedigt.
Wie gross ist die Gefahr eines deartigen Ueberspringens? Sollte ich das befallenen Gestell moeglichst weit wegstellen oder lieber gleich entsorgen?
Liebe Gruesse
Irmgard Mueller
Liebe Irmgard Mueller,
wenn Sie einige Beiträge zurück durchgelesen hätten, wäre Ihre Frage schon beantwortet worden.
Die Gefahr ist relativ und sehr gering. Lassen Sie den Vögeln und den Insekten ihren Lebensraum und sie werden sehen, es passiert gar nichts, was nicht ohnehin auch ohne ihr Vogelhaus passieren könnte.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

485. Inge
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Sehr geehrtes Holzwurm-Team
Vor 9 Jahren haben wir ein finnisches (Kiefer) Blockhaus gebaut. (14,5er Balken) Das Holz kam im März im teils nassen Zustand hier an.
Wir hatte viele Probleme mit dem nassen Holz (Drehung der Balken, teils Bläuebefall)

Mir fiel zwar oft schon auf, daß an der Außenwand Einflug/Ausfluglöcher waren aus denen kleine Wespen kamen. Aufgefallen ist mir das deshalb, weil ganz feines Sägemehl an den Balken war.
Ich habe die Löcher mit der Flüssigkeit IBERON Holzwurmtot getränkt. Ab sofort kamen keine Wespen mehr. Die Löcher habe ich mit Holzkitt zugemacht.

Aber seit einigen Monaten habe ich im Haus Nagegeräusche wahrgenommen. Die mich natürlich sehr beunruhigen. Dann fiel mir auch hier Sägemehl auf was aus den kleinen oval oder kreisrunden Löchern kam. (Bild 1)
Heute war das Geräusch derart nervend, daß ich hinter die Leisten mit einer ganz feinen Spritze etwas von dem IBERON rein gespritzt habe. Kurze Zeit später sah den Käfer der nach der Beschreibung die ich im Internet fand ein Holzbockkäfer ist.
Könnten Sie mir Informationen geben was ich machen kann. Ich stehe nun vor der für mich fast unlösbaren Aufgabe "was machen".
Ich sehen unseren großen Traum schon schwinden, weil ich denke kann man es retten. Bisher ist sichtbar ein Balken in der Diele befallen von etwa 2,20m. An einer anderen Ecke wo ich das Loch heute fand sieht am von außen nur unten an der Fußleiste das Ausflugloch.
Obwohl der Käfer raus ist höre ich, zwar sehr schwach Nagegeräusche. Deshalb war auch früher meine Annahme es ist eine Maus. Das Haus steht in einer Gegend wo noch mehrere Holzhäuser in unmittelbar Nachbarschaft sind.
Freudliche Grüße Inge

Ich hoffe inständig daß Sie mir helfen können, die Verzweiflung macht mich total fertig.
Über eine Antwort würde ich mich freuen und danke Ihnen mit freundlichen Grüßen
Inge
Liebe Inge,
zuerst einmal bräuchte ich bessere Bilder, die geschickten sind unscharf.
Zur Holzeinbaufeuchte.
Zu den Wespen ist zu fragen, in welche Löcher sind die eingeflogen? Wespen bauen sich eigentlich keine Nisthöhlen im Holz. Es kämen nur bestimmte Arten der Grabwespe. in Frage, die aber auch nur vorgegebene Fraßgänge nutzten.
Der Hausbock hat ja mehrere deutliche Zeichen: trockenes Nadelsplintholz, wenige ovale Ausfluglöcher (lange Lebensdauer der Larven im Holz), deutliche Fraßgeräusche (bei Klopfgeräusch abrupt still).
Bei Ihnen treffen viele Anzeichen zu. Schärfere Bilder würden dies besser anschaulich machen.

Nötig ist nun ein Sachverständiger für Holzschutz , zur genauen Befallsfeststellung sowie zur Feststellung des genauen Befallsumfanges. Maßnahmen ergeben sich danach. Dies wären vielleicht eine Heißluftbehandlung verbunden mit vorbeugenden chemischen Maßnahmen.

Auch ist nun die rechtliche Frage zu stellen, warum ist an einen Holzschutz nicht gedacht worden? Nach den Landesbauordnungen ist so ein Holzhaus aus Kiefer nur dann ohne Holzschutz möglich, wenn das verbaute Kiefernholz aus Kiefernkernholz +/- 10 Splintanteil besteht. Ist dies nicht so, ist ein chemischer Holzschutz für die Gefährdungsklasse 1 erforderlich und wie wir in sochen Fällen sehen, den Tatsachen nach ist das auch als ratsam gegeben.

Es könnte nun die Frage nach der Haftung zu Gewährleistung und Schadensersatz gestellt werden. Dazu sind aber die vertraglichen Vorgänge wichtig. Immerhin, vielleicht liegt ein Verstoß gegen das Baurecht vor, eine diese Fragen entscheidende Sache. Danach kann u.U. auch nach Ablauf der Gewährleistungzeit ein Anspruch auf Schadensersatz möglich sein. Dabei könnte u.U. der einstige Wunsch des Bauherrn oder der Bauherrin auf chemischen Holzschutz zu verzichten ganz ohne (vertraglichen) Belang sein - denn es gelten zuvorderst die Anforderungen aus der Landesbauordnung. Ein interessanter Fall also, denn ich kenne viele durch den Hausbock gefährdete Kiefernholzhäuser, weil der Kernholzanteil des verbauten Holzes viel zu gering ist. Die Ausrede alles Holz sei kontrollierbar gilt hier übrigens nicht, weil eine effektive Kontrollierbarkeit drei Seiten betreffen müßte.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

484. Markus K.
Hallo Experten Team,

ich möchte den Holzwurm in meinen antiken Möbeln beseitigen. (Begasung ist mir dann doch zu gefährlich)
Haben Sie eventuell eine "Bauanleitung", um eine Wärmekammer selber zu bauen.
Vielleicht Möbel in Folie einpacken und Warmluftgebläse verwenden?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mfg
Markus K.
Lieber Markus K.,
haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wieso Ihre antiken Möbel eigentlich vom Holzwurm befallen sind?
Die Gefählichkeit von Gasen ist sehr unterschiedlich. Auch Luft ist ein Gas. Toxische Gase dürfen Sie ohne die nötige Sachkundeprüfung und amtliche Zulassung nicht anwenden. Bei Inertgasen ist das anders. Sie trinken in Ihrem Weißbier auch Kohlendioxid mit herunter... das Maß die Wirkung aller Dinge.
Wärmekammern für Hitzebehandlungen müssen steuerungstechnisch ausgerüstet werden. Einem Erfindungsgeist steht da nichts im Wege. Pläne dazu würden mich auch gern interessieren.
Wenn es unwichtige Sachen sind, wurde es so schon so gemacht. Ich kenne einen Tischler, dem dabei durch Wärmestau fast die Werkstatt abgebrannt wäre... Es muß aber nicht so dramatisch enden, denn Antiquitäten werden i.d.R. nur in luftfeuchtegeregelten Kammer erhitzt, um Risse und Oberflächenschäden zu vermeiden.
Ich kann nur empfehlen, nichts zu machen, wozu man keine praktische Erfahrung hat. Gute Fachleute machen sich zuerst Gedanken um alle möglichen einwirkenden Wechselwirkungen der Möbel mit der Umgebung. Daraus kann sich als wirksame Maßnahme auch eine Änderung der Umgebungsbedingungen ergeben. Bei Hitzebehandlngen und bei Begasungen sind Versuche nötig, wenn es sich um wertvolle Sachen oder etwas unbekanntes wie z.B. Farbbeschichtungen handelt.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

483. Christian Hildebrand
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Hallo liebes Holzwurm-Team,

ich habe Ihre Seite mit Interesse bereits häufiger besucht und gelesen. Vielen Dank für die vielen Informationen. Ich habe folgendes Problem. Ich habe vor ca. 2 Jahren ein Haus aus den 50er Jahren gekauft. Der Dachstuhl war kpl. vom Hausbock befallen (Fußboden ebenfalls). Ich habe ein Unternehmen beauftragt, daß den Dachstuhl mit Heißluft bearbeitet hat. Anschließend hat der Unternehmer die Balken mit Injektionen versehen. Ich habe das Dach anschließend neu fertigen lassen. Die meisten Balken wurden verstärkt bzw. ausgetauscht. Jetzt habe ich bei einem Zimmer im 2.Geschoss angefangen den Fußboden auszutauschen.
Dabei habe ich festgestellt, daß ein Balken ebenfall schon vom Hausbock angefressen ist. Muss ich hier ebenfalls eine Heißluftbekämpfung machen lassen oder reicht es wenn ich den Balken mit einer Nagelbürste säubere und mit Holzwurmtod oder ähnlichen Mitteln einstreiche bzw. injiziere. Wie kann ich rausfinden ob der Holzbock überhaupt noch aktiv ist. Kann man die Geräusche immer hören? Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Gruß

Christian Hildebrand
Lieber Christian Hildebrand,
Sie haben in der Praxis gesehen, der Hausbockbefall ist immer großflächig anzutreffen. Das bestätigt meinen Hinweis, ihn auch immer großflächig zu suchen.
Sie könnten die Aktivität hören. Erschütterungen, die einen "Spechteffekt" beim Hausbock auslösen, müssen Sie vermeiden. Sie könnten auch am ausgebauten Holz die Larven isolieren.
Zum Umfeld ist es wichtig festzustellen, haben sie (früher) offene Dielenbeläge gehabt? Denn hier wäre der Eingang. Anderswo kämen die Käfer ja nicht an das Holz in der Decke heran.
Sie brauchen nun Unterstützung vor Ort. Nach einer Befallsfeststellung, wäre eine bestimmungsgemäße Bekämfung zu erörtern. Eine chemische Bekämpfung ist mit Bohrlochtränkung oder Injektion von drei Seiten am Balken nötig. Den Einsatz von Heißluft müßte der Ausführende technisch abschätzen. Lokale Maßnahmen mit "Holzwurmtod" sind selten erfolgreich und an tragenden Bauteilen, durch die Bauordnung geregelt, nicht zulässig. Bei allen bekämpfenden und vorbeugenden chemischen Holzschutzmaßnahmen an der (tragenden) Baukonstruktion sind die Bestimmungen (Landesbauordnung, DIN 68 800-4 u.a.) sowie Anwendungsbeschränkungen (in den bauaufsichliche Zulassungsbescheide) zu beachten.
Es besteht für Sie jedoch keinerlei Zeitdruck. Sie können sich bei Ihren Entscheidungen genügend Zeit lassen, denn Hektik führt immer zu wirtschaftlichen Einbußen (teuere Angebote).
Eine Frage von mir: Ich vermute, im Nachinein würden Sie heute einer Totalerneuerung des Dachstuhl den Vorzug geben, stimmts?
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

482. D. Haid
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Hallo Holzwurm-Team!
Ich habe vor ein paar Tagen in meinem Brennholz, das im Haus gelagert ist, den veränderlichen Scheibenbock (braungelber und blauer Käfer!) in einem riesigen Ausmaß entdeckt, wobei das Hartholz bereits immense Schäden aufweist. Nun weiß ich nicht ob oder wie gefährlich dieser Holzkäfer für Hölzer im Haus ist und ob ich ggf. das Holz auslagern oder womöglich entsorgen muß?

Ich bedanke mich für Ihren fachmännischen Rat!

Mit freundlichem Gruß

Dieter Haid
Lieber Dieter Haid,
das ist völlig unbedenklich und ganz gewöhnlich. Das Holz ist noch zu frisch. Es handelt sich hier um einen nur frischholzbefallenden Käfer. Gibt eben ein bischen leben in der Bude. Für Frauen ist es jedoch ein Graus. dem Frieden wegen, würde ich nachgeben.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

481. Mike Bönn
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Hallo Holzwurm Team,

ich würde von Ihnen gerne erfahren mit welchem Mittel man ökologisch sinnvoll das Dachgebälk vorbeugend behandeln kann gegen Pilze, Fäule und Insekten. Mein 70 Jahre alter Dachstuhl incl. der Sparren liegt im Moment von innen noch frei (Hausumbau und Ausbau Dachgeschoß) und weist keinen Befall mit Holzwürmern u.s.w. auf. Die vorhandenen Sparren wurden oberhalb aufgedoppelt mit neuen Kanthölzern zwecks Einbringung einer dickeren Steinwolldämmung für den Ausbau.
Das Dach ist von außen neu mit Dachsteinen vom Fachbetrieb eingedeckt und somit dicht. Ich würde nun gerne das gesamte Dachstuhlholz als ersten Schutz mit Borsalz behandeln. Ist diese Maßnahme sinnvoll ? - Borsalz ist laut nächtelanger Nachforschnung im Internet doch ein guter Schutz gegen Insektenbefall. Und weiter, kann ich danach noch eine Lasur oder ähnliches aufbringen zwecks Schutz der Borsalzschicht gegen (eventuelle) Feuchtigkeit auf dem Holz ? Ich meine halt das ein vorbeugender Schutz halt besser ist als gar keiner :-) . Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Mike Bönn (Lüdenscheid/Westf.)
Lieber Mike Bönn,
ich verstehe nicht ganz, warum Sie nach einem ökologisch sinnvollem Mittel suchen, dabei aber eine ökologisch unsinnige Maßnahme vorhaben?
Ich kann es mir aber denken... Mittlerweile können Sie auf unsere umweltfreundliche Gesetzgebeung mehr Vertrauen als auf die Küchenexpertenrunde bei so mancher Fete.

Ökologisch sinnvoll sein ist hier auch gar keine Frage, denn Ihr Dachstuhl ist doch (nach Ihrer Aussage) ohne jeglichen Befall und das schon seit 70 Jahren.

Ist kein Befall vorhanden, ist bestimmungsgemäß keine Bekämpfung nötig, eine Vorbeugung (logisch) noch weniger. Vorbeugender Holzschutz darf schon seit längeren nur noch stationär im Imprägnierwerk eingebracht. Bestimmungsgemäße Außnahme ist eine Vorbeugung nur im Zuge einer Bekämpfung (hier nicht der Fall).

Da Sie das Dach nun ausbauen, ist eine mögliche Gefährdung in Zukunft noch geringer gegeben, da Sie die Konstruktion allseitig dicht gegen Insektenzutritt umbauen werden. Auch dies ist Vorbeugung, aber eben ohne Gift, ohne Mittel. Wenn es auch nichts kostet, es wird trotzdem wirksam sein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

480. F. v. Seydlitz
Mail
Hallo,
ich habe eine Holzfigur aus Afrika (Namibia) mitgebracht. Leider ist diese inzwischen völlig mit kleinen Löchern übersät, davor findet man Holzmehl und abgestorbene Käfern ähnelnden Insekten.
Behandlung mit Holzwurmgift, dass ich in alle Löcher einsprizte, brachte nur vorüber gehenden Erfolg.
Was kann es sein ? Was soll ich tun? (Figur ist zu groß um in den Backofen zu passen)

Danke,

F. v. Seydlitz
Lieber F. v. Seydlitz,
zu erst einmal würde ich nachfragen, ob es in Ihtrer Nähe eine Möglichkeit gibt eine Wärmekammer zu nutzen. Zur Denaturierung von Eiweiß sind hier 55 °C über 60 Min im Holzkern zu erreichen. Ja nach Objekt ist dabei eine Feuchteregelung sinnvoll um Risse zu vermeiden.
Eine andere Möglichkeit ist die Figur luftdicht in Folie umhüllen, ein Inertgas einführen und dann einige Wochen lagern.
Ein Überblick über alle Methoden
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

479. B. Schachenhofer
Mail Home
Seit längerer Zeit komme ich wieder einmal dazu, hier in diesem Forum ein wenig mitzureden.

Hier meine Antwort für Hrn. Torben:

Es ist durchaus möglich, dass bei Ihnen in den Balken der Hausbock nagt (eine genaue Bestimmung ist per Ferndiagnose nur schwer möglich).
Dass altes Holz nicht befallen, bzw. nicht gefressen wird, ist ein Gerücht und unwahr. Zig Objekte aus meiner Praxis sind älter als 100, z.T. auch als 200 - 300 Jahre und weisen einen höchst aktiven Hausbockbefall auf.
Ein Neubefall eines Altholzes ist vielleicht unwahrscheinlicher, als ein Befall von Frischholz, gefressen wird das alte Holz aber genauso wie das frische (tlw. wird der Befall auch mit neu eingebauten Brettern eingeschleppt).
Also: Vorgangsweise wie bei Insektenbefall allgemein: Feststellen, um was es sich handelt und ob der Befall aktiv ist, dann entsprechende, der Situation angepasste Maßnahmen treffen.

Antwort für Hrn. Hermann!

Bitte Nachlesen unter www.fachwerk.de im Forum für Holzschädlinge; dort habe ich Ihnen auf Ihre Frage schon geantwortet.

Gruß aus Salzburg
Lieber B. Schachenhofer,
danke für die Beteiligung. Ich habe die Antworten zugeordnet, um sie später in der Datenbank abfragen zu können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

478. Torben
Mail
Sehr geehrter Herr Rüpke,

mit großem Interesse lese ich in Ihrem Forum. Nun möchte ich jedoch selbst etwas Fragen.

Unser großes Problem sind die Balken unter unseren Dielen im Spitzboden. In unserem gerade gekauften Haus sind diese Dielen sehr stark von Holzwurmlöchern übersäht gewesen. Nach Entfernen der Dielen mußten wir feststellen, dass zumindest einer der Balken wahrscheinlich vom Hausbock befallen war/ist, da die Gänge relativ groß waren und "Rippelmarken" zeigten (wie Sie auf Ihrer Homepage beschrieben hatten). Ausflugslöcher oder "Kotwalzen" konnten wir leider nicht feststellen. Der Befall war nur sehr oberflächlich.

Nun hätte ich zwei Fragen an Sie:

a.) Das Haus ist von 1910 und daher ein Lebendbefall doch praktisch auszuschließen, oder? Leider habe ich auf Ihrer Homepage eine Seite mit dem Titel "Wie gut, daß der Architekt nicht weiß, daß ich Hausbock bin und beiß!" gefunden. Das Haus war von 1900?! Jetzt mache ich mir doch Sorgen.

b.) Ein Freund erzählte mir von der Möglichkeit einen Lebendbefall von Hausbock durch in das Holz versenkte Mikrofone zu "hören". Gibt es tatsächlich so eine Lösung?

Für Ihre Mühe vielen Dank im voraus!

Torben
Seit längerer Zeit komme ich wieder einmal dazu, hier in diesem Forum ein wenig mitzureden.

Hier meine Antwort für Hrn. Torben:

Es ist durchaus möglich, dass bei Ihnen in den Balken der Hausbock nagt (eine genaue Bestimmung ist per Ferndiagnose nur schwer
möglich).
Dass altes Holz nicht befallen, bzw. nicht gefressen wird, ist ein Gerücht und unwahr. Zig Objekte aus meiner Praxis sind älter als 100,
z.T. auch als 200 - 300 Jahre und weisen einen höchst aktiven Hausbockbefall auf.
Ein Neubefall eines Altholzes ist vielleicht unwahrscheinlicher, als ein Befall von Frischholz, gefressen wird das alte Holz aber genauso wie
das frische (tlw. wird der Befall auch mit neu eingebauten Brettern eingeschleppt).
Also: Vorgangsweise wie bei Insektenbefall allgemein: Feststellen, um was es sich handelt und ob der Befall aktiv ist, dann
entsprechende, der Situation angepasste Maßnahmen treffen.


B. Schachenhofer
Gruß aus Salzburg

e-mail: info@feuchtemauern.at www.feuchtemauern.at/

 

477. Thilo Hermann
Mail
Hallo!
Ich habe Hausbockbefall (Hylotrupes bajulus) in den Dachsparren und im Brettstapel. Das verbaute Holz ist Kiefer und heißt hier (Korsika): pin laricio.
Das Holz wurde im September 2001 gesägt lag anschließend ca. 4 Wochen gesägt und aufgehölzelt im Sägewerk und wurde dann nach und nach verbaut.
Es sind ca 5 % aller Holzteile (lokal begrenzt) befallen, teilweise im Hausinnern und teilweise auserhalb (Dachüberstand). Die Maden sind oberflächlich und bis in vier Zentimeter Tiefe zu finden. Vereinzelt sind Ausfluglöcher sichtbar.
Der Innenausbau ist weit fortgeschritten und ich vermute auch in jetzt nicht mehr zugänglichen Bereichen Befall.
Genügt eine Behandlung (abbeilen und vergiften) des noch zugänglichen Holzes plus eine Warmluftbehandlung kommenden Sommer (Diesen Sommer hätten wir ja gut ausnutzen können ist aber jetzt auch hier vorbei)?
Vielen Dank - Thilo Hermann
Antwort für Hrn. Hermann!

Bitte Nachlesen unter www.fachwerk.de im Forum für Holzschädlinge; dort habe ich Ihnen auf Ihre Frage schon geantwortet.

B. Schachenhofer
Gruß aus Salzburg

e-mail: info@feuchtemauern.at www.feuchtemauern.at/

 

476. Markus K.
Hallo Experten Team,

ich möchte mehrere antike Möbel, die vom Holzwurm befallen sind, "begasen".
Welche Mittel sind zu bevorzugen?
Welche Substanzen im Gas vernichten den Holzwurm?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

MfG
Markus K.
Lieber Markus K.,
das entscheidet und beantwortet Ihnen der von Ihnen mit der bestimmungsgemäßen Begasung beauftragte Verantwortliche des zugelassenen Fachbetriebes.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

475. Jennysis
Hallo!

Ich hab mit Carhifi zu tun und bin auch in einem Carhifi-Forum.
Viele von uns arbeiten zum größten Teil mit MDF oder Multiplex.
Und nun fragen wir uns ob die Hölzwürmer auch MDF und Multiplex mögen!?
Ausserdem: Woher kommen die Holzwürmer?!

LG
Jennysis
Liebe(r) Jennysis,
nein. Da sind zu viele Klebstoffe drin.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

474. Michael
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Hallo, wir sind überrascht, dass die Internet-Suchmaschine kaum etwas zum Thema Holzschädling-Versicherung ausspuckt. Ist sie wegen der industriellen Behandlung des Bauholzes überflüssig geworden oder für die Versicherungen unattraktiv oder nach wie vor empfehlenswert ?

Dank und Gruß
Lieber Michael,
nein, es ist ausnahmslos das Risiko, wegen zu geringer Vertragsdichte. In Dänemark, ist fast jedes Haus gegen Schäden nach Hausbock- und Hausschwammbefall versichert. Dort ist bei der Vielzahl der Verträge auch das Versicherungsrisiko viel geringer. Nur daran lieg es - Risiko zu Schäden gibt es bei uns mehr als genug.
Ihr werdet kaum eine Versicherung finden. Mir fällt auf Anhieb nur eine ein, die über den Haus- und Grundbesitzer Verein auch vermittelt wird:
http://www.hamburger-feuerkasse.de/owx_medien/media0/83.pdf
Zu beachten sind die Versicherungsbedingungen, die viele Gebäude (vermutlich besonders Holzgebäude) ausschließen.
Also prüfen bevor man sich bindet - das gilt hier wohl für beiden Seiten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

473. Britta Kremerskothen
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Guten Tag,
wir haben uns diesen Sommer unseren Balkon mit Bankirai auslegen lassen. Leider haben wir jetzt die arge Befürchtung, dass der Holzwurm Gefallen an diesem Holz gefunden hat. Der Verleger hat dies dementiert und meinte nur, dass das Holz zu hart wäre und sicherlich nicht den Appetit des Holzwurmes anregen würde. Stimmt dies? Und wenn nicht, welche Mittel gibt es um den Wurm schnellstens zu "verjagen". Wir freunen uns über eine Antowrt von Ihnen. Herzlichen Dank und vielen Dank schonmal. Liebe Grüße aus Ascheberg im Münsterland.
Liebe Britta Kremerskothen,
also erst mal ist es doch nur Ihre duch nichts weiter belegte Befürchtung. Jetzt könnten Sie doch mal abwarten, ob Ihre Befürchtung eintritt, bevor Sie etwas unternehmen bräuchten.
Wenn es Bankirai ist und es richtig verbaut ist, hat Ihr Verleger Recht. Mit der Härte hat dies jedoch allein nichts zu tun.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

472. Yvonne Feldkircher
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Liebe Forum-Berater,
ich habe wahrscheinlich ein ernsthaftes Problem mit im Haus gelagertem Brennholz für unseren offenen Kamin:
seid ca. 1 Woche ist das gesamte Holz von kleinen, Ameisen ähnlichen Insekten mit Flügeln und langen Fühlern (Gesamtlänge Insekt 8-10 mm) befallen. Im gesamten Holzstapel (ca. 6 Festmeter) knistert es, und es klingt beinahe so, als würde Wasser tropfen.
Ich weiß mir leider keinen Rat und bin besorgt, ob sich dieser Schädling auch auf alle im Haus befindlichen Hölzer ausweiten könnte. Können Sie mir bitte schnellstmöglichst einen Rat geben?

Ich danke Ihnen sehr herzlich und finde Ihr Forum rund ums Holz einfach prima!

Yvonne
Liebe Yvonne Feldkircher,
schauen Sie sich mal die Frage und Antwort 471 an !

 

471. Susanne Lukassen
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Hallo,
gestern habe ich in einer (wohl älteren, jetzt zweckentfremdeten) weinkiste einen holzwurm entdeckt. die kiste steht auf meinem parkett. vorsorglich habe ich die kiste gleich rausgestellt. da ich in einem älteren bauerntisch schon mal einen holzwurm hatte und diesen dank chem. mittel auch damals beseitigen konnte, weiss ich, was grundsätzlich zutun ist. meine frage ist jedoch allgemein, ob holzwürmer nur an altes holz gehen oder wie alt das holz generell sein muss, damit sie es befallen? noch habe ich keine löcher im parkett entdecken können...
über eine antwort würde ich mich freuen!

mfg
susanne l.
Liebe Susanne Lukassen,
danke für die etwas anspruchsvollere Fragestellung.
Das Holzalter ist für die meisten holzzerstörenden Insekten ohne Belang.
Betrachtet man das von der Seite des Eiablageverhaltens, legen einige der Nagekäferarten beworzugt in die gerade benutzetn Ausfluslöcher ein. Der Befallsbereich ist dadurch aber auch durch Wechselwirkungen mit den nötigen Lebensbedingugen (Holzart, Feuchte und Temperatur) lokal definiert. Lediglichlich der Hausbock, der für seine Eiablage Risse bevorzugt aber sicher auch bestimmte Holzinhaltsstoffe benötigt, ist mit zunehmendem Holzalter an seinen geliebten Holzarten (Fichte und Nadelsplintholz) weniger zu finden. Daher sein ausgeprägtes großfächiges Auftreten. (Übrigens die Hausbockmänner suchen im Umkreis von 2 km den Weibchen den geeigneten Eiablageplatz - da gibt es noch viel zu erforschen)

Ob ein holzzerstörendes Insekt nun von dem einen Ort zum anderen wechselt, liegt nur an den nachhaltig gegebenen Bedingungen und deren Wechselwirkung mit der umgebenden Situation und dem Zeitpunkt ab. (Nahrung, Feuchte, Temperatur, Feinde) Der entscheidende Zeitpunkt hierzu ist die Ausflugszeit.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

470. Volker Biehl
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Hallo Holzwurmteam,
in einem leerstehenden Fachwerkhaus sind die Dielen des Dachbodens vom Holzbock, dicke fast 2 cm lange Larve, und Holzwurm, viele kleine Löcher insbesondere am Dielenrand, teilweise zerstört. Das Haus wird aber vorraussichtlich nur noch als Vorratsschuppen benutzt. Ich will jetzt die zerstörten Dielen ersetzen und den Rest mit Borsalz einstreichen, die Balken scheinen noch nicht betroffen zu sein, zumindest an den Stellen, wo die zerstörten Dielen auflagen (Buchenholz?) Hat es Sinn, den Dachboden im Winter mehrmals kurzfristig zu heizen? Ein Dauerheizen ist aus Zeit- und Kostengründen nicht möglich.
Vielen Dank für Ihre Antwort
Volker Biehl,
in der regel ist Hausbockbefall immer großflächig. Wenn Balken nicht befallen sind, dan ist es Eiche. (Buche ist als Bauholz nicht im Gebrauch).,
So ist eine fachgerechte Bekämfung auch nur großflächig erfolgreich.
Das Heizen spielt überhaupt keine Rolle, ermöglicht es dem Hausbock doch nur auch im Winter weiter zu fressen.
Viele Grüße
Hans-Joachom Rüpke

 

469. Jörg Thorenzj
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Hallo Holzwurmteam,
Ich habe mir vor ca 2 Jahren einen alten restaurierten Schrank gekauf. Dieser hatte einige kleine Löcher. Nach einiger Zeit begann ein Lautes Knacken und ich fand Halzmehl. Daruafhin habe ich den Schrank mehrfach mit Xyladecor und ähnlichem eingerieben. Einige kurze zeit war es "ruhig" doch nun ist das Knacken wieder da sehr laut aber ich finde kein Holzmehl mehr. Was kann ich tun
Jörg Thorenz
Jörg Thorenzj,
ich würde den Kauf reklamieren oder die Sache fachggerecht behandeln lassen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

468. Sascha Alexander
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Hallo

Wir haben ein altes, rustikales Holzfenster (aus dem letzten Jahrhundert) geschenkt bekommen, dass wir als Dekoration im Wohnzimmer aufgehängt haben.
Leider musst ich jetzt feststellen, dass offenbar Holzwürmer vorhanden sind.
Kann man den Rahmen noch retten (ohne großen Aufwand zu betreiben)? und droht
Gefahr, dass er sich auf andere alte Möbel ausbreitet?

Gruß und Dank für die Antwort!
Lieber Sascha Alexander,
einem geschenketen Gaul kann man auch schon mal ins Maul scheunen...
Wenn es von der Schwiegermutter kam, könnten Sie es nun zurückgeben.
Versuchen Sie den Rahmen hitzezubehandeln, ca. 55 °C über ca. 60 Minuten.
Zur Ausbreitung siehe Antwort Teil 2 zu Frage 473.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

467.
Mail
Hallo Herr Ruepke
in meinem Carport habe ich einen Stapel Buchenholz als Brennholz gelagert.Seit einiger Zeit vernehme ich ein leises Knacken in diesem Stapel, und kann an einigen Stellen feines Holzmehl sehen. Allerdings ist es mir noch nicht gelungen, ein Tier zu finden. Gibt es eine Möglichkeit den Holzstapel zu behandeln, damit einem Übergreifen des Schädlings auf mein Wohnhaus(Holzständer-Fertighaus)vorgebeugt wird?
Nette Grüße
Stefan Schönberger
Stefan Schönberger,
ich warte noch auf die Frage ob man den ganzen Wald behandeln könnte - überlegen Sie doch mal selbst: Natur ist Stoffwechsel, das ist neben dem Aufbau des Lebenden der Abbau des Toten.
Gönnen Sie sich mal die gleiche Ruhe, wie Sie es zuvor dem Holzstapel gegönnt hatten. Der Holzstapel wird schon mit allem allein fertig. Ihr Haus sollte nicht mit so schweren Baufehlern behaftet sein, das es von dem bischen Leben in einem Holzstapel niedergemacht werden könnte. Wäre es eine wirkliche Gefahr für verbautes Holz, niemand hätte dann seit Jahrtausenden so arglos Holz am Bau verwenden können.
Dem ist also nicht so. Das Wissen um die Zusammenhänge wird Ihre Befürchtungen auflösen, wie die Sonen jeden Nebel.
Sehen Sie mal den knisternden Holzstapel als ganz natürlich an. liegt er gut besonnt, werden Sie ein Haufen Überwinterungsgäste naturnahen Platz bieten. Im nächsten Sommer könnte es in Ihrem Garten wieder (totholzbewohnende) Wildbienen oder Grabwespen geben. Ihre Obstbäume gäben mehr Frucht und lästige Mücken, Fliegen und Läuse würden von der (nichtstechenden) Grabwespen im Fluge erlegt. Sie fänden sich wieder als Larvennahrung in den Holzstapel - und es würde wieder knistern, wie jedes Jahr am Holzstapel.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

466. Britta
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Herr Ruepke,
wir haben fliesenfussboden und der wird natuerlich oefters nass aufgewischt, ebenso wird die Treppe mit einem feuchten Tuch einmal die Woche gewischt, um sie staubfrei zu halten.
Lieben diese sog. Holzwuermer etwa das Nasse und fluechten sie vor dem sog. kalten Fussboden in die Holzmoebel?
vielen Dank Britta
Liebe Britta,
die Holzwürmer flüchten nicht, sondern sie lieben feuchtere und kühlere Bedingungen im Holz. Das lockt sie an.
Sie haben den Befall durch das Naßwischen des Bodens vermutlich hier erst ermöglicht.
Da Holzmöbel auf kaltem Boden auch durch Naßwischen an den Füßen feucht werden, werden sie auch dort gute Bedingugen haben.
Flüchten werden sie, wenn das Holz fortwährend trocken bleibt und es auch am Boden einigermaßen wohnlich warm wird.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

465. Familie Ritzer
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H. Rüpke, erst mal vielen Dank für die schnelle Antwort.

zum Thema: Heißluftbehandlung in der warmen Jahreszeit,
wäre eine Heißluftbehandlung im September/Oktober nicht erfolgreich oder wie meinten Sie das?

nochmals grüße Familie Ritzer
Liebe Familie Ritzer,
es ist eine Frage des nötigen Energieaufwandes, der sich in den Kosten niederschlagen wird. In warmer Jahreszeit heißt: einfacher, sicherer und billiger. Im Winter ist es eine aufwendigere Sache. Das ist doch eine einfache Rechnung, jedenfalls logisch.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

464. Familie Ritzer
Mail
grüß Gott, Herr Rüpke,
wir hätten gerne eine Einschätzung von Ihnen zur Heißluftbehandlung im Dachstuhl mit Nachbehandlung mit Borsalzen.
Da einige Bodenbalken im Dachstuhl betroffen sind, steht unser Entschluss, nicht chemisch vorzugehen, fast fest.
Wie schätzen Sie die Sicherheit ein, dass nach einer Heißluftbehadlung + Nachbehandlung ein neuer Befall von Hausbockschädlingen auszuschließen ist?
Unser Haus ist Baujahr 67, der Dachboden ist noch nicht isoliert bzw. Sanierung ist im Frühjahr geplant.
viele Grüße von Familie Ritzer
Liebe Familie Ritzer,
für solche Einschätzungen ist es eigentlich notwendig, wenigstens die Ergebnisse der vorangegangenen Unetrsuchung zu kennen.
Nehmen wir an:
sie haben einen (aktiven) Hausbockbefall, der wird immer großflächiger sein, als Sie zuerst denken. Angrenzende Bauteile sind daher immer mit zu behandeln. Eine Heißluftbehandlung (natürlich immer nur in der warmen Jahreszeit!) kann dabei oft Vorteile in der Erreichbarkeit haben. Ein Aufleben des Befalls sollte durch eine fachgerechte Ausführung ausgeschlosssen sein. Ein Wiederbefall ist jederzeit möglich, die Wahrscheinlichkeit ist auch abhängig von dem Hausbockaufkommen im Umfeld. Falls in einem Ort gegen Hausbockbefall nicht rigoros vorgegangen wird, bleibt die Befallsgefahr für alle anderen Hausbeseitzer in der gleichen Gegend (ca. 2 km) natürlich weiter bestehen. Dann kann neben einer bekämpfenden Maßnahme, egal ob Hießluft oder chemisch, eine gleichzeitige vorbeugende chemische Behandlung sinnvoll sein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

463. Britta
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Hallo,
habe in meiner Eichentreppe, ein jahr alt, darunter Zement, vermehrt Holzwurmloecher gefunden. Es ist auch schon ein Moebelstueck, nicht in unmittelbarer Naehe, befallen. Was mache ich mit der Treppe? Was koennte passieren, wenn ich es nicht beachte? Fuer Moebelstuecke gibt es ja diese Klimaraeume, aber was ist mit Treppen?
vielen Dank Britta
Liebe Britta,
wenn es denn Stiel- oder Traubeneiche ist, kann es beim Brettzuschnitt für die Treppe nicht nur Splintholz gegeben haben. Die vermutlichen "Holzwürmer" werden aber nur das Splintholz befallen. Sie werden es nicht mehr erleben, wenn sie mit der Treppe fertig sind.

Prüfen Sie mal:
Wischen Sie den Boden naß auf?
Ist der Fußboden kalt?

Wenn Sie eine Antwort mit "Ja" beantworten, wissen Sie eine der Ursachen für den Befall.

Bei den Möbeln könnten Sie Glasuntersetzer oder imprägnierte Holzklötze unterlegen, das hilft gegen Feuchte und Kälte. Die sonst dadurch "guten" Bedingungen verschlechtern sich dann für den Gemeinen Nagekäfer. Wenn Sie dann noch das Naßwischen einstellen, kann es sein, daß der Befall von allein bald abklingt. Mehr würde ich erst mal nicht machen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

462. Dieter Ueberschär
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Lieber Herr Rüpke,
vielen Dank für die prompten und kompetenten Ratschläge.
Alles Gute und viele Grüße
Dieter Ueberschär