Holzwurm-Forum
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1354. Andrea
Hallo,

unsere Buchenregale sind schon seit einigen Jahren von dem gemeinen Nagekäfer befallen (wurden unter dem Mikroskop bestimmt).

Die Regale stammen aus einem Nachlass und waren vom Vorbesitzer auch mit nach Spanien mitgenommen worden. Dort verblieben sie 2 oder 3 Jahre. Ich vermute, dass es da zum Befallen kam, weil dort keine Heizung vorhanden war und nur mit Kamin geheizt wurde.

Das ist jetzt vor 13 Jahren gewesen. Die Regale stehen also seit dieser Zeit in beheizten Räumen. Aufgefallen sind zunächst nur die Löcher...dann auch Käfer. Wir hatten die Hoffnung, dass es die Reste aus der Spanienzeit sind und sich das Problem mit den Käfern auflöst sobald regelmäßig geheizt wird.

Seit einigen Wochen scheinen eine Menge Käfer bevorzugt aus dem Regal aus dem Kinderzimmer zu schlüpfen. Heute kam mein Kind mit 4 Käfern an die im Zimmer rumflogen. Ein paarendes Käferpaar konnte ich im Flagranti erwischen vor einem Schlupfoch

Die Regale sind 2 m hoch und 80 cm breit und sehr schwer. Die Wärmebehandlung im Ofen fällt schon mal weg
Gift möchten wir auch nicht anwenden.

Welche natürlichen Möglichkeiten gibt es noch die in der Wohnung anwendbar sind? Da wir im Hochhaus wohnen besteht leider nicht die Möglichkeit mal eben auf einer Terrasse eine Behandlung durchzuführen.

Freue mich auf Ihre Antwort.
Viele Grüsse, Andrea
Hallo Andrea,
die natürliche Methode wäre: trockene Umgebung, viel Geduld haben und Abwarten. Da ist doch ein Ersatz der Regale wohl das Sinnvollste.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1353. Petra Ahrens
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Guten Abend Herr Rüpke,

ich wollte nur einmal liebe Grüße aus Österreich da lassen und mich für die vielen Tipps bedanken. Ich verfolge Ihre Seite schon seit knapp 4 Jahren und ich dachte, es wird mal Zeit sich dafür zu bedanken!

Ich wünsche Ihnen noch alles Gute und viele erfolgreiche Jahre!

Liebe Grüße

1352. Maria
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Hallo!
Wir bewohnen seit 6 Jahren ein saniertes Bauernhaus. Während der Bauphase bemerkten wir einen Holzwurmbefall, es wurden Balken ersetzt und dann auch noch das Wohnhaus plus Scheune mit Heissluftverfahren gegen Anobium punctatum behandelt. Das ist jetzt etwa 7 Jahre her und wir waren sehr beruhigt.
Seit Anfang April finde ich aber nahezu täglich einige Käfer (Anobium punctatum) an den Fenstern im Obergeschoss. Hier im OG haben wir alte Eichendielen verbaut. Bisher habe ich die Käfer nur hier gefunden. In Erdgeschoss ist nichts.
Unser Dach ist gut belüftet und trocken und auch alle Zimmer sind immer sehr gut beheizt.
Es sind zur Zeit täglich etwa 4-5 Käfer, Mitte April waren es noch mehr.
Ich finde kein Sägemehl und die alten Dielen und Balken wiesen bereits Löcher auf, sodass ich auch nicht sagen kann, ob und wo die Käfer austreten....
Ich würd gern abwarten und das ganze locker sehen. Das Wohnhaus ist wie gesagt gut geheizt und sehr offen und trocken. Außerdem war das Heissluftverfahren schon teuer genug und ich möchte mich damit eigentlich die nächsten Jahre nicht mehr befassen. Was meinen Sie? Locker blieben und beobachten?
Die Käfer können nach der Wärmebehdlung doch eigentlich nicht mehr aus den Balken kommen sondern vermutlich aus den unbehandelten Eichendielen, die später rein kamen? Oder kennen Sie Fälle, bei denen die Wärmebehandlung falsch oder nicht ausreichend durchgeführt wurde? Und sind vier Käfer am Tag viel? Ich freue mich über eine Antwort, denn die kleinen Tierchen machen mich doch etwas nervös. Herzlichen Gruß. Maria
Hallo Maria,
ich meine, es kann nur an einer ausreichenden Holzfeuchte liegen, ob holzzerstörende Insekten sich entwickeln können.
Im allgemeinen kann man beim Gemeinen Nagekäfer aber eine Tolerierung abwägen. Meist ist es alles erklärbar, wenn man das ganze ins Auge faßt und ursachenorientiert vorgeht.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1351. Karin
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Hallo,
mit großem Interesse habe ich die Seiten hier gelesen, finde aber keine Antwort auf meine spezielle Frage.
Im Jahr 2013 wurden an unserem Haus grüne Latten als Unterkonstruktion für ein WDVS, Gefährdungsklasse 0, eingebaut. Dass das schon mal nicht in Ordnung war, wurde durch Ihre Seite klar. Aber kann man Rückschlüsse von der Farbe auf die statische Eignung ziehen? Bedeutet grüne Farbe, dass die Latten nicht S10 sind? So wurde es mir vom damaligen Baustoffhändler gesagt. Oder hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun? Wo könnte man ggf. Nachlesen?
Vielen lieben Dank im Voraus.
Karin
Hallo Kartin,
die Farbe, hier z.B. das Grün, ist eine Kontrollfarbe, um das farblose Holzschutz-Tränkungsmittel, meist für die Gabrauchsklasse GK 1 (Insektengefahr) im Auftrag erkennen und prüfen zu können. Es gibt viele Farben, übrigens billiger auch ohne Wirkstoffe. Das hat mit S10 nichts zu tun. S10 ist eine Sortierklasse nach Tragfähigkeit ( DIN 4074).
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1350. Martina
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Hallo,
kann man bei Holzwurmbefall auch Neemöl verwenden?
Verdünnt in die Löcher spritzen?

Vielen Dank
Mart

1349. Lars
Hallo zusammen,

ich habe an zwei Schränken einen Holzwurmbefall festgestellt. Dazu zwei Bilder in Anlage. Bild 1 zeigt einen Befall an einem Schrank. Bild 2 an einer Kommode. Meine Fragen dazu:

1. Auf Bild 1 sind nur Gänge zu sehen und keine Löcher. Macht eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt Sinn?
https://photos.app.goo.gl/BuFTLoSEYCuFb5EX6
Falls Behandlung notwendig, würde es ausreichen Salmiakgeist mit einer Spritze in die Gänge zu träufeln?

2. Auf Bild zwei sind Löcher zu sehen, die aber nicht besonders tief sind, sondern nur das Furnier betreffen, muss man das behandeln oder wird die warme Heizungsluft das Problem lösen?
https://photos.app.goo.gl/ZJVpfefcJUJRAJR36
Alternativ würde ich gerne auch hier Salmiakgeist verwenden. Ist dies sinnvoll?

Vielen Dank!

Beste Grüße
Lars

1348. christoph hack
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Hallo,

ich habe vor ein paar Jahren (2015 oder 2016) aus frischem Fichtenholz Bretter schneiden lassen und im Freien zum trocknen gestapelt, abgedeckt und ein vielleicht 20 cm Abstand vom Boden gehalten. Die Rinde habe ich nicht entfernt. Das Holz ist ziemlich trocken.

Nun beobachte ich seit mindestens letztem Jahr Holzmehlhäufchen. Zumindest teilweise ist auch unter der Rinde dicht gepacktes Holzmehl 'versteckt'. Letzten Sommer waren viele - ich glaub'- Schlupfwespen um den Holzstapel unterwegs. Es gibt in den umliegenden Gebäuden Befall durch gemeinen Nagekäfer und auch Hausbock (wohl abklingend). Ich nun überlegt, ob es erforderlich ist die Bretter zur Abtötung der Insekten in der Trockenkammer zu erhitzen. Oder kann man eher davon ausgehen, dass das ursprünglich Holzwespen waren und das eh nix mehr bringt?

Christoph
Hallo Christoph,

solange die Rinde am Holz ist, werden sich dort vorhandene Frischholzinsekten weiter entwickeln können. Das ist der Grund, warum man als erstes die Rinde entfernt, um das gleich zu beenden.

Nach der Fällung bzw. Zuschnitt ist die zuvor wichtige Aufgabe der Rinde, den Baum zu schützen, nicht mehr da.

Ohne Rinde können sich Frischholzinsekten nicht weiter entwickeln.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1347. Katrin Becker
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Guten Tag,

wir wohnen in einem 100 Jahre alten Haus, Fachwerk und Dielen aus Holz. Im Keller sind Holzwurmlöcher, wir hatten einen Experten hier, es soll mit Borsäure behandelt werden.

Beim Renovieren fanden wir alte Holzwurmlöcher im ganzen Haus (kleine). Dort gibt es, anders als im Keller, keine Sägespäne.

Nun fragen wir uns, ob die Holzkäfer dort einfach verschwunden sind, oder ob sie in den 70er Jahren mit etwas Giftigem bekämpft wurden, das uns vielleicht heute noch schaden könnte.

Also: welche Gifte wurden früher verwendet (ich schätze in den 70er Jahren, der Vorbesitzer erwähnte, daß sein Vater da wohl mal Probleme hatte), und wissen Sie, ob man die messen kann, und ob die heute noch schädlich sind?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

mit freundlichen Grüßen

K Becker
Liebe Katrin, welche Gifte bei Ihnen, ca. in den 70er Jahren verwendet wurden, kann ich von hier aus nicht feststellen, ebenso, ob man die messen kann, und ob die heute noch schädlich sind. Dazu wäre eine Untersuchung und Recherche mit einem größeren Aufwand und Kosten nötig. Hier, in dem Forum, wäre das wohl auch fehl am Platze.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1346. Eric
Mail
Sehr geehrter Herr Rüpke,

ich habe eine - vielleicht völlig unnötige - Frage.
Ich würde gerne ein Möbelstück aus neuen Europaletten bauen (Epal, UIC-Norm 435-2, IPPC, ISPM 15).

Die Paletten sind hitzebehandelt und in dem Fall auch kammergetrocknet, sollten also den Richtlinien entsprechend Schädlingsfrei sein.

Da ich einige recht wertvolle Massivholzmöbel (Mahagoni/Palisander u.a.) besitze, möchte ich auf jeden Fall vermeiden einen Befall mit Splintholzkäfern in meine Wohnung zu bringen (das Holz der Möbel ist m.E. zu alt und zu trocken für alle anderen Schädlinge).

Leider kann man mir nicht sagen, ob die Paletten aus Nadelholz sind, was ja einen Splintholzkäferbefall ausschließen würde.

Sind neue EPAL-Paletten die nicht aus Übersee kommen hier in irgendeiner Weise problematisch oder völlig bedenkenlos als Möbel verwendbar?

Herzlichen Dank schon vorab für ihre Antwort und Ihre sehr informative und interessante Website!

Herzliche Grüße
Eric
Hallo Eric, von solchen Bedenken kann ich sie auch nicht freisprechen. Vertrauen ist gut Kontrolle wäre besser.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1345. Mareike
​Hallo,

mein Mann und ich haben im Keller in einem Holzregal einige Bücher gelagert. Das Regel scheint allerdings von Holzwürmern befallen zu sein, da kleine runde Löcher im Holz und auf allen Dingen im Regal kleine Häufchen von Holzmehl sind.
Jetzt steht bald ein Umzg bevor (ohne das Regal) und wir haben Sorge, dass wir mit unseren Büchern die Tierchen verschleppen könnten...

Ist dies über diesem Wege überhaupt möglich?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen ​​​
Viele Grüße und guten Rutsch
Mareike
Liebe Mareike,
es ist eher selten, dass Nagekäfer in Büchern fressen, das ist ein anderes Medium als Holz. Insoweit sehe ich kein nennenswertes Problem.
Es gibt allerdings Insekten, die auch an Büchern fressen. In trockenen Räumen, ist deren Entwickung nicht möglich.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1344. Stefan
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Hallo Herr Rüpke,

wir haben ein 26 Jahres altes Haus in Holzständerbauweise und schlafen im OG unter der Dachschräge. Nun haben wir in den letzten 10 Tagen 2x Geräusche in der Dachschräge gehört und sind leicht panisch, dass wir einen Hausbockbefall haben könnten.

Es hört sich wie ein leichtes "Kratzen" an und so wie auf der Internetseite beschrieben, als ob man mit den Fingernägelkanten aneinander kratzt.

Was ist zu tun?
Müssen wir die Dachschräge öffnen um einen sicheren "Befund" zu bekommen (d.h. Nut- und Federbretter, Dämmung entfernen, ...)?
Wenn ja, muss das sofort gemacht werden oder reicht es im Frühjahr wenn das Wetter besser (wärmer) wird?
Muss evtl. von einem großflächigen Befall ausgegangen werden oder kann so etwas auch lokal sein, d.h. nur eine Behandlung des Bereiches wo die Geräusche hörbar sind.

Momentan sind wir ziemlich durch den Wind und bitten um Ratschläge und Hilfe.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung

Viele Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
ohne aufzumachen, wird man wohl nichts sehen können.
Das können Sie aber beizeiten auch später machen und erst mal über längere Zeit beobchten, was weiter passiert. Wenn ein Hausbock da ist, hört man den dann über Monate an der gleichen Stelle und nicht nur kurze Zeit.
So schnell entwickelt sich ein Befall nicht. Wenn er da ist, ist es sowieso heute und nächstes Jahr kaum ein Unterschied. Es ist eine langsame Entwicklung, also es wäre ziemlich egal, ob sie es morgen oder in 3 Jahren aufmachen, Die Maßnahmen sind doch jeweils gleich. Also, die Panik ist völlig unangebracht und führt unter Druck meist nur zu unüberlegten Entscheidungen. Geben Sie sich 1 Jahr Zeit und handeln Sie in Ruhe und vorbereitet.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1343. Maik
Hallo zusammen,

ich habe vor zwei Jahren zwei Holzkomposter aus 50x50cm Lärchenholzplatten gebaut. Innen habe ich (leider) an den Innenecken grünes Bauholz (Dachlattung tauchimprägniert) verwendet. Die Balken sind nun nicht mehr grün. Nun meine Frage: Ist es sinnvoll die Latten auszutauschen (wäre aber ein großer Aufwand) oder ist die Imprägnierung leider schon in den Boden gewaschen worden. Wir möchten natürlich keine Gifte etc. in unserer Komposterde haben.
Für eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.

Viele herzliche Grüße und Dankeschön für eure tolle, informative Internetseite!

Maik

1342. Jakob Ha
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Hallo,

ich habe in einem alten (200 Jahre (?)) Dachstuhl an beinahe allen Gespärren Insektenbohrlöcher (eher oval, 1mm) und Bohrmehlhäufchen, teilweise auch sichtbare Bohrgänge gefunden.
Nun habe ich auch ein Insekt dazu gefunden, bin mir aber absolut nicht sicher, um welches es sich dabei handeln könnte.
Es ist ca. 12mm lang und schwarz (siehe Foto).

picload.org/view/dacpgggw/dsc_0268.jpg.html

Könnt ihr mir hierbei helfen?

Viele Grüße
Jakob
Hallo Jakob,
wir bestimmen holzzerstörende Insekten, aber nur am realen Objekt unter dem Mikroskop.
Hier .Hinweise zum Prozedere
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1341. Micha
Hi,

wir haben einige Balken im fachwerk tauschen müssen, dazu wurde an der frischen luft abgelagerte Eiche verwendet. Der größte Teil ist (von außen) hinter einer Holzfassade (Douglasie, mit Leinölfarbe gestrichen) verschwunden, die einen Aufbau aus Isofloc und Holzweichfaser überdeckt. Von innen sind die Eichenbalken größtenteils lehmverputzt. Einige Ständer sind aber noch sichtbar, und hier kommen seit ein paar Tagen (eindeutig bestimmte) gekämmte Nagekäfer raus (vorher war uns da nichts aufgefallen). Gibt es Erfahrungswerte, wie sich diese Viecher in einer gedämmten fassade entwickeln, hinter Lehmputz? Und wie kann ich denen Herr werden ohne Chemie und ohne Hitze (es handelt sich um Innnenbalken im Wohnzimmer, einer Erhitzung steht Innendämmung, Kabel, etc. im Weg). WoodBliss? Isopropanol? Kräftig heizen und austrocknen? Fön? Wachs? Oder verschwinden die erfahrungsgemäß aus dauerbeheizten Räumen? Und, was fressen die, Splint oder Kernholz?

Über mögliche Antworten würden wir uns freuen und schonmal tausend Dank für diese Seiten, haben mit deren Hilfe andere Löcher in einem Kiefernbalken gegen den Hausbock abgrenzen können, war wohl blaur Scheibenbock, kurze Hakengänge, keine weitere Aktivität)
Hallo Micha,
Gekämmte Nagekäfer sind feuchteliebend und bevorzugen Laubholz, gern Esche, Buche, Stiel/Traubeneiche, Ahorn, Kirsche, Ulme, Erle, aber auch Weide. Sie gehen nur an feuchtes Holz. D.h. es wäre vielleicht möglich, das ihr die Eiche schon feucht verbaut habt und der Befall schon zuvor da war. Oder, es ist ein Baufehler geschehen, der, im wesentlichen durch eine Wasserzufuhr (aus dem Lehm) oder aus einem Tauwasseranfall, das Holz über eine längere Zeit aufgefeuchtet hat und den Insektenbefall ermöglicht hat. Der gekämmte Nagekäfer wird noch längere Zeit bei einer dann auch moderaten Holzfeuchte bleiben. Ich habe schon eine Befallsfortdauer an Holz mit 10 % über 2 Jahre beobachtet.
Zur wahrscheinlichen bzw. einer möglichen Ursache:
Die innen sichtbaren Balken bilden im Wandgefüge eine Undichtigkeit und lassen wärmere Luft in die äußere Außenwandkonstruktion einströmen, was zeitweise zu Tauwasseranfall führt. Durch die Dämmung ist ein gemindertes Austrocknungspotential anzunehmen. Eine erhöhte Holzfeuchte an den von innen sichtbaren Balken wird sich so erklären. Das kann über den Winter auch länger anhalten.
Der Fehler wäre also die fehlende Dichtigkeit auf der Innenseite der Außenwand. Der Lehmputz muß über die ganze Fläche dicht sein, weil innen sichtbares Fachwerk an den Fugen Holz Gefach immer als undicht einzuordnen ist.
Hier vermute ich also eine oder die Befallsursache, die die erhöhte Holzfeuchte und den Befall begründet. Diese Ursache muß abgestellt werden. Dann sollte nach ein bis zwei Jahren der Befall abklingen. Die Schäden durch den Gekämmten Nagekäfer sind in den ersten Jahren eher marginal und statisch meist ohne großen Belang.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1340. Frank
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Hallo Herr Rüpke,
wir wenden uns an Sie, weil wir im vergangenen Jahr den Befall von Splintholzkäfern in unserem neuen Fertighaus (Holzständerbauweise) festgestellt haben. Wir haben die toten Käfer in den Deckenlampen (LED-Spots) gefunden. Nach mikroskopischer Bestimmung sind wir sicher, dass es sich um eine Art des Splintholzkäfers handeln muss. Der Käfer hat die typische Stäbchenform, die Verdickungen an den Fühlerenden, die Wölbungen am Kopf, sowie kleine weiße Punkte auf dem Rückenpanzer. Nach Rücksprache mit der Fertighausfirma - sie haben den Splintholzkäfer bestätigt - wurde uns erklärt, dass ein Befall des Konstruktionsholzes ausgeschlossen werden kann, da ausschließlich Nadelholz Verwendung fand. Zwischenzeitlich haben wir Austrittslöcher an unserem neu verlegten Eicheparkett gefunden und den Holzlieferanten hierüber informiert und unsere Gewährleistungsansprüche geltend gemacht. Sowohl der Holzlieferant als auch der Hersteller entziehen sich jeglicher Verantwortung und erklären, dass ihr Holz im Produktionsablauf mehrfach erhitzt worden sei und ein möglicher Befall damit ausgeschlossen werden könnte.
Was wir nur schwer nachvollziehen können ist, wie der Käfer aus der Decke (sowohl im EG als auch im DG) kommen kann, wenn sich doch dort kein Laubholz befindet. Einzige für uns denkbare Möglichkeit wäre die, dass der Käfer innerhalb von 2 Wochen vor dem Schließen der Rigipsdecke in diese eingedrungen sein könnte (während dieser Zeit lagerte das vermutlich befallene Fertigparkett in den Räumlichkeiten).
Wir sind nun ratlos, welche weiteren Schritte wir unternehmen sollen. Wir würden die befallenene Parkettdielen (seither 2 Dielen mit insgesamt ca. 19 Austrittslöchern) gerne ausbauen lassen, zumal die nächste Flugzeit und Paarungszeit bevorsteht, sind aber unsicher, ob damit eine evtl. notwendige Beweissicherung unmöglich wird. Wie sind Ihre Erfahrungen mit geltend gemachten Gewährleistungsansprüchen? Macht es hier Sinn, bei diesem bislang begrenzten Schaden rechtliche Schritte gegen den Parkettlieferanten vorzugehen?
Wir wären Ihnen über eine Rückmeldung sehr dankbar!
Lieber Frank, da kann ich aus der Ferne kaum etwas sachliches beitragen ohne dabei zu spekulieren. Hier muß man vor Ort Feststellungen zu den möglichen Ursachen tätigen und die relevanten Belege zusammentragen, um eine Bewertung machen zu können.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1339. Eberhard
Hallo,
im Keller sind viele alte Regalbretter (Spanplatten 25mm und Vollholz 20mm, beides unbehalndelt) rundum mit Bohrlöchern (<=1mm) übersät, und es liegt reichlich Holzmehl herum.

Ich würde die Bretter gerne erneuern, und suche Holzwurm-resistenteren Ersatz. Ev. OSB3, lackiert (womit?)? Oder beschichtete Spanplatten mit lackierten Kanten (Umleimer etwas schwierig, da die Bretter teils Ausschnitte für Rohre etc. haben müssen, aber nicht unmöglich)?

Tragfähig wären die Bretter noch, aber ich würde gerne den Befall reduzieren, und auch eine dauerhafte Lösung finden, die nach Möglichkeit nicht mehr neu befallen wird (es gibt u.a. auch noch eine leicht befallene antike Werkbank...).

Der Keller hat derzeit 16° bei 50% Luftfeuchte. Im Sommer ist er feuchter, wobei ich versuche, mit einem Entfeuchter auf Salzbasis (1kg) im Sommer die Feuchtigkeitspitzen etwas herauszunehmen. Vielen Dank im voraus!
Lieber Eberhard,
wo die Nagekäfer gedeihen, ist bekanntermaßen kein Klima für den Menschen. Ich würde den Keller Keller sein lassen und meine Werkstatt in einen trockenen Raum oberhalb verlegen.
Sie müssen nicht nur an das Holz, sondern zuerst auch an Ihre Gesundheit denken.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1338. Petra Jagla-Leimkühler
Mail Instant Messenger
Sehr geehrter Rüpke,
Mein Sohn hat im Februar dieses Jahres sein Zimmer vom Ersparten komplett mit neuen teilmassiven Eichenholzmöbeln eingerichtet.
(Kleiderschrank, Bett, Schreibtisch, Rollcontainer, Nachttisch und Regal der Serien New Oak und Royal Oak vom Dänischen Bettenlager)
Seit August/September bemerkten wir im ganzen Haus immer wieder Käfer. In ländlicher Gegend zunächst nicht ungewöhnlich. Nach eingehender Recherche mit Lupe und Insektenbeschreibungen via Internet war schnell und eindeutig klar: es handelt sich um Splintholzkäfer.
Verdacht: die neuen Eichholzmöbel. Man sieht allerdings keinerlei Fraßspuren.
Alle anderen im Haus befindlichen Möbel und Holzteile sind schon zielmich lange vorhanden.
Gifteinsatz kommt aufgrund allergischer Vorerkrankungen nicht in Frage.
Da wir die Möbel nicht „einfach“ entsorgen wollen, versuchen wir den Befall zu lokalisieren.
Seit ca. drei Wochen sind die Kleinmöbel mit Malerfolie umhüllt. Seitdem haben wir nur ganz vereinzelt Käfer gesichtet. Vielleicht waren die schon vorher unterwegs. Innerhalb der Folie sieht man auch keine Käfer.
Nun also zur eigentlichen Frage: Fliegen die Käfer über das ganze Jahr aus oder nur zu bestimmten Jahreszeiten? Haben wir eventuell nur die Ausflugbedingungen verschlechtert, so dass sie auf bessere Bedingungen warten? Wann und wo findet die Paarung und die Eiablage statt? Direkt nach dem Ausfliegen oder suchen sie im Haus auch nach anderen Ablagemöglichkeiten? Wenn keine Käfer ausfliegen- sterben sie vielleicht einfach ab?
Haben Sie eventuell noch einen Rat auf Lager?
Mit freundlichen Grüßen, bin sehr gespannt auf Ihre Antwort,
Petra J.-L.
Liebe Petra,
wenn Sie die bisher gefundenen Insekten schnell und eindeutig als Splintholzkäfer identifiziert haben, ist die Sache doch klar. Dann wären aller Splint von Laubhölzern auch die Eiche ist in Gefahr. Dann können Sie auch weitere Splintholzkäfer erwarten, oder, das kann ja auch sein, Ihre Bestimmung war nicht richtig.
Die Zyklen der Splintholzkäfer sind von den Umgebungsbedingungen bestimmt und können von Art zu Art unterschiedlich sein.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1337. Joachim Dettenberg
Mail
Hallo.

Ich habe heute in meinem Haus an der Wand eines Wohnraumes ein 2mm grosses Loch entdeckt, am Boden ein ziemlich großer Haufen "Sägemehl", überwiegend schwarz/dunkelbraun mit ein paar helleren Teilchen dabei. Im Raum/ im Haufen kein Insekt zu sehen.
Die Wand besteht von innen nach außen aus= Gipsputz, ca. 24cm Bimsstein, 14cm Wärmedämmsystem. Erstellt 2005. Von außen ist an der Wand nichts zu sehen. Meines Wissens nach sollte in dieser Wand kein Balken mehr verbaut sein, an Hand des "Sägemehls" sieht das allerdings anders aus.
Was für ein Holzinsekt kann sich denn bitte durch Putz fressen bzw. überhaupt in so zugebautem Zustand überleben?

Im Voraus schon einmal vielen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Dettenberg.
Lieber Joachim D.,
da sind die Angabe ein wenig zu vage, um etwas Belegtes sagen zu können. Das wird in reiner Spekulation enden.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1336. Jan B
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Hallo,

ich frage mich, wie oder ob man feststellen kann, dass Holz mit giftigen Stoffen imprägniert wurde. Offensichtlich ist es durch die evtl. grüne Farbe. In meinem Fall ist das Holz jedoch grau. Ein anderes sieht neu und unbehandelt aus. Gibt es Tests, um Behandlungen festzustellen?

Beste Grüsse
Jan
Nein, einen wirtschaftlichen, so genannten Schnelltest gibt es (leider) nicht. Dazu sind es zu viele mögliche Stoffe. So kann man nur analysieren, was gesucht werden soll. Also die Labore freuen sich...

Die Farbe ist nur eine Kontrollfarbe, sie ist kein Beleg für verwendete Giftstoffe. Es gibt Holz, das nur gefärbt ist, ohne Wirkstoffe, z.B. aus Betrug. Oder, die Wirkstoffe, meist nur im oberen Millimeter Holz, sind durch Regen ausgewaschen oder verflüchtigt. Die Farbe bleibt am längsten.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1335. Kartseva Anna
Mail
Hallo zusammen,

ich habe mir eine Vitriene aus Sheeshamholz gekauft und jetzt leider festgestellt, dass sich da ein Holzwurd durchfrisst und mir diese Vitriene zerstört. In Fachmarkt habe ich mir ein Holzwurm Ex Mittel gekauf und damit 2x die Vitriene eingepinselt, leider kein Erfolg. Was können sie mir empfehlen? Danke vorab!
Hallo Anna,
na, Sie haben doch eine Mangelhaftung (2 Jahre Garantie). Geben Sie sie zurück und lassen Sie sich Ihr Geld wiedergeben oder eine Vitrine ohne Würmer.
Sinnvoll ist es als erstes ,das Möbel in Quarantäne zu stellen, damit sich die Käfer nicht weiter verbreiten.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1334. Anne
Mail
Sehr geehrter Rüpke,

wir haben vor kurzem ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen erworben. Nun mussten wir feststellen, dass die Scheune von Holzwürmern befallen ist. Nicht sehr viel, aber trotzdem will man diese Dinger ja los haben. Mit Xyladecor habe ich das Problem wohl weitgehend in den Griff bekommen. Allerdings finde ich doch ab und zu noch ein Löchlein mit frischem Fraßmehl. Und außerdem erscheint es mir utopisch alle Holzwürmer so zu finden/bekämpfen. Schließlich kann ich das Mittel ja nicht großflächig anwenden.
Eine Thermobehandlung/Vergasung kommt finanziell nicht in Frage. Aber ich habe gelesen, dass z. B. bestimmte Schlupfwespen natürliche Feinde der Larven sind, oder dass es auch Pheromonfallen gibt. Allerdings konnte ich weder das eine noch das andere irgendwo zum Kauf finden. Hätten Sie mir evtl. Tipps, wo diese angeboten werden bzw. könnten Sie mir Alternativen nennen? Oder kann ich dafür auch Schlupfwespen verwenden, die zur Lebensmittelmottenbekämpfung verwendet werden, benutzen. So wurde mir nämlich von einem Anbieter auf meine Anfrage hin empfohlen. Aber da bin ich skeptisch, da ich sie nirgends als natürlichen Feind des Holzwurmes aufgelistet fand.

schon einmal Danke und viele Grüße,
Anne
Liebe Anne,
Sie sind skeptisch und das zu Recht. Die Schlupfwespe ist untauglich für die Bekämpfung vom Gemeinen Nagekäfer, Anobium punctatum.
Der natürliche Feind ist überwiegend der Blaue Fellkäfer. Leider sägt der einer armen Hausbesitzern wegen, sich nicht den Ast ab, auf dem er sitzt. Opfer und Räuber leben in einem zyklischen Gleichgewicht.Oft ist der Weg die Holzfeuchte (im Wertmittel) zu mindern, viel einfacher und erfolgreicher.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1333. Daniela
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Hallo,

hatte diesen Tisch
aus Teakholz/Massivholz längere Zeit auf dem Dachboden stehen. Hab den Tisch einen Bekannten abgekauft, ist noch nicht allzu alt. Hatte es jetzt aber mal mit in das Erdgeschoss genommen, da ich umräumen wollte. Dabei sind geringe Verfärbungen und so ein feuchter Holzgeruch aufgefallen. Auch kleine Unebenheiten, die ich aber auch nicht recht identifizieren kann. Sind das schon Holzwürmer oder kann der Geruch auch vom Dachboden kommen? Und wie erkenne ich, ob noch Larven im Holz sind? Kenne mich mit sowas nicht so aus, gibt es dann da Bekämpfungsmittel und muss ich noch aktiv werden, wenn der Tisch dann im Raum steht?
Larven sterben in Wohnräumen ja eigentlich recht schnell ab, oder? und wie bekomme ich dann die Löcher wieder zu?
Liebe Daniela, das ist ein Fall für den Möbeltischler...
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1332. Johannes K.
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

ich hoffe, dass Sie möglicherweise zur Aufklärung unseres "Abenteuers" beitragen können.

Heute am Nachmittag entdeckte ich in unserem Esstisch ein Loch, das morgens noch nicht dort gewesen war. Es handelt sich um einen Tisch aus Sheesham (Indischer Palisander), welchen wir seit 1,5 Jahren besitzen und bei einem Internetmöbelhaus gekauft haben.
Das Loch war oval und an den Seiten "ausgefranst". Als ich mir das Loch dann abends genauer angeschaut habe, stellten wir nach einem Hineinpusten fest, dass es noch bewohnt war.
Nach einiger Aufregung, dem Füllen des Ganges mit Alkohol und dem Aufbrechen des Loches konnten wir dann einen etwas über 2cm großen Käfer zu Tage fördern (Bild in der URL).

Nach meinen Recherchen vermute ich, dass es sich um einen "Aschgrauen Abendbock" handeln könnte (die Fühler sind länger als der Körper, ovales Ausflugloch, Laubholz aus dem asiatischen Raum, Vergleich mit Bildern).

Nun stellen sich einige Fragen, bei denen wir auf Ihre Fachkompetenz hoffen:

- Wenn es sich um diesen Käfer handelt, kann man etwas zur Wahrscheinlichkeit sagen, dass sich noch mehr Larven im Holz befinden? Würde es helfen auf Fressgeräusche zu achten oder sind es jetzt vermutlich Puppen und nur neue Ausfluglöcher können Gewissheit geben?

- Auf dem Bild ist ein weißer Ball erkennbar, der am Körper klebt. Handelt es sich hierbei um Eier (sind oval mit spitzen Enden und nicht zylindrisch)? Könnten diese befruchtet sein (es ist kein anderes Ausflugloch zu entdecken)? Oder kann das Ausscheiden der Eier auch eine körperliche Reaktion auf das Tränken in Alkohol sein?

Wir würden uns sehr über Ihre Einschätzung freuen. Die Vorstellung eines bewohnten Esstischs ist doch etwas befremdlich.

Vielen herzlichen Dank.

Johannes K.
Hallo Johannes,
zu Ihren Fragen:
1. Wenn es ein Aschgrauer Abendbock ist, kann man Fraßgeräusche hören.
2. Ja, das sind die Eier. Zu den Umständen der Eiablage in diesem Fall, kann ich nichts sagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1331. Uwe Staade
Mail Home
Hallo,
wir haben seit einigen Wochen ein starkes Rieseln aus dem über 100 Jahre alten Nadelholz Gebälks. Es war bis vor 4 Jahren mit Lehmschlag versehen und liegt jetzt im Terrassenbereich frei. Es wimmelt so von kleinen (ca. 6 mm langen) Fliegen ähnlichen Tierchen, die ich als eine Art Holzwespe vermute.
Dazu habe ich einen Käfer gefangen, den ich als weichen Laubholzkäfer vermute. Die Schlupflöcher sind 2 mm kreisrund, die Fraßgänge am Rand ca. 5 mm breit. Salz- und Pfeffer- ähnliche (Kot?) Spuren. Ich hoffe, der Fotolink funktioniert. Stimmen meine Vermutungen und wie bekämpft man das am besten?
Gruß; Uwe Staade, Hannover
Lieber Uwe,
aus dem Bauchgefühl sehe ich im Bild nichts Gefährliches.
Aber aus der Ferne, ohne jede Ortskenntnisse der Gegebenheiten und der Umbedingungen, kann ich dazu nichts Verwertbares sagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1330. Sigrid
Mail
Hallo,
meine Frage lautet:
kann sich ein Holzwurm in einem von innen isolierten Dach überhaupt vermehren?
Hintergrund: der Fichtendachstuhl steht seit 3 Jahren - außen bedeckt mit einer diffusionsoffenen Folie und Dachziegeln.
Nun soll der Innenausbau erfolgen.
Zwischen die Sparren kommt SteicoFlex, dann die Dampfsperre und darunter eine Sichtschalung.
Meine Gedanken:
Sollte sich in den letzten 3 Jahren ein Holzwurm im frei zugänglichen Gebälk angesiedelt haben - kann er doch nicht ausfliegen - keine Partnerin treffen - und somit keine Eier legen.
Er wird einfach sterben.
Richtig ?
Liebe Sigrid,
sind Holz zerstörnde Insekten im Holz und wird oder ist es dann verbaut, können sie sich auch vermehren, wenn es minimal Platz gibt. Wir bekommen davon aber nichts mit.
Nach der Metamorphose zu Vollinsekten verabreden sie sich zum Schlupf, können auch kriechen und werden sich durch Lockstoffe finden. Unser Problem ist: Wir wissen dazu wenig. Ich hab schon oft im Mauerwerk unter Putz dicht eingebaute Balken vorgefunden, die völlig durch Insekten zerstört waren. Aber wie Brecht schon sagte, die im Dunkeln sieht man nicht...
Z.B. das dichte Einbauen von Holzinsekten dürfte daher keine sichere Bekämpfung darstellen.
Wenn so ein Befall erlischt, liegt es meist an einer zurück gehenden Holzfeuchte. Die Holzfeuchte ist überwiegend der entscheidende Hebel.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke