Holzwurm-Forum
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1365. Stephan
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Sehr geehrte Damen und Herren vom Holzfragen.de-Team,
Ich habe vor ca 8 Jahren einen vom Hausbock befallenen Sparren auf meinem Dachboden entdeckt.
Den Sparren habe ich nach Rücksprache mit dem Architekten komplett entfernt (war sehr aufwändig, da ich das Dach von außen öffnen musste, um den Sparren auch im nicht sichtbaren Bereich erreichen zu können). Leider habe ich mich in dem Gedanken geirrt, dass nur der eine Sparren befallen ist und habe jetzt festgestellt, das mindestens noch 2 weitere Sparren befallen sind und ich selbige natürlich nicht auch einfach entfernen kann.Ich habe im Internet über Bekämpfung mittels Einhausen oder per Microwelle gelesen, was eigentlich schon aus Kostengründen nicht in Frage kommt. Beim Einsatz von Insektiziden würde ich die nicht sichtbaren Sparrenbereiche nicht erreichen.
Ist mein Gedanke falsch, dass wenn ich im sichtbaren Bereich trotzdem mit Insektizid arbeite und den Dachboden von innen mit Rigips o.ä. verkleide, der Schädling sich nur noch minimal, bzw. sehr viel langsamer ausbreiten könnte, weil er immer nur max. von einem Sparren zum nächsten könnte?
Es würde reichen, wenn der Dachboden so noch die ca. nächsten 25 Jahre quasi einsturzfrei übersteht.

Viele Grüße
Stephan
Hallo Stephan,
ich kann den Gedanken schon verstehen, denn alles Tun bringt eine Wirkung. Den Beleg gibt in der Folgezeit eine Kontrollierbarkeit. Eine Prognose baut auf eine Wahrscheinlichkeit auf die man hier nicht kennt. Der Hauptgrund ist, das wesentliche Ziel die Ursache zu beseitigen, wird nicht erreicht werden. Bei Tolerierung des Geschehens musss es kontrollierbar bleiben.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1364. Ulrike Krämer
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Hallo Herr Rüpke,
meine Eltern haben vor einem Monat in ihrem Gästezimmer Löcher in ihrem Eichenparkett gefunden. Jetzt schlüpfen dort viele Käfer. Einen haben sie zur Bestimmung zu einem Fachmann verschickt. Die Antwort war: entweder Lyctus brunneus oder Lyctus linearis (Käfer war etwas zerdrückt, deshalb nicht eindeutig). Das Parkett liegt dort aber bereits seit 25 Jahren und in der ganzen 1. Etage (ca. 70m²). Nun gibt es auch Spuren im Flur. Die Frage wäre jetzt, inwieweit muss das Parkett rausgenommen werden. Kann man davon ausgehen, dass der Käfer nur da ist, wo man Löcher sieht? Wenn man das Parkett bis dahin entfernt und man keine Gänge im weiteren Holz sieht, kann man dann davon ausgehen, dass der Käfer sich nicht weiter ausgebreitet hat? Dann müsste man nur 1/3 des Parketts entfernen, was für meine Eltern mit über 75 Jahren deutlich einfacher wäre.
Wie kann das sein, dass sich der Käfer erst jetzt bemerkbar macht? Kommt er von außen?
Mit freundlichen Grüßen aus Ingolstadt,
Ulrike Krämer
Hallo Ulrike,
zu Ihren Fragen:
Kann man davon ausgehen, dass der Käfer nur da ist, wo man Löcher sieht?
Nein. Die Löcher sind Schluflöcher der Vollinsekten, die nach der Verpuppung, denen (bei unserem Klima) das ca. 1 Jahr lange Larvenstadium vorangeht.

Wenn man das Parkett bis dahin entfernt und man keine Gänge im weiteren Holz sieht, kann man dann davon ausgehen, dass der Käfer sich nicht weiter ausgebreitet hat?
Leider, nein.

Dann müsste man nur 1/3 des Parketts entfernen, was für meine Eltern mit über 75 Jahren deutlich einfacher wäre.
...

Wie kann das sein, dass sich der Käfer erst jetzt bemerkbar macht?
Das kann ich, ohne alle Zusammenhänge zu kennen, nicht seriös sagen.

Kommt er von außen?
Ja. Er wird eingeschleppt, ganz oft mit Korb- und Flechtwaren und Bambusprodukten aus fernen Ländern und ganz allgemein mit Produkten die tropische Splintholzanteile haben. Diese Splintholzkäferarten finden durch das weltweite hin und her schon seit längerem größere Verbreitung. Betroffen ist aber auschließlich nur das Splintholz von Laubholzarten oder einer gleichartige Grasart wie Bambus u.a.m..
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1363. Clemens Eder
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Hallo Herr Rüpke,

ich habe in einem landwirtschaftlich genutztem Teil eines Vierkanthofs (Alter des Dachstuhls ca. 35-40 Jahre) ohne Zwischendecke einen 3-4 Jahre alten Befall durch den Gemeinen Nagekäfer (wurde von einem Schädlingsbekämpfer festgestellt). Er meinte, aktuell ist dies noch nicht tragisch, die nächsten Jahre muss jedoch etwas unternommen werden.

Mir wurde die Behandlung mit Borsäure empfohlen. Ich vermute, mir wird nichts anderes übrig bleiben als per Hubsteiger etc. die Borsäure durch Besprühen an den meisten Stellen, wo Bohrlöcher ersichtlich sind, durchzuführen. Gibt es alternative Lösungsansätze wie Begasungen etc? Hintergrund meiner Frage ist, dass auch sehr viel altes Bauholz, Pfosten etc. in diesem Teil lagern, und dadurch wohl alle Bretterstöße etc besichtigt werden müssen - Ich vermute mal, da komme ich mit ein paar Litern Borsäure nicht sehr weit?

Nichts desto trotz kann ich im Dachstuhl im Bereich der Lattung sowieso ohne Abdecken des Dachs nichts erreichen?

Welche Behandlung schlagen Sie vor?

MFG aus Österreich,

Clemens Eder
Hallo Clemens,
eigentlich ist ein Nagekäferbefall grundsätzlich auf die Klimabedingungen am verbauten Holz zurückzuführen. Im Normalfall ist so ein Befall also kein Schicksal, sondern auf Stellen begrenzt zurückzuführen, wo es im Holz feuchtere Bedingungen gibt als im Regelfall, wenn es nachhaltig trocken ist. Daher ist der Befallsbereich i.d.R. an der Holzkonstruktion auch stets lokal begrenzt. Die Schäden betreffen zudem vornehmlich den Split am Holz (das äußere Zuwachsholz). Splint ist generell anfällig gegen alle Organismen, darin sind Stärke und Zucker.

Untersuchungen dazu, muß man vor Ort machen und kann nichts allgemeines orakeln.

Eine chemische Bekämpfung mit Borsäure führt hier vermutlich nicht zum Ziel und ist zu hinterfragen, denn in der Mehrzahl der mir begegnender Fälle ist durch rein bauliche Maßnahmen eine Verbesserungen der Klimaverhältnisse möglich. Allgemein ist aber auch ein Leben mit dem Nagekäfer möglich. Die Tolerierbarkeit eines Nagekäferbefalls ist auch in der Norm erörtert und es wird ein Abwägen empfohlen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1362. Carsten
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Hallo, Herr Reupke,

Danke für die Antwort. Demnach geht ja eher keine wirklich Gefahr von dem Holz aus. Klar ein Restrisiko bleibt immer. Aber das wäre wenn ich an Wald wohnen würde wohn erheblich größer.
Habe Vorhin auf den Dachboden mal ein Stück verkleidung angenommen und die dachbalken angesehen bzw holzfeuchte gemessen. Holzfeuchte ist quasi 0% und zu sehen ist auch nichts. :-)

Kann ich Das Brennholz weiter lagern oder soll ich es lieber entsorgen?

1361. Carsten
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Hallo

Mir geht es um das Thema Brennholz.
Und zwar musste ich feststelle, daß in meinem 2 jahre an der frischen Luft getrockneten Brennholz (laubholz) der Wurm drin ist. Kleine Runde Löcher von 1-2 mm und beim spalten habe ich auch ein paar Larven gefunden (weiß und 2-3 mm lang, bewegen sich aber nicht wirklich). Das Holz hat eine feuchte von 10-14 %). Das holz lagert ca 2,50 - 3 Meter von der Hauswand weg,ein kleiner Teil holz (der auch schon 3-4 Jahre alt ist) auch im kpl umbauten und am Haus angeschlossen carport (aber auch dort 2,5 - 3 meter von der Hauswand weg) .

In der buchenhecke, die über Grundstück umgibt finde ich auch hier und da (in abgestorbenen Ästen) spuren der viecher.

Ich habe grade totale Angst, da es ja wohl der gemeine nagekäfer sein dürfte und dieser ja theoretisch auch auf mein Haus bzw dach ubergehen könnte.

Jeder, den ich frage, sagt mir 'mach dir keine Sorgen, das ist draußen normal...'

Wie begründet ist denn diese Angst wohl? Ich schlafe schon schlecht...
Bitte lesen sie hier dazu mehr:

http://www.holzfragen.de/seiten/brennholz.html

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1360. frank
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Jambo!
Seit Jahren leidet unser Strandhaus in Dar es Salaam, Ostafrka, unter einem schwerem Befall von Bajulus Hylotrupes. Weit ueber 100 eingebaute Mangroven-Deckenhoelzer zieren unsere Decke. Etliche der Rundhoelzer zeigen viele Ausflugsloecher der Hausbocks. In der hiesigen sommerlichen Hochsaison,November bis April (suedliche Hemisphaere) sammele ich bis zu 45 Exemplare pro Tag auf, um damit eine erneute Infektion des Holzes zu vermeiden.
Mit vielen verschiedenen Holzschutzmittel wie auch Borsalz, versuchten wir dem Kaefer nachzukommen, doch jedes Jahr schluepfen mehr und mehr Insekten aus. Jetzt ist guter Rat teuer. Somit erbitte ich von Ihnen einen angepassten Loesungsvorschlag, damit wir uns von diesem Befall befreien koennen. Ich bedanke mich im voraus fuer Ihre Anteilnahme wie auch fuer Ihre Beitrage.
Mit bestem sommerlichen Gruessen vom Indischen Ozean
frank
Hallo Frank,
versuchen Sie es mal mit einem Kontaktgift (am besten während der Ausschlupfzeit) Wirkstoffe in solchen Kontaktgiften, die auf das zentrale Nervensystem wirken, sind Pyrethroide, z.B. Permethrin, Cypermethrin o.ä.

Viele Grüße (aus den nassen, stürmischen und kalten Norden...)
Hans-Joachim Rüpke

 

1359. Annika Langen
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Guten Tag liebes Team,

ich habe eine Frage bzgl unseres Hauses:
Es handelt sich um ein massives Bauernhaus aus den 1920ern. Bevor wir anfingen, es zu sanieren, stand es ca 10 Jahre leer. Auch das Dach hatte einige undichte Stellen. Sowohl einige Deckenbalken als auch Teile des Dachstuhls haben darunter gelitten. Letztes Jahr haben wir die beschädigten Teile der Deckenbalken tauschen lassen, zusammen mit einem gesamten Tausch des Dachstuhls. Dieser hatte neben den Feuchteschäden einen Schaden vom Hausbock aufzuweisen und fast alle Sparren bröselten beim Abheilen an den Fußpunkten weg.
Neben dem Haus gibt es Nebengebäude, die potentiell immernoch mit Hausbock befallen sein könnten und in denen wir in nächster Zeit nicht dass Holz tauschen können.

Damit zu meiner Frage:
Wäre es ratsam die verbliebenen Deckenbalken und den neuen Dachstuhl vorbeugend zu behandeln, damit der Befall nicht gleich wieder überspringt? Der Zimmermann hielt dies nicht für nötig, was sich mir aber nicht erschließt.

Zur weiteren Info:
Wir wohnen Nähe Verden, wo es scheinbar doch noch öfters einen aktiven Befall gibt. Daher fürchten wir auch bei uns aktiven Befall, es gab auch schon einen Käferfund, bei dem wir denken dass es ein Hausbock sein müsste, Geräusche haben wir aber noch nicht gehört, entsprechende Löcher in den Balken der Nebengebäude aber schon.
Noch liegt der Dachstuhl und die Deckenbalken im Haus offen, sie sollen aber nach der Klärung dieser Thematik verkleidet werden.

Vielen Dank!
Annika Langen

1358. youri
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Gibt es eine Möglichkeit altes befallenes Holz zu behandeln um es wieder widerstandsfähiger machen zu können?
Nein.

 

1357. Karl Heissenberger
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Hallo zusammen,
ich habe eine Holztramdecke, die ich vor 2,5 Jahren mit Rigipsplatten (komplette Decke abgehängt) verkleidet habe.
Nun höre ich seit einiger Zeit "Scharbgeräusche" (sogar wenn der Fernseher läuft hör ich diese).
Die Holztram sind nicht mehr sichtbar und ich müsste die Rigipsdecke öffnen um diese zu sehen.

Hier meine Fragen:
1) Kann man einen Holzwurm "grundsätzlich" hören?
2) Wie kann man einen Holzwurm in meinem Fall entfernen, ohne die Rigipsdecke entfernen bzw. diese zerstören zu müssen?

MfG Karl H.
Hallo Karl,
zu den Fragen:
1. Die meisten Insektenlarven kann man mehr oder weniger gut hören, wenn sie nagen.
2. Dazu kann man seriös aus der Ferne nichts aussagen.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1356. MT
Hallo,

in meinem Brennholzstapel im Holzkeller habe ich Exemplare des veränderlichen Scheibenbocks gefunden. Ebenso höre ich aus dem Stapel Fressgeräusche.

Frage ist nun: Kann der veränderliche Scheibenbock überhaupt Fressgeräusche erzeugen?

Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen, M.T.
Hallo Michael,
ja, kann er.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1355. Max Sturm
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Hallo
Ich habe vor ca. 17 Jahren ein Holzhaus gebaut und als Fassade das Holz von einen 100 Jährigen Stall verwendet.
Vor 2 Jahren haben ich immer wieder Holzmehl am Boden entdeckt und letztes Jahr mit einem Holzwurm Mittel die Fassade eingestrichen. Dann hatte ich bis Mai dieses Jahres Ruhe. Jetzt sind die Würmer oder was auch immer wieder da, und der Boden ist jeden Tag wieder voller Holzmehl. Zudem haben die Vögel die Schädlinge im Holz entdeckt und picken Löcher in die Holzfassade.
Hat jemand eine bessere Idee als wieder die ganze Fassade mit der Chemie Keule zu besprühen.
Vielen Dank an alle für die guten Tipps.
SG aus Österreich
Max

1354. Andrea
Hallo,

unsere Buchenregale sind schon seit einigen Jahren von dem gemeinen Nagekäfer befallen (wurden unter dem Mikroskop bestimmt).

Die Regale stammen aus einem Nachlass und waren vom Vorbesitzer auch mit nach Spanien mitgenommen worden. Dort verblieben sie 2 oder 3 Jahre. Ich vermute, dass es da zum Befallen kam, weil dort keine Heizung vorhanden war und nur mit Kamin geheizt wurde.

Das ist jetzt vor 13 Jahren gewesen. Die Regale stehen also seit dieser Zeit in beheizten Räumen. Aufgefallen sind zunächst nur die Löcher...dann auch Käfer. Wir hatten die Hoffnung, dass es die Reste aus der Spanienzeit sind und sich das Problem mit den Käfern auflöst sobald regelmäßig geheizt wird.

Seit einigen Wochen scheinen eine Menge Käfer bevorzugt aus dem Regal aus dem Kinderzimmer zu schlüpfen. Heute kam mein Kind mit 4 Käfern an die im Zimmer rumflogen. Ein paarendes Käferpaar konnte ich im Flagranti erwischen vor einem Schlupfoch

Die Regale sind 2 m hoch und 80 cm breit und sehr schwer. Die Wärmebehandlung im Ofen fällt schon mal weg
Gift möchten wir auch nicht anwenden.

Welche natürlichen Möglichkeiten gibt es noch die in der Wohnung anwendbar sind? Da wir im Hochhaus wohnen besteht leider nicht die Möglichkeit mal eben auf einer Terrasse eine Behandlung durchzuführen.

Freue mich auf Ihre Antwort.
Viele Grüsse, Andrea
Hallo Andrea,
die natürliche Methode wäre: trockene Umgebung, viel Geduld haben und Abwarten. Da ist doch ein Ersatz der Regale wohl das Sinnvollste.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1353. Petra Ahrens
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Guten Abend Herr Rüpke,

ich wollte nur einmal liebe Grüße aus Österreich da lassen und mich für die vielen Tipps bedanken. Ich verfolge Ihre Seite schon seit knapp 4 Jahren und ich dachte, es wird mal Zeit sich dafür zu bedanken!

Ich wünsche Ihnen noch alles Gute und viele erfolgreiche Jahre!

Liebe Grüße

1352. Maria
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Hallo!
Wir bewohnen seit 6 Jahren ein saniertes Bauernhaus. Während der Bauphase bemerkten wir einen Holzwurmbefall, es wurden Balken ersetzt und dann auch noch das Wohnhaus plus Scheune mit Heissluftverfahren gegen Anobium punctatum behandelt. Das ist jetzt etwa 7 Jahre her und wir waren sehr beruhigt.
Seit Anfang April finde ich aber nahezu täglich einige Käfer (Anobium punctatum) an den Fenstern im Obergeschoss. Hier im OG haben wir alte Eichendielen verbaut. Bisher habe ich die Käfer nur hier gefunden. In Erdgeschoss ist nichts.
Unser Dach ist gut belüftet und trocken und auch alle Zimmer sind immer sehr gut beheizt.
Es sind zur Zeit täglich etwa 4-5 Käfer, Mitte April waren es noch mehr.
Ich finde kein Sägemehl und die alten Dielen und Balken wiesen bereits Löcher auf, sodass ich auch nicht sagen kann, ob und wo die Käfer austreten....
Ich würd gern abwarten und das ganze locker sehen. Das Wohnhaus ist wie gesagt gut geheizt und sehr offen und trocken. Außerdem war das Heissluftverfahren schon teuer genug und ich möchte mich damit eigentlich die nächsten Jahre nicht mehr befassen. Was meinen Sie? Locker blieben und beobachten?
Die Käfer können nach der Wärmebehdlung doch eigentlich nicht mehr aus den Balken kommen sondern vermutlich aus den unbehandelten Eichendielen, die später rein kamen? Oder kennen Sie Fälle, bei denen die Wärmebehandlung falsch oder nicht ausreichend durchgeführt wurde? Und sind vier Käfer am Tag viel? Ich freue mich über eine Antwort, denn die kleinen Tierchen machen mich doch etwas nervös. Herzlichen Gruß. Maria
Hallo Maria,
ich meine, es kann nur an einer ausreichenden Holzfeuchte liegen, ob holzzerstörende Insekten sich entwickeln können.
Im allgemeinen kann man beim Gemeinen Nagekäfer aber eine Tolerierung abwägen. Meist ist es alles erklärbar, wenn man das ganze ins Auge faßt und ursachenorientiert vorgeht.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1351. Karin
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Hallo,
mit großem Interesse habe ich die Seiten hier gelesen, finde aber keine Antwort auf meine spezielle Frage.
Im Jahr 2013 wurden an unserem Haus grüne Latten als Unterkonstruktion für ein WDVS, Gefährdungsklasse 0, eingebaut. Dass das schon mal nicht in Ordnung war, wurde durch Ihre Seite klar. Aber kann man Rückschlüsse von der Farbe auf die statische Eignung ziehen? Bedeutet grüne Farbe, dass die Latten nicht S10 sind? So wurde es mir vom damaligen Baustoffhändler gesagt. Oder hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun? Wo könnte man ggf. Nachlesen?
Vielen lieben Dank im Voraus.
Karin
Hallo Kartin,
die Farbe, hier z.B. das Grün, ist eine Kontrollfarbe, um das farblose Holzschutz-Tränkungsmittel, meist für die Gabrauchsklasse GK 1 (Insektengefahr) im Auftrag erkennen und prüfen zu können. Es gibt viele Farben, übrigens billiger auch ohne Wirkstoffe. Das hat mit S10 nichts zu tun. S10 ist eine Sortierklasse nach Tragfähigkeit ( DIN 4074).
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1350. Martina
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Hallo,
kann man bei Holzwurmbefall auch Neemöl verwenden?
Verdünnt in die Löcher spritzen?

Vielen Dank
Mart

1349. Lars
Hallo zusammen,

ich habe an zwei Schränken einen Holzwurmbefall festgestellt. Dazu zwei Bilder in Anlage. Bild 1 zeigt einen Befall an einem Schrank. Bild 2 an einer Kommode. Meine Fragen dazu:

1. Auf Bild 1 sind nur Gänge zu sehen und keine Löcher. Macht eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt Sinn?
https://photos.app.goo.gl/BuFTLoSEYCuFb5EX6
Falls Behandlung notwendig, würde es ausreichen Salmiakgeist mit einer Spritze in die Gänge zu träufeln?

2. Auf Bild zwei sind Löcher zu sehen, die aber nicht besonders tief sind, sondern nur das Furnier betreffen, muss man das behandeln oder wird die warme Heizungsluft das Problem lösen?
https://photos.app.goo.gl/ZJVpfefcJUJRAJR36
Alternativ würde ich gerne auch hier Salmiakgeist verwenden. Ist dies sinnvoll?

Vielen Dank!

Beste Grüße
Lars

1348. christoph hack
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Hallo,

ich habe vor ein paar Jahren (2015 oder 2016) aus frischem Fichtenholz Bretter schneiden lassen und im Freien zum trocknen gestapelt, abgedeckt und ein vielleicht 20 cm Abstand vom Boden gehalten. Die Rinde habe ich nicht entfernt. Das Holz ist ziemlich trocken.

Nun beobachte ich seit mindestens letztem Jahr Holzmehlhäufchen. Zumindest teilweise ist auch unter der Rinde dicht gepacktes Holzmehl 'versteckt'. Letzten Sommer waren viele - ich glaub'- Schlupfwespen um den Holzstapel unterwegs. Es gibt in den umliegenden Gebäuden Befall durch gemeinen Nagekäfer und auch Hausbock (wohl abklingend). Ich nun überlegt, ob es erforderlich ist die Bretter zur Abtötung der Insekten in der Trockenkammer zu erhitzen. Oder kann man eher davon ausgehen, dass das ursprünglich Holzwespen waren und das eh nix mehr bringt?

Christoph
Hallo Christoph,

solange die Rinde am Holz ist, werden sich dort vorhandene Frischholzinsekten weiter entwickeln können. Das ist der Grund, warum man als erstes die Rinde entfernt, um das gleich zu beenden.

Nach der Fällung bzw. Zuschnitt ist die zuvor wichtige Aufgabe der Rinde, den Baum zu schützen, nicht mehr da.

Ohne Rinde können sich Frischholzinsekten nicht weiter entwickeln.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1347. Katrin Becker
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Guten Tag,

wir wohnen in einem 100 Jahre alten Haus, Fachwerk und Dielen aus Holz. Im Keller sind Holzwurmlöcher, wir hatten einen Experten hier, es soll mit Borsäure behandelt werden.

Beim Renovieren fanden wir alte Holzwurmlöcher im ganzen Haus (kleine). Dort gibt es, anders als im Keller, keine Sägespäne.

Nun fragen wir uns, ob die Holzkäfer dort einfach verschwunden sind, oder ob sie in den 70er Jahren mit etwas Giftigem bekämpft wurden, das uns vielleicht heute noch schaden könnte.

Also: welche Gifte wurden früher verwendet (ich schätze in den 70er Jahren, der Vorbesitzer erwähnte, daß sein Vater da wohl mal Probleme hatte), und wissen Sie, ob man die messen kann, und ob die heute noch schädlich sind?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

mit freundlichen Grüßen

K Becker
Liebe Katrin, welche Gifte bei Ihnen, ca. in den 70er Jahren verwendet wurden, kann ich von hier aus nicht feststellen, ebenso, ob man die messen kann, und ob die heute noch schädlich sind. Dazu wäre eine Untersuchung und Recherche mit einem größeren Aufwand und Kosten nötig. Hier, in dem Forum, wäre das wohl auch fehl am Platze.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1346. Eric
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Sehr geehrter Herr Rüpke,

ich habe eine - vielleicht völlig unnötige - Frage.
Ich würde gerne ein Möbelstück aus neuen Europaletten bauen (Epal, UIC-Norm 435-2, IPPC, ISPM 15).

Die Paletten sind hitzebehandelt und in dem Fall auch kammergetrocknet, sollten also den Richtlinien entsprechend Schädlingsfrei sein.

Da ich einige recht wertvolle Massivholzmöbel (Mahagoni/Palisander u.a.) besitze, möchte ich auf jeden Fall vermeiden einen Befall mit Splintholzkäfern in meine Wohnung zu bringen (das Holz der Möbel ist m.E. zu alt und zu trocken für alle anderen Schädlinge).

Leider kann man mir nicht sagen, ob die Paletten aus Nadelholz sind, was ja einen Splintholzkäferbefall ausschließen würde.

Sind neue EPAL-Paletten die nicht aus Übersee kommen hier in irgendeiner Weise problematisch oder völlig bedenkenlos als Möbel verwendbar?

Herzlichen Dank schon vorab für ihre Antwort und Ihre sehr informative und interessante Website!

Herzliche Grüße
Eric
Hallo Eric, von solchen Bedenken kann ich sie auch nicht freisprechen. Vertrauen ist gut Kontrolle wäre besser.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1345. Mareike
​Hallo,

mein Mann und ich haben im Keller in einem Holzregal einige Bücher gelagert. Das Regel scheint allerdings von Holzwürmern befallen zu sein, da kleine runde Löcher im Holz und auf allen Dingen im Regal kleine Häufchen von Holzmehl sind.
Jetzt steht bald ein Umzg bevor (ohne das Regal) und wir haben Sorge, dass wir mit unseren Büchern die Tierchen verschleppen könnten...

Ist dies über diesem Wege überhaupt möglich?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen ​​​
Viele Grüße und guten Rutsch
Mareike
Liebe Mareike,
es ist eher selten, dass Nagekäfer in Büchern fressen, das ist ein anderes Medium als Holz. Insoweit sehe ich kein nennenswertes Problem.
Es gibt allerdings Insekten, die auch an Büchern fressen. In trockenen Räumen, ist deren Entwickung nicht möglich.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1344. Stefan
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Hallo Herr Rüpke,

wir haben ein 26 Jahres altes Haus in Holzständerbauweise und schlafen im OG unter der Dachschräge. Nun haben wir in den letzten 10 Tagen 2x Geräusche in der Dachschräge gehört und sind leicht panisch, dass wir einen Hausbockbefall haben könnten.

Es hört sich wie ein leichtes "Kratzen" an und so wie auf der Internetseite beschrieben, als ob man mit den Fingernägelkanten aneinander kratzt.

Was ist zu tun?
Müssen wir die Dachschräge öffnen um einen sicheren "Befund" zu bekommen (d.h. Nut- und Federbretter, Dämmung entfernen, ...)?
Wenn ja, muss das sofort gemacht werden oder reicht es im Frühjahr wenn das Wetter besser (wärmer) wird?
Muss evtl. von einem großflächigen Befall ausgegangen werden oder kann so etwas auch lokal sein, d.h. nur eine Behandlung des Bereiches wo die Geräusche hörbar sind.

Momentan sind wir ziemlich durch den Wind und bitten um Ratschläge und Hilfe.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung

Viele Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
ohne aufzumachen, wird man wohl nichts sehen können.
Das können Sie aber beizeiten auch später machen und erst mal über längere Zeit beobchten, was weiter passiert. Wenn ein Hausbock da ist, hört man den dann über Monate an der gleichen Stelle und nicht nur kurze Zeit.
So schnell entwickelt sich ein Befall nicht. Wenn er da ist, ist es sowieso heute und nächstes Jahr kaum ein Unterschied. Es ist eine langsame Entwicklung, also es wäre ziemlich egal, ob sie es morgen oder in 3 Jahren aufmachen, Die Maßnahmen sind doch jeweils gleich. Also, die Panik ist völlig unangebracht und führt unter Druck meist nur zu unüberlegten Entscheidungen. Geben Sie sich 1 Jahr Zeit und handeln Sie in Ruhe und vorbereitet.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1343. Maik
Hallo zusammen,

ich habe vor zwei Jahren zwei Holzkomposter aus 50x50cm Lärchenholzplatten gebaut. Innen habe ich (leider) an den Innenecken grünes Bauholz (Dachlattung tauchimprägniert) verwendet. Die Balken sind nun nicht mehr grün. Nun meine Frage: Ist es sinnvoll die Latten auszutauschen (wäre aber ein großer Aufwand) oder ist die Imprägnierung leider schon in den Boden gewaschen worden. Wir möchten natürlich keine Gifte etc. in unserer Komposterde haben.
Für eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.

Viele herzliche Grüße und Dankeschön für eure tolle, informative Internetseite!

Maik

1342. Jakob Ha
Mail
Hallo,

ich habe in einem alten (200 Jahre (?)) Dachstuhl an beinahe allen Gespärren Insektenbohrlöcher (eher oval, 1mm) und Bohrmehlhäufchen, teilweise auch sichtbare Bohrgänge gefunden.
Nun habe ich auch ein Insekt dazu gefunden, bin mir aber absolut nicht sicher, um welches es sich dabei handeln könnte.
Es ist ca. 12mm lang und schwarz (siehe Foto).

picload.org/view/dacpgggw/dsc_0268.jpg.html

Könnt ihr mir hierbei helfen?

Viele Grüße
Jakob
Hallo Jakob,
wir bestimmen holzzerstörende Insekten, aber nur am realen Objekt unter dem Mikroskop.
Hier .Hinweise zum Prozedere
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke

 

1341. Micha
Hi,

wir haben einige Balken im fachwerk tauschen müssen, dazu wurde an der frischen luft abgelagerte Eiche verwendet. Der größte Teil ist (von außen) hinter einer Holzfassade (Douglasie, mit Leinölfarbe gestrichen) verschwunden, die einen Aufbau aus Isofloc und Holzweichfaser überdeckt. Von innen sind die Eichenbalken größtenteils lehmverputzt. Einige Ständer sind aber noch sichtbar, und hier kommen seit ein paar Tagen (eindeutig bestimmte) gekämmte Nagekäfer raus (vorher war uns da nichts aufgefallen). Gibt es Erfahrungswerte, wie sich diese Viecher in einer gedämmten fassade entwickeln, hinter Lehmputz? Und wie kann ich denen Herr werden ohne Chemie und ohne Hitze (es handelt sich um Innnenbalken im Wohnzimmer, einer Erhitzung steht Innendämmung, Kabel, etc. im Weg). WoodBliss? Isopropanol? Kräftig heizen und austrocknen? Fön? Wachs? Oder verschwinden die erfahrungsgemäß aus dauerbeheizten Räumen? Und, was fressen die, Splint oder Kernholz?

Über mögliche Antworten würden wir uns freuen und schonmal tausend Dank für diese Seiten, haben mit deren Hilfe andere Löcher in einem Kiefernbalken gegen den Hausbock abgrenzen können, war wohl blaur Scheibenbock, kurze Hakengänge, keine weitere Aktivität)
Hallo Micha,
Gekämmte Nagekäfer sind feuchteliebend und bevorzugen Laubholz, gern Esche, Buche, Stiel/Traubeneiche, Ahorn, Kirsche, Ulme, Erle, aber auch Weide. Sie gehen nur an feuchtes Holz. D.h. es wäre vielleicht möglich, das ihr die Eiche schon feucht verbaut habt und der Befall schon zuvor da war. Oder, es ist ein Baufehler geschehen, der, im wesentlichen durch eine Wasserzufuhr (aus dem Lehm) oder aus einem Tauwasseranfall, das Holz über eine längere Zeit aufgefeuchtet hat und den Insektenbefall ermöglicht hat. Der gekämmte Nagekäfer wird noch längere Zeit bei einer dann auch moderaten Holzfeuchte bleiben. Ich habe schon eine Befallsfortdauer an Holz mit 10 % über 2 Jahre beobachtet.
Zur wahrscheinlichen bzw. einer möglichen Ursache:
Die innen sichtbaren Balken bilden im Wandgefüge eine Undichtigkeit und lassen wärmere Luft in die äußere Außenwandkonstruktion einströmen, was zeitweise zu Tauwasseranfall führt. Durch die Dämmung ist ein gemindertes Austrocknungspotential anzunehmen. Eine erhöhte Holzfeuchte an den von innen sichtbaren Balken wird sich so erklären. Das kann über den Winter auch länger anhalten.
Der Fehler wäre also die fehlende Dichtigkeit auf der Innenseite der Außenwand. Der Lehmputz muß über die ganze Fläche dicht sein, weil innen sichtbares Fachwerk an den Fugen Holz Gefach immer als undicht einzuordnen ist.
Hier vermute ich also eine oder die Befallsursache, die die erhöhte Holzfeuchte und den Befall begründet. Diese Ursache muß abgestellt werden. Dann sollte nach ein bis zwei Jahren der Befall abklingen. Die Schäden durch den Gekämmten Nagekäfer sind in den ersten Jahren eher marginal und statisch meist ohne großen Belang.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke